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Sicherheitskennzeichnung

Muster für die Sicherheitsbeschilderung für Lagerräume mit kontrollierter Atmosphäre in den Obstmagazinen (PDF)

Brandverhütung

Der Ausgangspunkt für die Durchführung einer korrekten Arbeitsorganisation ist der bekräftigte Grundsatz im gesetzesvertretenden Dekret vom 09. April 2008, Nr. 81, wonach der Arbeitgeber auf die Sicherheitskennzeichnung zurückgreifen muß, falls jene Risiken, die zum Zeitpunkt der laut Artikel 28, Absatz 1 durchgeführten Risikobewertung erhoben wurden, nicht zu vermeiden oder mittels Maßnahmen, Methden, Organisationssystemen oder kollektiven Schutzmaßnahmen nicht ausreichend einzuschränken sind. Die Sicherheitskennzeichnung muss den Vorgaben des Titel 5 -  Art. 163  und den Vorschriften laut Anhängen XXIV bis XXXII, entsprechen.

Im Allgemeinen hat der Projektant des Arbeitsplatzes bzw. der Anlage stets dafür Sorge zu tragen, dass folgende Faktoren die Wirksamkeit einer guten Kennzeichnung nicht beeinträchtigen:

  • Vorhandensein gleichartiger Sicherheitstafeln, die zu visueller und akustischer Verwirrung führen;
    Insbesondere sind folgende Hinweise zu beachten:
    • die Anbringung zu vieler Schilder auf engem Raum vermeiden
    • vermeiden, dass die Anzeigeeinrichtungen oder -vorrichtungen schlecht geplant, unzureichend vorhanden, unlogisch plaziert und schlecht gehalten werden oder funktionsunfähig sind
    • die Sicherheitsvorrichtungen regelmäßig säubern, entsprechend warten, überprüfen und reparieren und im Falle ersetzen, damit sie ihre Funktionseigenschaften wahren können
    • die Anzahl und der Standort der anzubringenden Anzeigeeinrichtungen- und vorrichtungen müssen dem Risikoausmaß, der Gefahr und der Größe des abzudeckenden Bereichs entsprechen
    • für elektrisch betriebene Schilder bei Störungen der Elektroanlage eine Notstromversorgung gewährleisten


Allgemeine Vorschriften für die Sicherheitskennzeichnung


A) Eigenschaften
die Bildzeichen sind einfach, übersichtlich und verständlich zu gestalten;
das Material, aus dem die Schilder erzeugt sind, muß Stößen, Unwetter und Umwelteinflüssen standhalten können;
Größe und Farbeigenschaften der Schilder müssen deutlich erkennbar und übersichtlich sein
In jedem Fall darf die Größe der Schilder nicht kleiner sein als:
A>L/2000 wo:
A=Schildoberfläche in m, L=der Abstand in Metern, an dem das Schild erkennbar ist.

B) Einsatzbedingungen
Bei der Anbringung der Schilder müssen eventuelle Hindernisse berücksichtigt werden; die Schilder sind auf Augenhöhe zu befestigen.
Reicht die natürliche Beleuchtung nicht aus, müssen fluoreszierende Farben, reflektierende Materialien oder eine künstliche Beleuchtung nachhelfen.

  • Rettungsschilder

    Die Rettungsschilder haben die Form eines Quadrats oder Rechtecks und tragen weiße Bilderschriftzeichen auf grünem Hintergrund (die Grünfläche muß dabei mindestens 50% der Schildoberfläche abdecken).

    Rettungsschilder Rettungsschilder Rettungsschilder
    Rettungsschilder Rettungsschilder Rettungsschilder
    Rettungsschilder Rettungsschilder Rettungsschilder
    Rettungsschilder Rettungsschilder Rettungsschilder
    Rettungsschilder Rettungsschilder Rettungsschilder
    Rettungsschilder Rettungsschilder Rettungsschilder
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    Rettungsschilder Rettungsschilder Rettungsschilder
    Rettungsschilder Rettungsschilder Rettungsschilder
    Rettungsschilder Rettungsschilder Rettungsschilder

    Richtungs-Angabe (nur mit anderen Rettungszeichen

    Rettungsschilder Rettungsschilder Rettungsschilder
    Rettungsschilder Rettungsschilder Rettungsschilder
  • Brandschutzschilder

    Die Brandschutzschilder haben die Form eines Quadrats oder Rechtecks und tragen weiße Bildzeichen auf rotem Hintergrund (die Rotfäche muß dabei mindestens 50% der Schildoberfläche abdecken).
    Die Schilder müssen dauerhaft angebracht sein.

