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Filmförderung: Neun Projekte genehmigt

Die Landesregierung hat die Bezuschussung von Filmproduktionen mit insgesamt 142 Drehtagen genehmigt – der Südtiroleffekt beträgt knapp 4 Millionen Euro.

Um öffentliche Zuschüsse zu erhalten, müssen die Filmprojekte einen hohen Südtiroleffekt erzeugen. Im Bild: Die Dreharbeiten zu „Luis Trenker – Der schmale Grat der Wahrheit“ Foto: Roxy Film / Christian Hartmann

„Einen Südtirolbezug haben und einen hohen sogenannten Südtiroleffekt erzeugen müssen die Filmprojekte, die für eine Förderung infrage kommen“, sagt Landeshauptmann Arno Kompatscher bei der heutigen Landespressekonferenz (28. Juni). Heute Vormittag hat er die von der Kommission der Südtiroler Filmförderung ausgewählten neun Filmprojekte der Landesregierung vorgelegt und für Zuschüsse im Wert von insgesamt 1,79 Millionen Euro grünes Licht erhalten. Mehr als doppelt so viel, nämlich 3,945 Millionen Euro beträgt der Südtiroleffekt dieser Zuschüsse. Darunter versteht man jenen Umsatz der Produktionsfirmen, der dem Wirtschaftsstandort Südtirol zugute kommen wird. „Denn die Produktionsfirmen müssen mindestens 150 Prozent des Zuschussbetrages in Südtirol ausgeben, in diesem Fall sind es sogar mehr als 220 Prozent“, sagt der Landeshauptmann. Im Südtiroleffekt noch nicht eingerechnet ist der Werbeeffekt für die Tourismusdestination Südtirol, der schwer zu beziffern ist. Bei der Bewertung fällt beispielsweise auch die Anzahl der Drehtage in Südtirol ins Gewicht, denn sie sind es, die am Ende diesen Werbeeffekt verstärken. Bei diesen neun Produktionen wird an 142 Tagen in Südtirol gedreht.

Von Vorteil für die Bewertung ist es zudem, wenn die Projekte in der Produktionsvorbereitung einen Bezug zu Südtirol aufweisen und Südtiroler Künstler oder Unternehmen einbeziehen. „Aus all diesen Gründen bin ich nach wie vor überzeugt, dass diese Steuermittel gut investiert sind“, unterstreicht der Landeshauptmann. Mittlerweile sei eine kleine, erfolgreiche Dienstleisterbranche rund um die Filmproduktionen in Südtirol entstanden. Auch die Wertschöpfung bei dieser Art von Dienstleistungen ist verhältnismäßig hoch.

Dies ist der zweite sogenannte Call in diesem Jahr, insgesamt 25 Projekte hatten diesmal um Förderung angesucht. Die acht Projekte des ersten Einreichtermins hat die Landesregierung am 22. März genehmigt. Betreut werden die Filmprojekte von einem Team der Abteilung Filmförderung des Wirtschaftsdienstleisters IDM. Diese veröffentlicht heute eine ergänzende Pressemitteilung mit näheren Informationen zu den bezuschussten Filmen. Hervorzuheben sind ein TV-Krimi („Schlussrechnung“) mit den bekannten Schauspielern Tobias Moretti und Robert Palfrader, ein Bergsteiger-Dokumentarfilm mit Reinhold Messner als Regisseur, ein Kinderfilm mit Fritz Karl und eine italienische Komödie („Mister Felicità“). Letztere Produktion generiert sogar vier Mal soviel Umsatz in Südtirol wie sie Zuschüsse erhält.

LPA

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