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Landesregierung genehmigt Einrichtung Sonderbetrieb EOS-BLS-SMG-TIS

Der nächste Schritt zur Verwirklichung des neuen Sonderbetriebes aus dem Zusammenschluss von EOS, BLS, SMG und TIS ist getan: Die Landesregierung hat in ihrer heutigen (20. Oktober) Sitzung die Einrichtung und Satzung des Betriebes, der mit Jänner 2016 seine Tätigkeit aufnehmen wird, beschlossen.

Wein, Äpfel und Speck, Tourismus und Handwerk noch besser gemeinsam vermarkten: Eines der Ziele des neuen Sonderbetriebs.

Die heimische Wirtschaft im In- und Ausland noch wettbewerbsfähiger zu machen, ist das Ziel des neuen Sonderbetriebes, der aus dem Zusammenschluss der vier örtlichen, im Wirtschaftsbereich tätigen Dienstleister entsteht: Business Location Südtirol (BLS), Export Organisation Südtirol (EOS), die Agentur Südtirol-Marketing (SMG) und TIS Innovation Park.

Laut der heute von der Landesregierung gutgeheißenen Satzung wird der Betrieb, der ab 1. Jänner des kommenden Jahres operativ tätig sein wird, folgende Ziele haben:

Erstens die Förderung von Innovation und Wissenstransfer. Gefördert werden sollen etwa die Anwendung von Forschungsergebnissen für Produkte oder innovative Prozesse, die Anwendung neuer Technologien sowie Unternehmen, die sich weiterentwickeln, indem sie in mehr oder bessere Forschungstätigkeit investieren.

Ein weiteres erklärtes Ziel des Sonderbetriebs wird die Förderung des Exports, des Verkaufs und der Werbung für Südtiroler Produkte sein, dies in Zusammenarbeit mit dem Land, der Handelskammer, den Südtiroler Unternehmen und ihren Verbänden.

Zudem wird Südtirol als Wirtschaftsstandort gefördert, einerseits durch Gebietsförderung, andererseits, indem Unternehmen, die sich in Südtirol niederlassen wollen, begleitet und unterstützt.

Die Entwicklung und das Management des Destinations-Marketing sowie der Dachmarke und des Qualitätssiegels durch Kommunikationsinitiativen.

Im heutigen Beschluss wurden auch die Organe des Betriebes definiert: Dazu gehören die Eigentümerversammlung, der Verwaltungsrat samt Vorsitzendem und das Kollegium der Rechnungsprüfer.

Anteilsmäßig wird der Sonderbetrieb zu 60 Prozent in Landeseigentum sein und zu 40 Prozent der Handelskammer angehören.

"Der Betrieb soll als Dienstleister und Denkwerkstatt dienen", sagte Landeshauptmann Arno Kompatscher bei der Pressekonferenz nach der Sitzung der Landesregierung. Dabei sollen aus der Wirtschaft selbst Inputs für die Gesetzgeber kommen. Durch die Zusammenlegung der vier bisherigen Strukturen werden sich laut Kompatscher Synergien ergeben, die nicht nur durch die Vermeidung von Mehrfachbesetzungen im Backofficebereich, wie etwa durch mehrere Lohnbuchhalter, entstehen. "Noch größer sind die Synergieeffekte dadurch, dass wir die Dachmarke noch einheitlicher kommunizieren können. Apfel und Wein hat gleichzeitig einen Werbeeffekt für die Tourismusbranche. Und der Tourismus hat positive Effekte für die Produktion, das Handwerk und die Qualitätsprodukte", so Kompatscher.

Den Namen des neuen Betriebs, seine Struktur und die strategische Ausrichtung werden Landeshauptmann Arno Kompatscher, Handelskammerpräsident Michl Ebner und der designierte Generaldirektor des neuen Sonderbetriebs gemeinsam mit den designierten Führungskräften des neuen Sonderbetriebs am kommenden Freitag, 23. Oktober um 10.30 Uhr bei einer Pressekonferenz im Hotel Sheraton in Bozen vorstellen.

LPA

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