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Tourismusentwicklung: Landesregierung mit OK für vier Konzepte

Für die Tourismusentwicklungskonzepte von Partschins, St. Martin in Passeier, Pfitsch und Lajen gab's heute (18. November) grünes Licht von Seiten der Landesregierung. Damit darf das Angebot in den vier Orten um bis zu 1650 Betten und 250 Stellplätze auf Campingplätzen erweitert werden.

Das touristische Angebot in Südtirol hat seit Anfang der 80er quantitativ stetig abgenommen. Schon vor Jahren ist deshalb der bis dahin geltende Bettenstopp aufgehoben worden, allerdings sollte das Wachstum weder ungebremst noch ungeplant erfolgen, weshalb man das Instrument des Entwicklungskonzepts eingeführt hat.

Für touristisch entwickelte und stark entwickelte Gebiete können demnach die Gemeinden ein Konzept vorlegen, wie deren Zonen für touristische Einrichtungen entwickelt oder neue ausgewiesen werden können. Und in diesem Konzept wird auch das maximal realisierbare Bettenkontingent angegeben, für das der Bedarf allerdings anhand objektiver Parameter nachgewiesen werden muss. "Neue Betten sind schließlich nur dort sinnvoll, wo die Auslastung der vorhandenen gut ist, sonst ist in erster Linie auf eine qualitative Entwicklung des vorhandenen Angebots zu setzen", so Landeshauptmann Arno Kompatscher heute.

Die Tourismusentwicklungskonzepte werden zunächst von einer Fachkommission unter die Lupe genommen und danach der Landesregierung vorgelegt. "Wir haben die Aufgabe, die örtliche Entwicklung in einen größeren Rahmen zu stellen", so Kompatscher, der heute darauf verwies, dass in etlichen Gemeinden der Wunsch bestehe, das touristische Angebot weiterzuentwickeln. So auch in den vier Gemeinden, deren Tourismusentwicklungskonzepte der Landesregierung heute vorgelegt worden sind. "Wir haben alle vier Konzepte genehmigt, allerdings im einen oder anderen Fall mit einer geringfügigen Reduzierung des angemeldeten Bedarfs", so der Landeshauptmann.

Jenes für Partschins etwa sah die Steigerung des Angebots um 600 Betten und 250 Campingstellplätze vor, wobei die Landesregierung nach der Empfehlung der Kommission die Anzahl der Stellplätze um hundert gekürzt hat. Die Gemeinde St. Martin in Passeier hat dagegen - nur für den touristisch entwickelten Hauptort - einen Bedarf von 450 Betten angemeldet, auch hier ist die Landesregierung dem Vorschlag der Expertenkommission gefolgt und hat diese Anzahl um hundert gesenkt.

Gekürzt hat die Landesregierung auch in der Gemeinde Pfitsch, die für ihren Hauptort Wiesen 420 Betten zusätzlich zulassen wollte. Die Landesregierung hat davon heute 300 genehmigt. Gänzlich gefolgt ist man dagegen den Vorschlägen der Gemeinde Lajen, die bis zu 400 Betten und 100 Campingstellplätzen zusätzlich errichten darf.

LPA