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Aufnahmebegünstigungen

Stand: August 2016

Begünstigungen für die Aufnahme von jungen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern

  • Lehrlingsvertrag

Beitragsermäßigung bis 31. Dezember 2016: Bis zum 31. Dezember 2016 gelten für Arbeitgeber, die nicht mehr als 9 Arbeitnehmer beschäftigen und Lehrlinge in der Zeit vom 1. Jänner 2012 bis zum 31. Dezember 2016 aufnehmen, folgende Beitragszahlungen: 1,61% des besteuerbaren Einkommens für drei Jahre; für alle Betriebe mit über 9 Beschäftigten betragen die Sozialbeiträge 11,61% für die gesamte Dauer des Lehrlingsvertrages. Die Begünstigung der reduzierten Sozialbeiträge wird im Falle einer Umwandlung des Arbeitsverhältnisses auf unbestimmte Zeit für weitere 12 Monate in Höhe von 10% gewährt.

Reduzierung der Entlohnung: Für die gesamte Dauer des Lehrlingsvertrages ist eine Reduzierung, wie vom Kollektivvertrag bestimmt, vorgesehen.

Steuererleichterungen: Die Kosten, die für die Ausbildung der Lehrlinge entstehen, sind von der IRAP Bemessungsgrundlage ausgenommen.

Gesetzesgrundlage: Artikel 1, Absatz 773, Gesetz 27. Dezember 2006, Nr. 296, in geltender Fassung entsprechender Kollektivvertrag, Artikel 21, Absatz 6, Gesetz 28. Februar 1987, Nr. 56, in geltender Fassung, Rundschreiben NISF Nr. 22/2007, Artikel 22, Absatz 1, Gesetz 12. November 2011, Nr. 183, in geltender Fassung, Artikel 2, Absatz 36, Gesetz 28. Juni 2012, Nr. 92, in geltender Fassung, Artikel 7, Absatz 4, Gesetzesvertretendes Dekret 14. September 2011, Nr. 176, in geltender Fassung, Artikel 25, Absatz 9, Gesetz 23. Juli 1991, Nr. 223, in geltender Fassung;

  • Unbefristete Aufnahme
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Begünstigte: Alle privaten Arbeitgeber mit Ausnahme jener, die Haushaltshilfen und Lehrlinge aufnehmen

Wirtschaftliche Begünstigung: Arbeitgeber, die in der Zeitspanne vom 1. Jänner 2016 bis zum 31. Dezember 2016 Arbeitnehmer mit unbefristetem Vertrag, auch in Teilzeit auf-nehmen, überweisen für 24 Monate nur mehr 60% der Beitragszahlungen und zwar bis zu einem Höchstausmaß von 3.250 Euro für jeden einzelnen Arbeitnehmer im Jahr. Geschuldet sind hingegen die Prämien für die Arbeitsunfallversicherung INAIL, welche während dem Zweijahreszeitraum ordnungsgemäß zu begleichen sind. Die Beitragsermäßigung greift nur dann, wenn die Arbeitnehmer während der letzten sechs Monate vor ihrer unbefristeten Aufnahme keinen unbefristeten Arbeitsvertrag unterhielten.

Gesetzesgrundlage: Artikel 1, Absatz 178 - 180, Gesetz 28. Dezember 2015, Nr. 208, in geltender Fassung;

  • Aufnahme von jungen Eltern

Begünstigte: Privatbetriebe und Genossenschaften

Wirtschaftliche Begünstigung: Für die unbefristete Aufnahme von Personen bis zu 36 Jahren, die minderjährige Kinder haben und arbeitslos sind oder mit einem prekären Arbeitsvertrag (z.B. befristet, mit Projektarbeit) beschäftigt sind, erhält der Betrieb/die Genossenschaft einen Beitrag in Höhe von 5.000 € pro Person. Der Beitrag wird in Form eines Guthabens für die geschuldeten Sozialabgaben gewährt.

Gesetzesgrundlage: Artikel 1, Absätze 72 und 73 des Gesetzes vom 24. Dezember 2007, Nr. 247, Rundschreiben INPS vom 5. September 2011, Mitteilung des INPS vom 21. Oktober 2011, Nr. 20065.

