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Kriterien für die Exportförderung formell angepasst

Ansuchen für die Bezuschussung von Internationalisierungsmaßnahmen müssen heuer bis 31. August eingereicht und mit einer detaillierten Kostenplanung versehen sein.

Eine hohe Exportrate macht auch kleinere Unternehmen weniger abhängig von ihren herkömmlichen Märkten. Foto: www.provinz.bz.it/news - Landeszivilschutz

„EU-Bestimmungen und das neue System für die Harmonisierung öffentlicher Haushalte haben es notwendig gemacht, ein paar formelle Korrekturen an den Kriterien der Exportförderung anzubringen“, erklärte Landeshauptmann Arno Kompatscher bei der heutigen Landespressekonferenz (17. Mai).

Detaillierte Plankostenaufstellung muss nachgereicht werden

Die dementsprechend angepassten Zugangskriterien zur Bezuschussung von Internationalisierungsbemühungen der Unternehmen sehen laut heutigem Beschluss der Landesregierung vor, dass alle Ansuchen des Jahres 2016 mit einer detaillierten Plankostenaufstellung und mit einem zeitlichen Ablaufplan ergänzt werden. Dies betrifft zum einen jene Ansuchen, die noch eingereicht werden, als auch die, die seit Jahresbeginn eingereicht wurden. Der letzte Termin, um Ansuchen und ergänzende Aufstellungen einzureichen, ist in diesem Jahr der 31. August. Alle heurigen Ansuchen werden noch im laufenden Jahr bewertet und die Unternehmen erhalten vor Jahresende die eventuellen Genehmigungen, so dass sie eine größere Planungssicherheit erhalten als bisher.

Die Korrekturen sehen außerdem vor, dass die Gewährung der Beihilfe bei Gesuchstellung erfolgt und die Abrechnungen über die Investitionen jährlich eingereicht werden, auch wenn sich die Fördermaßnahme über mehrere Jahre erstreckt. „Dies dürfte auch den Unternehmen entgegenkommen. Denn sie können so die Fördermaßnahmen in ihrer Jahresabschlussrechnung verlässlich einrechnen, weil nun die Beihilfen bereits aufgrund von Kostenvoranschlägen genehmigt und dann sukzessive bei Rechnungslegung ausbezahlt werden“, sagte der Landeshauptmann.

Das Land Südtirol unterstützt bekanntlich die Internationalisierung der Südtiroler Unternehmen, sprich Messen und Ausstellungen, Marktanalysen, Initiativen zur Eroberung neuer Märkte und Polizzen für Exportkredite. Die Zuschüsse betragen wie bisher die Hälfte der diesbezüglich getätigten Investitionen, bei den Marktanalysen und Produktinitiativen ist die anerkannte Investitionssumme nach oben hin begrenzt. „Im Herbst stehen außerdem noch inhaltliche Neuerungen an, die wir mit den jeweiligen Interessenvertretern absprechen werden“, sagte Kompatscher.

Ausfuhrvolumen um 16,2 Prozent gesteigert

„Eine höhere Exportorientierung ermöglicht es den Südtiroler Unternehmen, sich ihre Märkte leichter auszusuchen – beispielsweise jene, wo eine höhere Rentabilität erwartet wird“, sagte Kompatscher. „Außerdem macht es auch kleinere Unternehmen weniger abhängig von konjunkturellen Schwankungen der herkömmlichen Märkte.“ Laut aktuellsten Astat-Erhebungen konnten die Südtiroler Unternehmen ihr Ausfuhrvolumen 2015 noch einmal um 9,8 Prozent steigern und erzielen den Rekordwert von 4.358,3 Millionen Euro.

Weitere Informationen sind online unter http://www.provinz.bz.it/wirtschaft/4659.asp ersichtlich.

LPA

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