Initiativen und Veröffentlichungen

Initiativen und Veröffentlichungen

Initiativen

Am 25. Mai 2017 organisiert das Amt für Entwicklung des Genossenschaftswesens die Tagung „Genossenschaften: Gemeinsam für die Zukunft. Anregungen für die soziale und wirtschaftliche Entwicklung unseres Landes“.
Die Tagung wird in enger Zusammenarbeit mit den in der Provinz Bozen tätigen Genossenschaftsverbänden Raiffeisenverband Südtirol, Confcooperative Bolzano, Legacoopbund und A.G.C.I. Alto Adige-Südtirol organisiert.
Es ist eine Gelegenheit, gemeinsam über die tragende Rolle der Genossenschaften für die Entwicklung unseres Landes zu reflektieren und Anregungen für die Zukunft zu holen, zusammen mit

Christian Tommasini - Landeshauptmannstellvertreter und Landesrat für das Genossenschaftswesen

Prof. Vera Negri Zamagni – Professorin an der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften der Universität von Bologna
“Mögliche Herausforderungen für Genossenschaften”

Prof. Harald Pechlaner – Leiter des Instituts für Regionalentwicklung – EURAC
“Der Beitrag von Genossenschaften zur nachhaltigen regionalen Entwicklung – Prämissen und Möglichkeiten”

Theodor Lanthaler  - Geschäftsführer EUM. Energie- und Umweltbetriebe Moos Genossenschaft
“EUM, ein Erfolgsmodell im Hinterpasseier”


Dr. Alessandra Berloffa – Präsident des Verbandes für Sozialgenossenschaften Joti
“Zusammenarbeit zwischen Genossenschaften: das Paradigma von Joti”

 






Progetto Social Innovacoop 2015

Projekts Social Innovacoop 2015

Im Rahmen des Projekts "Social Innovacoop 2015" haben Studenten der Freien Universität Bozen innovative Ideen für Sozialgenossenschaften entwickelt. Bei der Abschlussveranstaltung zum Projekt, welche am 27. Jänner 2016 in der Uni Bozen stattgefunden hat, haben die Studenten ihre Ideen vorgestellt.

Das Projekt "Social Innovacoop 2015", das mit Unterstützung des Landes durchgeführt wurde, zielt auf Erneuerung und Innovation im Bereich der Sozialgenossenschaften ab. Studenten sollten im Rahmen eines Praktikums innovative Ideen für die Sozialgenossenschaften ausarbeiten und dabei die Welt der Genossenschaften aus der Nähe kennenlernen. Zugleich ging es darum, neue proaktive Maßnahmen zur Arbeitsförderung zu finden, Prozesserneuerungen der Dienstleistungen im Welfare-Sektor auf den Weg zu bringen, einen Mehrwert in den Bereichen Kultur und Umwelt zu schaffen und kompetitive Unternehmensmodelle- und netzwerke sowie neue Formen der Zusammenarbeit zu entwickeln, um über den begrenzten Handlungsspielraum von Kleinstunternehmen hinaus agieren zu können.

Das Genossenschaftswesen hat es sich zur Aufgabe gemacht Voraussetzungen zu schaffen, welche das Ziel haben, die Jugend für die Tätigkeit im Sozialwesen zu gewinnen, um so eine nachhaltige Entwicklung in diesem bedeutsamen Bereich gewährleisten zu können.
Eine Annäherung des Jugendlichen an die Themen ehrenamtlicher Tätigkeit, Solidarität und Wohlfahrt ist durch Sommerpraktika in Sozialgenossenschaften ermöglicht worden. Das Praktikum in der Sozialgenossenschaft ist für Jugendliche im Alter von 16 bis 25 Jahren konzipiert und soll den Praktikant/Innen die Gelegenheit bieten, sich mit Berufstätigen und der gesellschaftlichen Realität in Südtirol auseinander zu setzen.
Dieses vom Assessorat für Genossenschaften finanzierte Projekt hat die Neugierde der Jugendlichen für Sozialgenossenschaften geweckt, ihr Verantwortungsbewusstsein geschult und es ihnen ermöglicht, sich menschlich weiter zu entwickeln.

Mit Dekret vom 09.12.2013, Nr. 425/34.2 wurden die Genossenschaftsverbände Raiffeisenverband Südtirol, Bund der Genossenschaften und Confcooperative Bozen unter der Federführung des Raiffeisenverbandes Südtirols ermächtigt, das Projekt"Das Konsumgenossenschaftswesen" durchzuführen.

Die primären Ziele des durchgeführten Projektes sind: die Stärkung der Südtiroler Konsumgenossenschaften, die Erhöhung der Mitgliederbindung, die Einbindung lokaler Produzenten und die Vermarktung der lokalen Produkte.

Die behandelten Themen sind:

Datensammlung, Analyse und Sofortmaßnahmen

  1. Sammlung von Daten und Analyse
  2. Verbreitung des Konsumgenossenschaftsgedankens und Sensibilisierung der Bevölkerung für die Nahversorgung
  3. Aufbau von Kompetenzen der Genossenschaften
  4. Weiterbildung der Mitarbeiter und Ideensammlung

Das Blaue Haus und seine Geschichte

Targa

Zum Internationalen Jahr der Genossenschaften im Jahre 2012 hat das Amt für die Entwicklung des Genossenschaftswesens am ehemaligen Sitz der Raiffeisen-Genossenschaftsbewegung dem "Blauen Haus" in der Gerbergasse in Bozen eine Gedenktafel angebracht.

Die Geschichte des Genossenschaftswesens ist mit dem sogenannten "Blauen Haus" in Bozen sehr eng verbunden. Mit der Enteignung durch das faschistische Regime ging eine Ära zu Ende.

