Die Dienste des Arbeitsvermittlungszentrums

Das Arbeitsvermittlungszentrum kann Ihren Arbeitslosenstatus anerkennen und bestätigen.

Falls Sie unfreiwillig arbeitslos werden, können Sie Arbeitslosengeld – NASPI, DIS-COLL oder das Arbeitslosengeld in der Landwirtschaft – über ein Patronat oder online über das Nationalfürsorgeinstitut INPS beantragen.
Mit dem Antrag um Arbeitslosengeld NASPI oder DIS-COLL erklären Sie gleichzeitig, dass Sie ohne Arbeit sind und für die unmittelbare Aufnahme einer Arbeitstätigkeit und für Maßnahmen zur aktiven Arbeitssuche zur Verfügung stehen (DID – dichiarazione di immediata disponibilità). Ab diesem Zeitpunkt besitzen Sie den Arbeitslosenstatus.

Bestätigung des Arbeitslosenstatus
Den Arbeitslosenstatus müssen Sie innerhalb von 15 Tagen in Ihrem Arbeitsvermittlungszentrum bestätigen. Bitte senden Sie uns folgende Dokumente per E-Mail (für die Kontaktadressen siehe hier):

  • Kopie Ihres gültigen Personalausweises, Reisepass oder Führerschein
  • falls Sie aus einem Nicht-EU-Land kommen: Kopie Ihrer gültigen Aufenthaltsgenehmigung für Italien
  • die Kopie des Antrags um Arbeitslosengeld NASPI oder DIS-COLL

Wir werden Sie kontaktieren, um Ihren Arbeitslosenstatus zu bestätigen.

Wer hat Anrecht auf Arbeitslosengeld?
In Italien besteht grundsätzlich nur bei unfreiwillig eingetretener Arbeitslosigkeit Anrecht auf Arbeitslosengeld.
Über Ihre persönliche Position können Sie sich bei Ihrem Patronat informieren.

Wie lange bleibt der Arbeitslosenstatus aufrecht?
Sie bleiben so lange arbeitslos gemeldet, bis Sie wieder anfangen zu arbeiten. Das Arbeitslosengeld steht Ihnen allerdings nur für die maximale Bezugsdauer laut INPS-Berechnung zu.

Aussetzung des Arbeitslosenstatus bei Beginn einer lohnabhängigen Tätigkeit
Bei Beginn einer lohnabhängigen Tätigkeit wird der Arbeitslosenstatus automatisch für maximal 180 Tage ausgesetzt. Arbeiten Sie durchgehend länger als 180 Tage, verlieren Sie den Arbeitslosenstatus. Arbeiten Sie weniger lange, bleibt der Arbeitslosenstatus für die Dauer des Arbeitsvertrags ausgesetzt und läuft danach automatisch weiter. Zurzeit gilt das aber nur für den Arbeitslosenstatus und nicht immer auch für das Arbeitslosengeld, für welches besondere Regeln gelten: Deshalb ist es immer wichtig, sich über die eigene Position beim Patronat zu informieren, und zwar jedes Mal, wenn ein Arbeitsverhältnis beendet wird.

Beginn einer selbständigen Tätigkeit
Bitte informieren Sie das Arbeitsvermittlungszentrum, wenn Sie eine selbständige Tätigkeit beginnen. Mit Beginn der selbständigen Tätigkeit verlieren Sie den Arbeitslosenstatus. Eine Ausnahme bilden selbständige Tätigkeiten mit geringem Einkommen, siehe folgenden Punkt.

Beibehaltung des Arbeitslosenstatus bei Tätigkeit mit geringem Einkommen
Im Fall einer lohnabhängigen oder selbständigen Tätigkeit mit einem jährlichen Bruttoeinkommen unterhalb des steuerpflichtigen Mindesteinkommens greift die Beibehaltung des Arbeitslosenstatus. Sie bleiben weiterhin arbeitslos gemeldet. Um aber auch das Arbeitslosengeld weiter zu beziehen, müssen Sie die Tätigkeit innerhalb von 30 Tagen ab Arbeitsbeginn dem Nationalfürsorgeinstitut INPS melden. Vergessen Sie deshalb bitte nicht, das Patronat darüber zu informieren!

Die Arbeitskräftekartei ist ein persönliches Dokument, das alle Ihre gemeldeten Arbeitsperioden in Südtirol auflistet und Ihren aktuellen Beschäftigungsstatus anzeigt. Sie können Ihre Arbeitskräftekartei jederzeit im Arbeitsvermittlungszentrum beantragen, und zwar unabhängig davon, ob Sie gerade arbeitslos gemeldet sind oder nicht: Senden Sie uns eine E-Mail samt Kopie Ihres Personalausweises, wir werden Ihnen Ihre Arbeitskräftekartei zusenden. 

Der Arbeitgeber ist verpflichtet, mittels Einheitsmeldung UNILAV den Beginn, die Beendigung, die Verlängerung oder die Umwandlung eines abhängigen Arbeitsvertrags mitzuteilen. Im Arbeitsvermittlungszentrum erhalten Sie bei Bedarf eine Kopie Ihrer Einheitsmeldung.