  • Begünstigte Altersteilzeit - indirekte Begünstigung für die Aufnahme von jungen Personen

Personen, die im Privatsektor tätig sind, mit einem unbefristeten Arbeitsvertrag mit Vollzeit beschäftigt sind und für welche innerhalb 31. Dezember 2018 die Voraussetzungen für die Altersrente anreifen, können in Absprache mit dem Arbeitgeber und solange die finanziellen Ressourcen bestehen, einen sogenannten "begünstigten Teilzeitarbeitsvertrag" abschließen. 

Begünstigung: Die Personen, welche die Voraussetzungen für die „begünstigte Altersteilzeit“ haben, können das Anrecht auf Gewährung der figurativen Beitragszahlung geltend machen (d. h. obwohl ein Teilzeitarbeitsverhältnis in Höhe von 40 bis 60% vorliegt, werden die Beiträge, die sich auf ein Vollzeitarbeitsverhältnis beziehen, gutgeschrieben). Dadurch eröffnet sich für den Arbeitgeber die Möglichkeit, junge Arbeitskräfte einzustellen.

Das Modell der „begünstigten Altersteilzeit“, das hingegen innerhalb der öffentlichen Verwaltung der Autonomen Provinz Bozen greifen soll, sieht die bindende Aufnahme von jungen Arbeitnehmern vor. 

Gesetzesgrundlage: Artikel 1, Absatz 284 des Gesetzes vom 28. Dezember 2015, Nr. 208, in geltender Fassung, Ministerialdekret vom 7. April 2016, Rundschreiben NISF vom 26. Mai 2016, Nr. 90.

Begünstigungen für die Aufnahme von Arbeitslosen

  • Arbeitnehmerinnen bzw. Arbeitnehmer in Mobilität gemäß Artikel 2, 4 und 24 des Gesetzes vom 23 Juli 1991, n. 223, in geltender Fassung

Begünstigte: Alle Betriebe. Davon ausgenommen sind nur jene Betriebe, die Arbeitnehmerinnen bzw. Arbeitnehmer aus der Mobilitätsliste aufnehmen, die vom selben Betrieb entlassen wurden oder von anderen Betrieben, die in einem Eigentums- Kontroll- oder Verbindungsverhältnis mit dem Aufnahmebetrieb stehen.

Beitragsermäßigung: Bei einer unbefristeten Aufnahme zahlt der Betrieb für eine Dauer von 18 Monaten reduzierte Sozialbeiträge so wie für die Aufnahme von Lehrlingen vorgesehen (10% des besteuerbaren Einkommens).

Für eine Aufnahme auf bestimmte Zeit gilt dieselbe Begünstigung für maximal 12 Monate.  Die Umwandlung von bestimmter Zeit auf unbestimmte Zeit verlängert die Beitragsermäßigung um weitere 12 Monate.

Wirtschaftliche Begünstigung: Bei Aufnahme auf unbestimmte Zeit oder Umwandlung des befristeten Vertrags in einen unbefristeten erhält der Betrieb einen zusätzlichen Beitrag in Höhe von 50% des Mobilitätsgeldes, das der Arbeitnehmerin bzw. dem Arbeitnehmer für die restliche Zeit noch zugestanden wäre. Für Personen, die das 50. Lebensjahr noch nicht erreicht haben, kann der Beitrag für höchstens 12 Monate ausbezahlt werden, für Personen, die das 50. Lebensjahr erreicht haben, für höchstens 24 Monate. Die genannte Beitragsermäßigung und wirtschaftliche Begünstigung bleibt bis zum 31. Dezember 2016 aufrecht.

Gesetzesgrundlage: Artikel 8, Absatz 2, 4, 4 bis und Artikel 25, Absatz 9 Gesetz 23. Juli 1991, Nr. 223, in geltender Fassung, Artikel 2, Absatz 71, Buchstabe e), Gesetz 28. Juni 2012, Nr. 92, in geltender Fassung;

  • Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer die sich in außerordentlicher Mobilität befinden

Die vorgesehene Beitragsermäßigung war nur bis zum 31. Dezember 2012 in Kraft.

Gesetzesquelle: Artikel 7, Absatz 7, Gesetz 9. April 2009, Nr. 33, in geltender Fassung;

  • Lehrvertrag für Arbeitnehmer, die das Mobilitätsgeld bzw. eine Arbeitslosenunterstützung beziehen

Begünstigte: Alle Betriebe. Davon ausgenommen sind nur jene Betriebe, die Arbeitnehmerinnen bzw. Arbeitnehmer aus der Mobilitätsliste bzw. aus der Arbeitslosenliste aufnehmen, die vom selben Betrieb entlassen wurden oder von anderen Betrieben, die in einem Eigentums- Kontroll- oder Verbindungsverhältnis mit dem Aufnahmebetrieb stehen.