    Brandschutzschilder Brandschutzschilder Brandschutzschilder
    Brandschutzschilder Brandschutzschilder Brandschutzschilder
    Brandschutzschilder Brandschutzschilder Brandschutzschilder
    Brandschutzschilder Brandschutzschilder Brandschutzschilder
    Brandschutzschilder Brandschutzschilder Brandschutzschilder
    Brandschutzschilder Brandschutzschilder Brandschutzschilder
    Brandschutzschilder Brandschutzschilder Brandschutzschilder
    Brandschutzschilder Brandschutzschilder Brandschutzschilder

    Indicazione di direzione (solo in assoc. con altri segnali)

    Brandschutzschilder Brandschutzschilder Brandschutzschilder
    Brandschutzschilder Brandschutzschilder Brandschutzschilder
    Brandschutzschilder Brandschutzschilder Brandschutzschilder
    Brandschutzschilder Brandschutzschilder Brandschutzschilder
  • Verbrennungstheorie

    • Der Feuerkreis

    Der Feuerkreis
    Damit sich ein Brand ausbreitet, sind 3 Voraussetzungen im sogenannten Feuerdreieck notwendig:

    Diese Voraussetzungen sind:

    • Brennstoff,
    • Wärme (Entzündungstemperatur),
    • Sauerstoffträger (Sauerstoff-Luft).

    Fehlt eine Voraussetzung, kann kein Feuer entstehen.

    Zur Brandverhütung gilt es daher keine potenziellen Brennstoffe in der Nähe von brandverursachenden Hitzequellen aufzubewahren.

    In der Folge werden einige Schlüsselbegriffe definiert:

    Brand:
    Ist die Verbrennung im weiteren Sinne, die einen Schaden an Gebäuden, Materiallagerstätten, Wäldern, Transportmitteln usw. verursacht.
    Der Sauerstoffträger ist im allgemeinen der Luftsauerstoff.

    Flamme:
    Ist die heftige chemische Reaktion zwischen Brennstoff und Luftsauerstoff (Sauerstoffträger) mit gleichzeitiger Entwicklung von Wärme und Lichterscheinung.

    Brennstoff:
    Ist jedes brennbare Material (Holz, Kohle, Erdöl usw.).

    Sauerstoffträger:
    Die Luft, die wir einatmen, setzt sich aus folgenden Bestandteilen zusammen:

    • 78% Stickstoff,
    • 21% Sauerstoff,
    • 1% andere Gase.

    Der Sauerstoffträger besteht daher aus dem Luftsauerstoff.
    Die Verbindung zwischen Sauerstoff und Brennstoff ist die Grundvoraussetzung für den Verbrennungsprozeß.

    Verbrennung:
    Ist die chemische Erscheingung, die durch Oxydation der im Brennstoff vorhandenen Kohlenstoff- und Wasserstoffatome entsteht. Bei der Verbrennungsreaktion herkömmlicher Brennstoffe (Holz, Kohle, Erdöl usw.), die sich vorwiegend aus Kohlenstoffen und Wasserstoffen zusammensetzen, vereinigt sich der Luftsauerstoff (Sauerstoffträger) mit dem Wasserstoff (bildet dabei Wasser - H2O in Form von Dampf) und mit dem Kohlenstoff (bildet dabei Kohlendioxid (CO2), Kohlenmonoxid, Rauch).
    Einige Brennstoffe entwickeln bei der Verbrennung gefährliche Gase und Dämpfe.

    Entzündungs- oder Feuertemperatur:
    .Um den Verbrennungsproze sszu starten, ist, wie bei jeder chemischen Reaktion, der Faktor Wärme Voraussetzung.
    Der Brennstoff brennt erst dann, wenn die Entzündungs- oder Feuertemperatur erreicht ist.
    In der Folge wird bei der Verbrennungsreaktion Wärme erzeugt, die es erlaubt, den Verbrennungsprozeß aufrecht zu erhalten (sofern Sauerstoff vorhanden ist).

     

     

    Helligkeit der Flamme:

    .Die Helligkeit einer Flamme hängt von den festen Glutteilchen (i.a. Kohlenstoffen) ab, die bei der Verbrennung gespaltet werden und in Verbindung mit dem erzeugten Heißgas leuchten.
    Die Verbrennung von Magnesium und Acetylen erzeugt sehr helle, von Wasserstoff und Kohlenmonoxyd weniger helle Flammen.
    Ein klassisches Beispiel hierfür ist die Kerzenflamme, in der man 3 Helligkeits- und Temperaturzonen unterscheiden kann:

    • die innere kalte Flammenzone, in der keine Verbrennung zustande kommt,
    • die äußere Wärmezone, in der die Verbrennung abgeschlossen ist (d.h. es werden keine festen Teilchen gespaltet und die Zone leuchtet nicht)
    • die helle Zwischenzone, in der die leuchtenden Kohlenteilchen gespaltet werden.