Nicht ohne Wehmut denken alte Genossenschaftler an "Das blaue Haus" und seine ursprüngliche Zweckbestimmung zurück. Im Jahre 1912 nach Plänen des Architekten Walter Norden errichtet, beherbergte das Haus, das durch den eigentümlichen trapezförmigen Grundriss auffällt, zunächst den Verband der Raiffeisen-Vereine und landwirtschaftlichen Genossenschaften Deutschtirols. Nach dem Ersten Weltkrieg residierte der 1919 gegründete Revisionsverband der Raiffeisenvereine und landwirtschaftlichen Genossenschaften Bozen im "Blauen Haus". Ab September 1921 war es zudem Sitz der landwirtschaftlichen Zentralkasse, die in erster Linie als Geldausgleichsstelle fungierte.

Erste Blütezeit

Bis zum Ausbruch des Ersten Weltkriegs war die Entwicklung des Genossenschaftswesens durch stetiges Wachstum gekennzeichnet: 1914 bestanden in Südtirol 125 Spar- und Darlehenskassenvereine, 35 Konsumgenossenschaften, jeweils 18 Sennerei- und 18 Kellereigenossenschaften sowie eine Obstgenossenschaft im Burggrafenamt. 1925 erreichte die Anzahl der Raiffeisenkassen den Höchststand von 135. Die tolomeische Italianisierungspolitik, die Abwanderung vieler Fachkräfte als Folge der Option und die Weltwirtschaftskrise trieben später viele Kassen in den Ruin. Im Zeitraum 1934 bis 1944 wurden 78 von 135 Raiffeisenkassen geschlossen.

Enteignung

Die große Zäsur brachte die Besetzung des Genossenschaftshauses im Jahre 1926 durch die faschistische Korporation der Landwirte. Mit der Machtergreifung durch die Faschisten wurde das Ende des politisch unabhängigen Raiffeisen-Genossenschaftswesens eingeleitet. Den Todesstoß markierte schließlich die Enteignung des Genossenschaftshauses und der Zerschlagung der Zentralkasse durch einen faschistischen Überfall während der Vollversammlung im Jahre 1927.

Landesregierung als neuer Eigentümer

Im Jahre 1994 übte das Land Südtirol sein Vorkaufsrecht aus und kaufte das denkmalgeschützte Gebäude. "Das Blaue Haus" wurde zunächst an die regionale Bank "Mediocredito" vermietet bis ein Teil der Landesabteilung Informationstechnik und 2004 die Abteilung Europaangelegenheiten einzog.

(Quelle: Raiffeisenverband Südtirol)

Veröffentlichungen

Was kostet die Welt?

"Was kostet die Welt?" ist ein gemeinsames Projekt von Raiffeisen, Confcooperative und dem Amt für die Entwicklung des Genossenschaftswesens.

Der Film soll die Sorgen, Ängste und Hoffnungen der Südtiroler Jugendlichen aufzeigen und sie zu einem bewussten Umgang mit Geld sensibilisieren.

Es spricht Themen an, wie Tradition, soziale Zusammengehörigkeit und Wirtschaft, wo das Genossenschaftswesen eine geeignete Lösung anbieten kann.

Der Film wurde unter der Regie von Jochen Unterhofer und dem Drehbuch von Selma Mahlknecht mit Musik von Eva Lageder produziert.

Der Kurzfilm ist im Medienverleih des Amtes für Film und Medien zum Verleih erhältlich.

Sozialgenossenschaften stellen sich vor.

Ein Film von G.News Production mit der Unterstützung vom Amt für die Entwicklung des Genossenschaftswesens.

Bericht und Entwicklungsstrategien des Genossenschaftssektors

Der Studie "Bericht und Entwicklungsstrategien im Genossenschaftswesen" wurde dem Euricse (European Research Institute on Cooperative and Social Enterprises) in Auftrag gegeben, um Strategien zur Entwicklung und Stärkung des Genossenschaftswesens  aufzuzeigen.

Volume

Die Broschüre mit dem Titel "Die Genossenschaft und ihre Finanzierung. Ein kleiner Ratgeber für den Zugang zum Bankkredit" wurde unter der Leitung des Oscar Kieswetter, Experten in den Sektoren Bank- und Kreditwesen in enger Zusammenarbeit mit den vier Südtiroler Genossenschaften, AGCI, Confcooperative, Legacoopbund und Raiffeisenverband erstellte.
Es wurde ein eigenes Arbeitskomitee eingerichtet, in welchem Personen mitarbeiten, die von den Interessenverbänden und von den Fonds für die wechselseitige Unterstützung und Entwicklung der Genossenschaftswesens ernannt wurden, bzw. welche Fachleute aus dem Banksektor und Führungskräfte der lokalen Garantiegenossenschaften sind..
In dem "Handbuch" sind alle gesammelten Informationen und Instrumente zusammengefasst, die eine Genossenschaft für korrekte Beziehungen mit den Banken benötigt; dieses Handbuch soll eine Unterstützung der täglichen Arbeit für all jene sein, deren Aufgabe die Führung einer Genossenschaft ist.

Photo Buch Zwischen Selbshilfe und Marktlogik

Das Buch ist im Auftrag des Landesressorts für Genossenschaften und in Zusammenarbeit mit den Genossenschaftsverbänden entstanden. Ausgehend von den Anfangsjahren und den ersten Schritten in Landwirtschaft und Kreditwesen werden so rund 130 Jahre Genossenschaftsbewegung - bis hin zu den neueren Entwicklungen in Wohnbau und Sozialwesen - abgedeckt. Zudem gehen die Autoren im Buch auch der Frage nach der wirtschaftlichen und sozialen Bedeutung der Genossenschaften in Südtirol nach.

Das Buch ist im Handel erhältlich (Edition Raetia).