Beitragsermäßigung: für Personen, welche das Mobilitätsgeld bezogen haben bezahlt der Betrieb für eine Dauer von 18 Monaten die reduzierten Sozialbeiträge, die für die Aufnahme von Lehrlingen geschuldet sind (10% des besteuerbaren Einkommens). Die Begünstigung, die im Fall einer Umwandlung des Arbeitsverhältnisses auf unbestimmte Zeit vorgesehen ist, gilt nicht für Personen, die aus der Mobilitätsliste aufgenommen werden.

Reduzierung der Entlohnung: Für die gesamte Dauer des Lehrlingsvertrages ist eine Reduzierung, wie vom Kollektivvertrag bestimmt wird, vorgesehen.

Gesetzesgrundlage: Artikel 47, Absatz 4, Gesetzesvertretendes Dekret vom 15. Juni 2015, Nr. 81, in geltender Fassung, Artikel 25, Absatz 9, Gesetz 23. Juli 1991, Nr. 223, in geltender Fassung;

  • Aufnahme von Personen, die das neue Arbeitslosengeld (NASPI) beziehen

Begünstigte: Alle Arbeitgeber

Wirtschaftliche Begünstigung: Für die unbefristete Aufnahme mit Vollzeit von Personen, die das neue Arbeitslosengeld (NASPI) beziehen, erhält die Arbeitgeberin bzw. der Arbeitgeber für jede Monatsentlohnung einen Beitrag in Höhe von 20% des Arbeitslosengeldes, das der aufgenommenen Person zugestanden hätte.

Gesetzesgrundlage: Artikel 2, Absatz 10bis des Gesetzes vom 28. Juni 2012, Nr. 92, in geltender Fassung, Artikel 24, Absatz 3, Gesetz 14. September 2015, Nr. 150, in geltender Fassung.

  • Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer die seit 24 Monaten arbeitslos sind

Die vorgesehene Beitragsreduzierung war nur bis zum 31. Dezember 2014 in Kraft und wurde mit Wirkung vom 1. Jänner 2015 abgeschafft. Jedenfalls können Arbeitgeber, die innerhalb 31. Dezember 2014 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer aufgenommen haben, die seit mehr als 24 Monaten arbeitslos waren, die entsprechende Beitragsreduzierung weiterhin ausschöpfen.

Gesetzesgrundlage: Artikel 1, Absatz 121, Gesetz 23. Dezember 2014, Nr. 190, in geltender Fassung, Artikel 8, Absatz 9, Gesetz 29. Dezember 1990, Nr. 407, in geltender Fassung, Artikel 4, Absatz 14, Gesetz 28. Juni 2012, Nr. 92, in geltender Fassung;

  • Wiedereingliederung von Führungskräften

Begünstigte: Betriebe bis zu 250 Bedienstete (einschließlich Konsortien)

Beitragsermäßigung: Für die Aufnahme einer arbeitslosen Führungskraft, auch mit einem Vertrag auf bestimmte Zeit, erhält der Betrieb eine Ermäßigung von 50% der Beiträge für höchstens 12 Monate. Es ist weiters eine Ermäßigung von 50% auf die Versicherungsprämie des INAIL je betroffenen Arbeitnehmer (für einen Zeitraum von höchstens 12 Monaten) vorgesehen.
Um die genannte Beitragsermäßigung zu erhalten, wurde in Südtirol ein entsprechendes Abkommen zwischen der Abteilung Arbeit, den Arbeitgeberverbänden und der Gewerkschaft der Führungskräfte abgeschlossen.

Gesetzesgrundlage: Artikel 20, Gesetz 7. August 1997, Nr. 266, in geltender Fassung, Rundschreiben NISF Nr. 2/1997, Mitteilung NISF Nr. 23786/2005, Rundschreiben INAIL Nr. 10/1999, lokale Vereinbarung zur Unterstützung kleiner und mittlerer Unternehmen durch die Einstellung von leitenden Angestellten vom 21. Dezember 1998;

Begünstigungen für die Aufnahme von Personen in Lohnausgleich

  • Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer die sich seit mindestens drei Monaten in der Sonderlohnausgleichskasse befinden

Begünstigte: Alle Arbeitgeber, die in den vergangenen 12 Monaten keine Entlassungen wegen Personalreduzierung vorgenommen haben oder die gegenwärtig keine Sonderlohnausgleichskasse beantragt haben und welche Arbeitnehmerinnen bzw. Arbeitnehmer, die sich seit mindestens drei Monaten im Sonderlohnausgleich befinden mittels unbefristeten Arbeitsvertrag und mit Vollzeit aufnehmen. Die Bediensteten müssen von Betrieben stammen, welche die Sonderlohnausgleichskasse seit mindestens sechs Monaten in Anspruch nehmen.