    Flammentemperatur:
    Die Flammentemperatur verändert sich je nach Beschaffenheit der brennbaren Substanz. Es folgen einige Beispiele für Flammentemperaturen:

    • Feste Brennstoffe: von 500 bis 800 °C
    • Flüssige Brennstoffe: von 1300 bis 1600 °C
    • Gasförmige Brennstoffe: von 1600 bis 3000 °C

    Einige praktische Beispiele
    Zigarette: von 200 bis 400 °C
    Zündholz: über 600 °C
    Funken: von 600 bis 1000 °C

    Heizwert:
    Jeder Brennstoff entwickelt bei der Verbrennung einen bestimmten Heizwert.
    Der Heizwert gibt die Wärmeenergie an, die ein Kilogramm Brennstoff bei der vollständigen Verbrennung erzeugt.

    • Feste Brennstoffe erzeugen 3.000 bis 9.600 kal/kg
    • flüssige Brennstoffe erzeugen 6.000 bis 10.500 kal/kg
    • gasförmige Brennstoffe erzeugen 5.000 bis 28.000 kal/kg
  • Brand

    Brandklasse A

    Brandklasse A

    Zur Klasse A gehören brennbare Materialien, meist organischer Natur, die unter Glutbildung verbrennen.
    Für diese Brandarten werden in der Regel Feuerlöscher, Haspeln, Hydranten oder andere Wasserlöscher eingesetzt.


    Brandklasse B

    Brandklasse B

    Zur Klasse B zählt man Brände von Flüssigkeiten oder Materialien, die bei Hitze flüssig werden, wie Erdöl, Paraffine, Lacke, Öle, Fette usw.
    Für diese Brandarten eignen sich Schaum-, Pulver- oder Kohlendioxidlöscher


    Brandklasse C Brandklasse C

    Sind Brände von Gasen, wie z.B. Acetylen, Methan, Butanpropan, Wasserstoff usw.
    Das Löschen solcher Brände besteht darin, den Gasfluß durch Schließung des Auffangventils zu unterbrechen.
    Wenn der Brand vor Schließung des Gasventils gelöscht wird, kann es zur Explosion kommen.
    Für diese Brandarten eignen sich Wasserlöscher (nur nebulisiertes Wasser), Kohlendioxid- (CO2) oder Pulverlöscher.


    Brandklasse D

    Brandklasse D

    Sind Brände metallischer Stoffe, wie z.B. Magnesium, Aluminium, Natrium usw.
    Kein Löscher der Brandklasse A und B eignet sich für diese Brandart.
    Im allgemeinen werden dafür Pulverlöscher eingesetzt.


  • Hier folgend eine zusammenfassende Tabelle über die Brandklassen und die entsprechenden Feuerlöscher

    Brand-
    klassen
     WASSER SPRÜH-
    WASSER
    PULVER A B C PULVER D SCHAUM KOHLEN
    DIOXID
     A
    feste Brennstoffe      
     Brandklassen  Brandklassen  Brandklassen  Brandklassen  Brandklassen  Brandklassen
     B
    flüssige Brennstoffe       
     Brandklassen  Brandklassen  Brandklassen  Brandklassen  Brandklassen  Brandklassen
     C
    gasförmige
    Brennstoffe      
     Brandklassen  Brandklassen  Brandklassen  Brandklassen  Brandklassen  Brandklassen
     D
    metallische
    Brennstoffe      
     Brandklassen  Brandklassen  Brandklassen  Brandklassen  Brandklassen  Brandklassen

    Feuerlöscher

    Feuerlöscher sind das schnellste Einsatzmittel zum Löschen eines Brandes. Sie haben grundlegende Bedeutung und finden in der Regel auf allen Arbeitsplätzen Anwendung.
    Feuerlöscher müssen an gut sichtbarer Stelle ein Hinweisschild über die Brandklasse führen.

    Feuerlöscher
    Die Feuerlöscher müssen betriebsbereit gehalten und mindestens alle 6 Monate durch das Fachpersonal im Sinne des Artikels 34 Absatz c) des Dekrets des Präsidenten der Republik vom 27. April 1955, nr. 547 überprüft werden. Die Überprüfung wird auf dem Hinweisschild vermerkt, das gut ersichtlich auf dem Feuerlöscher anzubringen ist und das Datum der letzten Überprüfung sowie den Namen des Überprüfers angibt.

    Die Feuereinrichtungen werden nach ihrer Größe eingestuft. Man unterscheidet:

    Regeln für den richtigen Einsatz von Handfeuerlöschern

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