Elternfreistellung und besondere Fälle

Mutter

  • 2 bzw. 1 Monat vor der voraussichtlichen Geburt; bei einer Frühgeburt kann man die verlorene Zeit nach der Geburt nachholen
  • 3 bzw. 4 Monate nach der Geburt des Kindes
  • evtl. Zeitraum bei Komplikationen in der Schwangerschaft laut Genehmigung des Amtes für sozialen Arbeitsschutz.

Vater

In der Zeit nach der Geburt im Falle von:

  • Tod oder schwere Krankheit der Mutter
  • Verlassen des Kindes durch die Mutter oder alleinige Anvertrauung durch das Gericht an den Vater

Mutter oder Vater

  • Bis zum 8. Lebensjahr des Kindes zusammen höchstens 10 Monate Freistellung (für jeden Elternteil höchstens 6 Monate).
  • Wenn der Vater mindestens 3 Monate beansprucht, erhöht sich sein Anspruch auf 7 Monate und die Gesamtfreistellung auf 11 Monate
  • Wenn der Vater oder die Mutter alleinerziehend ist, hat er oder sie Anrecht auf 10 Monate Freistellung.

obligatorisch (80% des Gehaltes)

freiwillig (30% des Gehaltes bis zum 3. Lebensjahr des Kindes für einen Zeitraum von höchstens 6 Monaten)
(auch wenn die Mutter nicht abhängig beschäftigt ist)

Mutter

Während des 1. Lebensjahres des Kindes 2 Freistellungen pro Tag zu je einer Stunde, die auch zusammengelegt werden können.
Beträgt die tägliche Arbeitszeit weniger als 6 Stunden, steht nur 1 Stunde Freistellung zu.
Bei Zwillingen wird die Freistellung verdoppelt.

Vater

Kann auch vom Vater beansprucht werden, falls:

  • die arbeitende Mutter keinen Anspruch erhebt
  • die Mutter nicht abhängig beschäftigt ist
  • Bei einer Mehrlinsgeburt kann die zusätzliche Freistellung zu derjenigen für ein einziges Kind auch vom Vater in Anspruch genommen werden
  • der Vater das Alleinsorgerecht für das Kind hat

 Sie zählen zu den effektiv geleisteten Arbeitsstunden und es werden die Bestimmungen über die Figurativbeiträge* angewandt.

* automatische Anrechnung von Versicherungszeiten ohne entsprechende Einzahlung der Sozialbeiträge

Mutter oder Vater

Beide Eltern haben abwechselnd das Recht bei einer Krankheit des Kindes vom Arbeitsplatz fern zu bleiben:

  • bis zum 3. Lebensjahr des Kindes ohne Beschränkung
  • vom 3. bis 8. Lebensjahr bis zu 5 Arbeitstagen pro Jahr für jeden der beiden Elternteile

Diese Freistellungen werden nicht entlohnt, sind aber durch Figurativbeiträge* abgedeckt.

* automatische Anrechnung von Versicherungszeiten ohne entsprechende Einzahlung der Sozialbeiträge

Mutter oder Vater (Abhängig Beschäftigte)

Im Falle von schwerer Krankheit oder Todesfall:

  • des Ehegatten oder der Ehegattin
  • eines oder einer Verwandten bis zum 2. Grad
  • der Lebensgefährtin oder des Lebensgefährten

Aus schwerwiegenden familiären Gründen:

  • mit dem Recht auf den Erhalt des Arbeitsplatzes
  • keine Entlohnung
  • keine anderweitige Berufstätigkeit
  • möglicher Nachkauf der Versicherungszeiten
  • 3 Tage entlohnte Freistellung oder anders gestaltete Arbeitszeiten
  • Längere Freistellung bis zu 2 Jahren (auch auf mehrere Teile aufgeteilt)

Adoptiv- und Pflegeeltern

Mutter

  • 3 Monate obligatorische Freistellung für Kinder bis zum 6. Lebensjahr, ab der Eingliederung in die Familie

Vater

  • Freiwillige Freistellung wie für natürliche Eltern während der ersten 8 Lebensjahre des Kindes
  • Für Kinder zwischen dem 8. und 12. Lebensjahr kann die Freistellung innerhalb der ersten 3 Jahre nach der Eingliederung in die Familie erfolgen

Entlohnung und Versicherungsschutz sind gleich wie für natürliche Eltern.

Menschen mit Behinderung

Mutter oder Vater

  • Verlängerte freiwillige Elternfreistellung bis zur Vollendung des 3. Lebensjahres oder - als Alternative - zwei bezahlte Freistunden pro Arbeitstag
  • 3 Tage im Monat nach dem 3. Lebensjahr des Kindes, die von Figurativbeiträgen abgedeckt sind
  • bezahlter und von Figurativbeiträgen (im Aufmass von höchstens 35.000 € pro Jahr) gedeckter Wartestand bis zu 2 Jahren für die Pflege von Menschen mit schwerer Behinderung (Art.80/2 des Haushaltsgesetzes Nr. 388/2000)

Nachtarbeit

Mutter

  • erbot der Nachtarbeit vom Beginn der Schwangerschaft bis zum 1. Lebensjahr des Kindes

Die Nachtarbeit ist fakultativ für die Mutter bis zum 3. Lebensjahr des Kindes, für einen alleinerziehenden Elternteil bis zum 12. Lebensjahr des Kindes.

Entlassungsschutz

Mutter

  • Die abhängig beschäftigte Mutter darf in der Zeit ab der Feststellung der Schwangerschaft bis zum 1. Lebensjahr des Kindes nicht entlassen werden.

Vater

  • Dieser Schutz ist auf den Vater ausgedehnt, wenn er die Elternfreistellung beansprucht, und bis zum 1. Lebensjahr des Kindes.