Beitragsermäßigung: Für jede Aufnahme auf unbestimmte Zeit und Vollzeit beträgt die Beitragszahlung für 12 Monate 10% des besteuerbaren Einkommens.

Wirtschaftliche Begünstigung: Bei der Aufnahme auf unbestimmte Zeit wird ein einmaliger Betrag für 9 bis 33 Monate (je nach Alter des Arbeitnehmers) ausbezahlt. Der Beitrag entspricht 50% des Mobilitätsgeldes, das dem Arbeitnehmer für eine Zeitspanne bis zu 9 Monate zugestanden wäre. Falls der Arbeitnehmer das 50 Lebensjahr überschritten hat, entspricht der Beitrag 50% des Mobilitätsgeldes, das dem Arbeitnehmer für eine Zeitspanne bis zu 33 Monaten zugestanden wäre.

Gesetzesgrundlage: Artikel 4, Absatz 3, Gesetz 19. Juli 1993, Nr. 236 , Artikel 8, Absatz 4, Gesetz 23. Juli 1991, Nr. 223, in geltender Fassung, Rundschreiben NISF 23. Jänner 2007, Nr. 22, Artikel 4, Absatz 14, Gesetz 28. Juni 2012, Nr. 92, in geltender Fassung;

  • Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer die sich seit 24 Monaten in der Sonderlohnausgleichskasse (CIGS) befinden
  • Die vorgesehene Beitragsreduzierung war nur bis zum 31. Dezember 2014 in Kraft und wurde mit Wirkung vom 1. Jänner 2015 abgeschafft. Jedenfalls können Arbeitgeber, die innerhalb 31. Dezember 2014 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer aufgenommen haben, die seit mehr als 24 Monaten im Sonderlohnausgleich waren, die entsprechende Beitragsreduzierung weiterhin ausschöpfen.

    Gesetzesgrundlage: Artikel 1, Absatz 121, Gesetz 23. Dezember 2014, Nr. 190, in geltender Fassung, Artikel 8, Absatz 9, Gesetz 29. Dezember 1990, Nr. 407, in geltender Fassung, Artikel 4, Absatz 14, Gesetz 28. Juni 2012, Nr. 92, in geltender Fassung;

  • Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die sich im außerordentlichen Lohnausgleich befinden

Die vorgesehene Beitragsermäßigung war nur bis zum 31. Dezember 2012 in Kraft.

Gesetzesquelle: Artikel 7, Absatz 7, Gesetz 9. April 2009, Nr. 33, in geltender Fassung;

 

Begünstigungen für die Aufnahme von älteren Personen

  • Über 50 Jährige, die seit mehr als 12 Monate arbeitslos sind

Begünstigte: Alle Arbeitgeber.

Beitragsermäßigung: Beitragsreduzierung von 50% für 12 Monate bei einer befristeten Aufnahme, Beitragsreduzierung von 50% bis zu insgesamt 18 Monate, vom Datum der befristeten Aufnahme berechnet, bei der Umwandlung in eine unbefristete Aufnahme, Beitragsreduzierung von 50% für 18 Monate bei einer unbefristeten Aufnahme. Die 50%ige Reduzierung wird auch bezogen auf die INAIL-Prämie berechnet.

Gesetzesgrundlage: Artikel 4, Absätze 8 bis 11 des Gesetzes vom 28. Juni 2012, Nr. 92, in geltender Fassung, Rundschreiben NISF Nr. 111 vom 24. Juli 2013; Rundschreiben der Generaldirektion für die aktive und passive Arbeitsmarktpolitik vom 25. Juli 2013, Nr. 34;

 

 

Begünstigungen für die Aufnahme von Frauen

  • Frauen jeglichen Alters, die seit mehr als 24 Monaten keine stabile Beschäftigung haben

Begünstigte: Alle Arbeitgeber.

