Beiträge für die Arbeitseingliederung von Menschen mit Behinderung

Ein Dienst der Südtiroler Landesverwaltung

Allgemeine Beschreibung

Für die Anstellung von Menschen mit Behinderung können Privatbetriebe im Sinne des Artikels 11, Buchstabe b) des Landesgesetzes vom 30. Juni 1983, Nr. 20, bzw. von Artikel 13, Buchstabe a) und b) des Gesetzes vom 12. März 1999, Nr. 68 um die Gewährung eines Beitrages ansuchen. Angesucht werden kann für Personen mit einer Invalidität, bescheinigt durch die entsprechende Ärztekommission, von mindestens 46 % oder einer vom INAIL bescheinigten Invalidität von mindestens 34 %. Ebenso kann für Personen angesucht werden, die im Besitz einer fachärztlichen Bescheinigung sind, welche von einem öffentlichen Dienst ausgestellt ist und aus der die Behinderung und deren Schweregrad bzw. die restliche Arbeitsfähigkeit hervorgehen und die im Jahr der Gesuchsstellung ausgestellt ist.

Der Arbeitgeber bzw. die Arbeitgeberin stellt dazu innerhalb 30. September einen Antrag an den Arbeitsservice. Der Beitrag wird für das laufende Jahr vergeben und wird auf die vom Betrieb entrichteten Sozialbeiträge berechnet. Die Beiträge varieren in der Regel zwischen einem Minimum von 50 % und einem Maximum von 100 % der Sozialabgaben und werden für höchstens 8 Jahre vergeben. Unter besonderen Umständen kann der Beitrag bzw. die Dauer erhöht werden. Ein Beitrag wird allerdings nur vergeben, wenn vom Arbeitsvermittlungszentrum für den Angestellten eine geringere Einsatzfähigkeit und ein Leistungsausfall aufgrund der Behinderung bescheinigt wird. Weitere Informationen finden Sie im Informationsblatt.

Beiträge für die Anpassung des Arbeitsplatzes:
Im Sinne von Artikel 11, Buchstabe c) des Landesgesetzes vom 30. Juni 1983 Nr. 20, bzw. von Artikel 13, Buchstabe c) des Gesetzes vom 12. März 1999 Nr. 68, werden zudem Beiträge für den Ankauf von technischen Hilfsgeräten (z. B. Anpassung eines Schreibtisches usw.) und für die Beseitigung von architektonischen Barrieren gewährt. Dazu stellen Betriebe, die eine Person mit Behinderung aufgenommen haben, einen Antrag auf Stempelpapier an den Arbeitsservice. Voraussetzung ist, dass die Person auf unbestimmte Zeit aufgenommen wurde und eine Invalidität von mindestens 46 % (im Sinne des Landesgesetzes vom 21. August 1978, Nr. 46) bzw. 34 % (INAIL) aufweist. Ausgaben bis zu 1.500 Euro werden voll erstattet, bei höheren Beträgen wird ein Teil der Kosten übernommen. Genauere Informationen finden Sie im Informationsblatt.

Für die Nutzung dieses Dienstes gelten keine besonderen Zugangsvoraussetzungen.

Kopie der Invaliditätsbescheinigung, sofern es sich nicht um eine Pflichteinstellung handelt.

Die Ansuchen um Beiträge sind jeweils in Originalform einzureichen.

Dem Ansuchen ist eine Stempelmarke zu 16,00 € beizulegen.

(Letzte Aktualisierung Dienstleistung: 17.09.2015)

Zuständige Einrichtung

19.3. Arbeitsservice
Landhaus 12, Kanonikus-Michael-Gamper-Straße 1, 39100 Bozen
Telefon: 0471 41 86 00
0471 41 86 01
Fax: 0471 41 86 19
E-Mail: as@provinz.bz.it
PEC: as.sl@pec.prov.bz.it
Website: http://www.provinz.bz.it/arbeit

Termine

  • 30. September jeden Jahres für das Ansuchen auf Gewährung des Beitrages für die Anstellung
  • kein Termin besteht für das Ansuchen für die Anpassung des Arbeitsplatzes