Beiträge für die Arbeitseingliederung von Menschen mit Behinderung

Ein Dienst der Südtiroler Landesverwaltung

Allgemeine Beschreibung

Private Arbeitgeberinnen und private Arbeitgeber, die Menschen mit Behinderung mit Wohnsitz in Südtirol als Arbeitnehmer mit befristeten oder unbefristeten Arbeitsverhältnisses aufgenommen haben oder Inhaberinnen und Inhaber von Betrieben, die Personen mit Behinderung als mitarbeitende Familienmitglieder beschäftigen, können um die Gewährung eines Beitrages ansuchen. Angesucht werden kann für Personen mit einer Zivilinvalidität, bescheinigt durch die entsprechende Ärztekommission, von mindestens 46 % oder einer vom INAIL bescheinigten Arbeitsinvalidität von mindestens 34 %, die ausschließlich im Betrieb beschäftigt sind und für welche Sozialabgaben bei der Gesamtstaatlichen Anstalt für soziale Vorsorge (NISF) eingezahlt werden.

Der Arbeitgeber bzw. die Arbeitgeberin stellt dazu innerhalb 31.August einen Antrag an den Arbeitsservice. Der Beitrag wird nur für Neuanstellungen im Jahr des Antrages gewährt oder im Falle einer Erhöhung des Prozentsatzes der Invalidität für den genanten Zeitraum, die eine Erhöhung der Beitragsdauer bewirkt. Für Anstellungen, für die bereits im Vorjahr ein Beitrag ausgezahlt wurde kann laut den neuen Richtlinien die Beitragsgewährung fortgeführt werden, falls die bisher geltende Höchstdauer noch nicht erreicht wurde. Detaillierte Informationen finden Sie im Informationsblatt.

Beiträge für die Anpassung des Arbeitsplatzes:

Im Sinne des Beschlusses der Landesregierung vom 31. Mai 2016, Nr. 615,  werden zudem Beiträge für die Anpassung der Arbeitsplatzes an die Bedürfnisse der Personen mit Behinderung und für den Ankauf den notwendigen Arbeitsausstattung gewährt.  

Der Beitrag wird für die Anpassung des Arbeitsplatzes oder den Ankauf der notwendigen Arbeitsausstattung für Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen gewährt, die

a) die Bestätigung der Kommission laut Artikel 10 des Landesgesetzes vom 21. August 1978, Nr. 46, vorweisen können, aus der eine Invalidität von mindestens 46 Prozent hervorgeht, oder

b) die Bestätigung des INAIL vorweisen können, aus der eine Invalidität von mindestens 34 Prozent hervorgeht.

Der Beitrag wird nur für die entstandenen Mehrkosten, nicht aber für die generellen Anschaffungskosten gewährt. Der Beitrag wird nur dann gewährt, wenn die Bediensteten mit unbefristetem Arbeitsvertrag aufgenommen worden sind. Kein Beitrag wird für jene Anpassungen gewährt, für die bereits Beiträge auf der Grundlage anderer Bestimmungen vorgesehen sind.

Das Gesuch kann jederzeit beim Arbeitsservice eingereicht werden und zwar vor Beginn des jeweiligen Vorhabens (siehe Art. 5 des oben genannten Beschlusses). Voraussetzung ist, dass die Person mit unbefristeten Arbeitsvertrag aufgenommen wurde und eine Invalidität von mindestens 46 % (im Sinne des Art. 10 des Landesgesetzes vom 21. August 1978, Nr. 46) bzw. 34 % (Bestätigung INAIL) aufweist. Der Beitrag wird nur für die entstandenen Mehrkosten gewährt, nicht aber für die generellen Anschaffungskosten. Detaillierte Informationen finden Sie in unserem Informationsblatt

Für die Nutzung dieses Dienstes gelten keine besonderen Zugangsvoraussetzungen.

Kopie der Invaliditätsbescheinigung, sofern es sich nicht um eine Pflichteinstellung handelt.

Die Ansuchen um Beiträge sind jeweils in Originalform einzureichen. Falls das Ansuchen digital eingereicht wird, muss sich die Antragstellerin bzw. der Antragsteller vergewissern, dass das Dokument in allen Teilen unveränderbar und mit digitaler Unterschrift unterzeichnet ist. Das digitale Ansuchen ist an die PEC-Adresse as.sl@pec.prov.bz.it zu übermitteln.

Dem Ansuchen ist eine Stempelmarke zu 16,00 € beizulegen. Für die digital übermittelten Ansuchen ist im vorgesehenen Textfeld der Kodex der auf dem Papier angebrachten Stempelmarke anzuführen.

Die Antragstellerin bzw. der Antragsteller erklärt mit der Unterschrift des Ansuchens, dass die betreffende Stempelmarke ausschließlich für das vorliegende Dokument verwendet wird und für 3 Jahre, im Sinne des Art. 37 des DPR Nr. 642/1972, aufbewahrt wird.

  • Gesetz Nr. 68/1999
  • Landesgesetz Nr. 7/2015
  • Beschlusses der Landesregierung Nr. 615/2016

(Letzte Aktualisierung Dienstleistung: 26.07.2017)

Zuständige Einrichtung

19.3. Arbeitsservice
Landhaus 12, Kanonikus-Michael-Gamper-Straße 1, 39100 Bozen
Telefon: 0471 41 86 00
0471 41 86 01
E-Mail: as@provinz.bz.it
PEC: as.sl@pec.prov.bz.it
Website: http://www.provinz.bz.it/arbeit

Termine

  • 31. August eines jeden Jahres für das Ansuchen auf Gewährung des Beitrages für die Anstellung
  • 30. April eines jeden Jahres für das Ansuchen um Auszahlung des im Vorjahr gewährten Beitrages
  • kein Termin besteht für das Ansuchen für die Anpassung des Arbeitsplatzes