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Filmförderung: Geld für zehn Filme - Everest-Drama mit Hollywood-Star

Zehn Filme, von der Dolomiten-Doku über die Hochzeits-Komödie bis zum Everest-Drama, werden im Rahmen des dritten Calls 2013 mit Mitteln der Südtiroler Filmförderung unterstützt. Investiert werden rund zwei Millionen Euro, der unmittelbare Mehrwert, der Südtirol-Effekt beläuft sich auf über 4,2 Millionen Euro. Zum Dreh erwartet wird unter anderen Hollywood-Star Jake Gyllenhaal.

Fünf Millionen Euro stellt die Landesregierung jährlich für die Förderung von Filmen zur Verfügung, die in Südtirol gedreht werden. "Wir schreiben dabei vor, dass mindestens 150 Prozent der Fördersumme wieder in Südtirol investiert werden, also etwa in die Unterbringung und Verpflegung des Filmteams, in die Unterstützung durch die heimische Filmwirtschaft oder in Arbeiten Südtiroler Handwerker", so Landeshauptmann Luis Durnwalder. Heute (09.12.2013) hatte die Landesregierung über die von Landesrat Thomas Widmann eingebrachte Liste der förderungswürdigen Filme zu entscheiden, die von der bei der Marketingagentur BLS angesiedelten Fachjury aus den im Rahmen des dritten Calls 2013 eingereichten Projekten herausgearbeitet worden war.

Zehn Filme werden demnach mit Südtiroler Filmförderungs-Mitteln - genauer: mit knapp über zwei Millionen Euro - unterstützt, der Südtirol-Effekt beläuft sich auf rund 4,23 Millionen Euro. Herausragendes Projekt ist dabei eine britische Produktion, die das Drama rund um eine kommerzielle Everest-Expedition 1996 nacherzählen wird. Geplant sind 28 Drehtage am Schnalstaler Gletscher, zu den Stars des Films gehören Jake Gyllenhaal ("Brokeback Mountain"), Josh Brolin ("Men in Black 3") und Jason Clarke ("The Great Gatsby"). Gefördert wird der Film mit dem Arbeitstitel "Everest" mit 700.000 Euro, allein dieser Film wird aber rund 2,1 Millionen Euro an Südtirol-Effekt erwirtschaften.

Den kryptischen Titel "AOTLHZ" trägt dagegen eine Komödie von Regisseur Dominik Hartl, die von einer österreichischen Produktionsgesellschaft komplett in Südtirol gedreht wird. In diesen Film fließen 330.000 Euro an Fördergeldern, 660.000 Euro sind als Südtirol-Effekt vorgesehen. Eine römische Produktionsgesellschaft will dagegen ein Drama mit dem Titel "Caffè" in Rabland und Bozen drehen, gefördert wird dieses Projekt mit 300.000 Euro. 250.000 Euro fließen dagegen in das Kindesentführungs-Drama "Un confine incerto" von Regisseurin Isabella Sandri. Das italienische Komödien-Urgestein Carlo Vanzina wird dagegen 13 Tage lang in Bozen und Meran filmen. "Un matrimonio da favola" mit Emilio Solfrizzi und Stefania Rocca wird mit 200.000 Euro unterstützt.

Auch eine Dokumentation über "medica mondiale"-Gründerin Monika Hauser findet sich unter den geförderten Projekten. Die Doku mit dem Arbeitstitel "Woman in War" von Evi Oberkofler und Judith Eisenstecken wird mit 95.000 Euro gefördert. 70.000 Euro gehen dagegen an "Perseverance", eine Produktion der Bozner Filmberg GmbH, während eine Dolomiten-Doku von Kurt Mayer mit einer Unterstützung von 55.000 Euro rechnen kann. Auch zwei Förderungen zur Produktionsvorbereitung wurden heute gutgeheißen. Sie gehen an den Film Noir "Il valzer della neve" (20.000 Euro) sowie an das Science-Fiction-Drama "I figli del freddo" (15.000 Euro).

Diskutiert hat die Landesregierung heute auch über eine mögliche Förderung eines Filmprojekts von und mit Reinhold Messner, in dem es um die Dolomiten als Lebensraum gehen soll. "Noch liegt nicht die gesamte Dokumentation zum Projekt vor, weshalb wir eine Förderungszusage noch aufgeschoben haben", so Landeshauptmann Durnwalder heute. "Allerdings sind wir uns des Werbe- und Imagewertes von Reinhold Messner bewusst und haben uns grundsätzlich für eine Förderung ausgesprochen", so der Landeshauptmann.

LPA