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IDM Südtirol - Alto Adige: Neuer Sonderbetrieb vorgestellt

IDM Südtirol - Alto Adige: So heißt der heute in Bozen vorgestellte Sonderbetrieb von Land und Handelskammer, zu dem die Gesellschaften BLS, EOS, SMG und TIS ab 1. Januar 2016 zusammengeschlossen sein werden. Der Name leitet sich aus drei Begriffen ab, die Programm und Ausrichtung für den neuen Dienstleister der Südtiroler Wirtschaft sein sollen: Innovation, Development und Marketing.

Präsentierten den neuen Sonderbetrieb (v.l.): Handelskammerpräsident Michl Ebner, Landeshauptmann Arno Kompatscher, IDM-Generaldirektor Hansjörg Prast

"IDM generiert und sammelt Ideen für die lokalen Unternehmen und gemeinsam mit ihnen, hilft diese Ideen weiterzuentwickeln sowie umzusetzen und sorgt dann dafür, dass das Endprodukt Sichtbarkeit bekommt", so fassen die beiden Vertreter der Eigentümer, Landeshauptmann Arno Kompatscher und Handelskammerpräsident Michl Ebner, die Aufgaben der neuen Gesellschaft zusammen. Sie wurde heute im Rahmen einer Pressekonferenz im Hotel Sheraton in Bozen vorgestellt.

Für Standort-Marketing, Tourismusmarketing, Innovation und Technologietransfer und Export-Unterstützung wird es künftig in Südtirol einen einzigen Ansprechpartner geben - die IDM Südtirol - Alto Adige. Bereits im Sommer letzten Jahres hatten Landesregierung, Handelskammer und Gemeinde Bozen beschlossen, die vier Wirtschaftsdienstleister im Land zu einem zusammenzufassen. Diese Entscheidung wurde in einem Rahmenabkommen verankert. Das Abkommen besagt, dass das Land Südtirol 60 Prozent und die Handelskammer 40 Prozent des Sonderbetriebs halten werden, und regelt die Schritte zur Realisierung des neuen Sonderbetriebs.

"Die Konkurrenz wird größer, die Budgets müssen noch effektiver eingesetzt werden. Wenn Südtirol wettbewerbsfähig bleiben will, müssen wir alle Kräfte und Mittel im Sektor Wirtschaft vereinen und straff bündeln. Das gelingt am besten, indem wir alle Dienstleistungen unter einem Dach zusammenfassen", begründet Landeshauptmann Arno Kompatscher diesen Schritt. Miteigentümer und Handelskammerpräsident Michl Ebner erklärt dazu: "Südtirols Unternehmen brauchen einen starken Partner an ihrer Seite. Der neue Sonderbetrieb kann ihnen durch noch effizientere Dienstleistungen helfen, fitter für die Märkte zu werden. Zudem ist durch zwei Beiräte gewährleistet, dass sich die Wirtschaft direkt in die Arbeit der IDM einbringen kann."

Südtirols Unternehmen wettbewerbsfähiger und das Land zum begehrtesten Lebensraum Europas machen: Das ist das Ziel von IDM, niedergeschrieben im Leitsatz der Organisation. "Erreichen wollen wir das durch kundenorientierte Dienstleistungen in den Bereichen Innovation, Export und Investment-Promotion. Zudem soll unser Sonderbetrieb die wirtschaftliche Entwicklung des Standorts maßgeblich mitlenken und Südtirol und seine Produkte effizient vermarkten", sagt Hansjörg Prast, der designierte Generaldirektor der IDM. Somit habe IDM zwei große Zielgruppen: Einerseits die Zielgruppen am Markt, also z.B. potenzielle Südtirol-Urlauber oder Unternehmen, die sich am Wirtschaftsstandort Südtirol ansiedeln wollen, andererseits die Südtiroler Unternehmen, welche die Dienstleistungen von IDM nutzen werden.

Um diese ambitionierten Ziele zu erreichen, habe man die vier bisherigen Organisationen aufgelöst und nach Kompetenzen in drei großen Abteilungen neu geordnet, so Prast. Die Abteilung Development befasst sich mit Innovationsförderung, der Erfassung von Trends und Entwicklung von Ideen für den Standort Südtirol. Geleitet wird sie von Hubert Hofer. Die Abteilung Sales Support gibt unter der Leitung von Markus Walder Unternehmen Hilfestellung am Markt in Bereichen wie Verkaufsförderung, Messen, Internationalisierung. Die Abteilung Communication mit Leiter Marco Pappalardo an der Spitze vereint alle Kompetenzen rund um PR und Kommunikation am Markt in sich. Unterstützt werden alle drei Abteilungen von der Administration unter den Fittichen von Andrea Zabini.

"Über sogenannte Key Accounts werden alle Themen, mit denen sich IDM in den nächsten Jahren befassen wird, an die Struktur angedockt. Das sind etwa alle Sektoren des Agrarmarketings oder auch die neu angedachten Regionaleinheiten der Tourismusbranche. Je nach Kompetenzen werden diese Themen dann quer über die gesamte Organisation gespielt", erklärt Hansjörg Prast. Im sogenannten Think Tank werden zudem zeitlich begrenzte Projekte bearbeitet, die Südtirol beschäftigen, wie etwa ein Expo-Auftritt. Zwei Beiräte zu den Bereichen Innovation & Export und Marketing garantieren, dass die Wirtschaft ihre Erfahrungen mit einfließen lassen kann.

Insgesamt wird IDM Südtirol - Alto Adige etwa 170 fest angestellte Mitarbeiter haben. Seinen Sitz hat der Sonderbetrieb am Pfarrplatz im jetzigen Sitz der SMG. Die einzelnen Abteilungen werden auf die derzeitigen Räumlichkeiten von EOS, SMG, TIS und Handelskammer aufgeteilt, mittelfristig soll es aber einen einzigen Sitz geben, mit einer Außenstelle im künftigen Technologiepark. Das Arbeitsprogramm für die nächsten drei Jahre ist gerade im Entstehen, für die operative Arbeit steht der Organisation 2016 ein Budget von etwa 40 Millionen Euro zur Verfügung. Die Satzung des Sonderbetriebes sieht einen sechsköpfigen Verwaltungsrat vor, der sich aus Vertretern der Wirtschaft zusammensetzt. Vier Verwaltungsräte werden dabei vom Land ernannt, zwei von der Handelskammer. Den Vorsitz wird eine Präsidentin oder ein Präsident haben.

LPA

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