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Tourismusentwicklungskonzepte für das Schnalstal und Montan genehmigt

Den Weg frei gemacht hat die Landesregierung für zusätzliche Bettenkontingente in den Gemeinden Schnals und Montan.

Dem Schnalstal wurden zusätzliche 250 Betten genehmigt, damit ein neues Hotel entstehen kann. Im Bild: Skifahrer auf der Höhe der Bergstation Grawand. Foto: www.schnalstal.it - Mario Entero

Die Landesregierung hat auf Empfehlung von LH Kompatscher die beiden Entwicklungskonzepte für den Tourismus im Schnalstal und in Montan in der heutigen Sitzung (10. Mai) genehmigt.

Im Schnalstal soll möglicherweise ein neues Hotel der gehobenen Kategorie mit 550 Betten entstehen, und zwar mit verteilten Chalets. Das Tourismusentwicklungskonzept aus dem Jahr 2010 sah eine Erweiterung von insgesamt 550 Betten und 100 Campingstellplätzen vor. Falls der Neubau zustande käme, blieben aber keine weiteren Betten mehr für schon bestehende Beherbergungsbetriebe zur Verfügung. Deshalb hat die Gemeinde Schnals um eine Erhöhung des Kontingents um 250 Betten für neue Betriebe angesucht. Wie üblich, hat die Landesregierung eine Arbeitsgruppe mit Fachleuten namhaft gemacht, die das Ansuchen bewertet und in Folge als sinnvoll beurteilt haben.

Etwas anders die Situation in Montan. Die auf einem Hang über Auer gelegene Ortschaft hat im März dieses Jahres ihr erstes Tourismusentwicklungskonzept eingereicht. Seit 2008 sind Südtirols Gemeinden angehalten, mithilfe eines solchen Konzeptes Argumente für die Genehmigung weiterer Bettenkontingente zu liefern. Das auf 497 Metern Meereshöhe gelegene Dorf ist mit seinen 1.633 Einwohnern in den letzten 20 Jahren ähnlich stark gewachsen wie das übrige Südtirol. Die Bettenkapazitäten sind hingegen in den letzten 30 Jahren infolge von Betriebsauflassungen auf die Hälfte geschrumpft. Andererseits liegt das Verhältnis zwischen Betten insgesamt und Einwohnern heute bei 0,41 Prozent, ähnlich hoch wie im landesweiten Schnitt.

Die Gemeinde Montan wollte sich also für den Fall rüsten, dass interessierte Unternehmer in Zukunft um die Ausweisung neuer Tourismuszonen ansuchen würden. Im Tourismusentwicklungskonzept von Montan ist eine Erweiterung des Kontingents um maximal 100 Campingstellplätze und 350 Betten vorgesehen, davon 250 für neue Beherbergungsbetriebe. Nachdem die vom Land Südtirol eingesetzte Arbeitsgruppe auch für dieses Ansuchen grünes Licht gegeben hat, hat es die Landesregierung heute genehmigt.

LPA

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