Zur Bestätigung Ihres Arbeitslosenstatus erstellt Ihre Bezugsperson im Arbeitsvermittlungszentrum Ihr persönliches Profiling und führt ein Beratungsgespräch mit Ihnen. Dabei werden Ihre Fähigkeiten, Kenntnisse und Stärken erfasst, um Sie besser und gezielt vermitteln zu können.

Ihre Bezugsperson im Arbeitsvermittlungszentrum schließt mit Ihnen eine Leistungsvereinbarung ab. Diese Vereinbarung legt die Form der gegenseitigen Zusammenarbeit fest und definiert sowohl Ihre Aufgaben als auch jene des Arbeitsvermittlungszentrums.
Der Individuelle Aktionsplan enthält die einzelnen Maßnahmen, die Sie während des ersten Beratungsgesprächs und der nachfolgenden Termine mit Ihrer Bezugsperson im Arbeitsvermittlungszentrum vereinbaren. Diese Maßnahmen sollen Ihnen dabei helfen, eine neue Arbeit finden und/oder sich beruflich weiterzubilden.

Bitte beachten Sie, dass die Termine und vereinbarten Maßnahmen verbindlich sind. Personen, die Arbeitslosengeld oder andere einkommensstützende Maßnahmen erhalten, sind gesetzlich verpflichtet, die beschlossenen Maßnahmen umzusetzen und angemessene Stellenangebote anzunehmen. Das Arbeitsvermittlungszentrum ist verpflichtet, die gesetzlich vorgesehenen Sanktionen anzuwenden, wenn Sie:

  • unentschuldigt einem Beratungstermin fernbleiben,
  • ohne gerechtfertigten Grund eine vereinbarte Maßnahme nicht einhalten oder
  • ein angemessenes Arbeitsangebot ohne gerechtfertigten Grund ablehnen.

Die Sanktionen reichen von Kürzungen des Arbeitslosengeldes bis hin zur Aberkennung des Arbeitslosenstatus und Streichung des gesamten noch zustehenden Arbeitslosengeldes.


Sie haben die Möglichkeit, gegen eine vom Arbeitsvermittlungszentrum verhängte Sanktion Rekurs einzureichen.

 

 

 

 

Bei den Beratungsgesprächen im AVZ erhalten Sie Infos über aktuelle Kurse oder wichtige Adressen, um sich über Weiterbildung und Berufsbildung zu informieren oder ihre Sprachkenntnisse zu verbessern.  Ein großes Kursangebot für die Förderung von Beschäftigung und sozialer Eingliederung wird auch durch den Europäischen Sozialfonds (ESF) gefördert.


Ausbildung und Berufe

Diese Ausbildungs- und Orientierungspraktika richten sich an Personen, die auf dem Arbeitsmarkt benachteiligt sind und eine (Wieder)Eingliederung in den Arbeitsmarkt anstreben. Ein Praktikum bietet die Möglichkeit, direkt im aufnehmenden Betrieb einen Beruf oder eine Tätigkeit besser kennenzulernen. Ziel des Praktikums ist die Anstellung im Betrieb. Das Arbeitsvermittlungszentrum bietet Unterstützung und Beratung sowohl vor Beginn als auch während des Praktikums.


Auf dieser Seite finden Sie alle nützlichen Informationen zu den Praktika.

Wenn Sie für mehr als 6 Monate den Status der Arbeitslosigkeit nachweisen, können Sie für Dienste und Arbeiten, die im allgemeinen Interesse stehen, von

  • öffentlichen Ämtern und Körperschaften oder
  • Behörden und Diensten, die der Aufsicht der Landesregierung unterstehen, wie Gemeinden, Bezirksgemeinschaften, Sanitätseinheiten, das Institut für den sozialen Wohnbau, usw. beschäftigt werden.

Um an diesen Projekten mitarbeiten zu können, ist kein Gesuch erforderlich, vielmehr erfolgt eine Namhaftmachung durch die betreffende Verwaltung.

Weitere Informationen erhalten Sie bei den Arbeitsvermittlungszentren des Landes.

Arbeitsvermittlungszentrum Bozen
Kanonikus-Michael-Gamper-Straße 1
39100 Bozen
Tel. 0471 418620
E-Mail: avz-bozen@provinz.bz.it

Arbeitsvermittlungszentrum Meran
Sandplatz 10
39012 Meran
Tel. 0473 252300
E-Mail: avz-meran@provinz.bz.it

Arbeitsvermittlungszentrum Brixen - Sterzing
Regensburger Allee 18
39042 Brixen
Tel. 0472 821260
E-Mail: avz-brixen@provinz.bz.it

Arbeitsvermittlungszentrum Bruneck
Rathausplatz 10
39031 Bruneck
Tel. 0474 582360
E-Mail: avz-bruneck@provinz.bz.it

Arbeitsvermittlungszentrum Schlanders
Schlandersburg 6
39028 Schlanders
Tel. 0473 736190
E-Mail: avz-schlanders@provinz.bz.it

Arbeitsvermittlungszentrum Neumarkt
Franz-Bonatti-Platz 2/3
39044 Neumarkt
Tel. 0471 824100
E-Mail: avz-neumarkt@provinz.bz.it