Beitragsermäßigung: Beitragsreduzierung von 50% für 12 Monate bei einer befristeten Aufnahme, Beitragsreduzierung von 50% bis zu insgesamt 18 Monate, vom Datum der befristeten Aufnahme berechnet, bei der Umwandlung in eine unbefristete Aufnahme, Beitragsreduzierung von 50% für 18 Monate bei einer unbefristeten Aufnahme. Die 50%ige Reduzierung wird auch bezogen auf die INAIL-Prämie berechnet.

Gesetzesgrundlage: Artikel 4, Absätze 8 bis 11 des Gesetzes vom 28. Juni 2012, Nr. 92, in geltender Fassung, Rundschreiben NISF Nr. 111 vom 24. Juli 2013, Rundschreiben des Ministeriums für Arbeit und Sozialpolitik vom 25. Juli 2013, Rundschreiben NISF Nr. 139 vom 27. September 2013, Rundschreiben der Generaldirektion für die aktive und passive Arbeitspolitik vom 25. Juli 2013, Nr. 34;

Begünstigungen für die Aufnahme von Personen, die auf dem Arbeitsmarkt benachteiligt sind

(Diese Art der Begünstigung muss im Sinne des LG. Nr. 7/2015 und des GvD. Nr. 151/2015 noch aktualisiert werden)

  • Menschen mit Behinderung

Begünstigte: Alle privaten Arbeitgeber.

Beitragsförderung: 
- Beitrag in Form einer Rückerstattung der Sozialabgaben für 8 Jahre bei einer Person mit einer körperlichen Beeinträchtigung von über 79%;
- Beitrag in Form einer Rückerstattung der gesamten Sozialabgaben für 8 Jahre bei Personen mit psychischer oder intellektueller Beeinträchtigung unabhängig vom Grad der Invalidität;
- Beitrag in Form einer Rückerstattung von 50% der Sozialabgaben für 5 Jahre bei einer Person mit einer körperlichen Beeinträchtigung zwischen 67% und 79%;
- Beitrag in Form einer Rückerstattung von 50% der Sozialabgaben für 1 Jahr (direkte Aufnahme) bei einer Person mit einer körperlichen Beeinträchtigung zwischen 34% und 66%;
- Beitrag in Form einer Rückerstattung von 50% der Sozialabgaben für 3 Jahre (bei Vermittlung) bei einer Person mit einer körperlichen Beeinträchtigung zwischen 34% und 66%.

Wirtschaftliche Begünstigung: Teilweise pauschale Rückvergütung der Spesen für die Anpassung des Arbeitsplatzes an die Menschen mit Behinderung mit über 50% Invalidität, für die Einrichtung eines Telearbeitsplatzes oder für den Abbau von architektonischen Barrieren.
Gesetzesgrundlage: Artikel 13 Gesetz Nr. 68, 12. März 1999, Nr. 68, in geltender Fassung, Landesgesetz 30. Juni 1983, Nr. 20, in geltender Fassung;

  • Wiedereingliederung von benachteiligten Arbeitnehmern

Begünstigte: Arbeitsagenturen .

Beitragsbegünstigung:  Für jede Aufnahme mit einer Dauer von wenigstens 9 Monaten einer benachteiligten Person, die eine Vorsorgeleistung erhält (Mobilitätszulage, ordentliches oder außerordentliches Arbeitslosengeld) werden von der Summe der Beiträge die figurativen Beiträge abgezogen, die durch die Sozialmaßnahme vorgesehen sind. Diese Begünstigung wird für maximal 12 Monate angewandt.

Reduzierung der Entlohnung: Die Höhe des Gehaltes ergibt sich aus der Differenz zwischen den Beträgen des NISF, das die Vorsorgeleistung weiterhin ausbezahlt und der entsprechenden kollektivvertraglichen Entlohnung.

Gesetzesgrundlage: Artikel 13 gesetzesvertretendes Dekret 10. September 2003, Nr. 276, in geltender Fassung; 

  • Inhaftierte und eingewiesene Personen

Beitragsermäßigung: Beitragsbegünstigung von 95%. Die Begünstigung wird auch für 18 Monate nach Beendigung der Haftstrafe (Halbfreiheit oder Möglichkeit einer Arbeit während der Haftstrafe nachzugehen) gewährt. Falls die vorbestrafte Person weder in Halbfreiheit war noch die Möglichkeit hatte, während der Haftstrafe einer Arbeit nachzugehen, greift die Beitragsreduzierung auch für 24 Monate nach Beendigung der Haftstrafe.

Wirtschaftliche Begünstigung: Monatliches Steuerguthaben von 520 Euro je aufgenommenen Arbeitnehmer im Verhältnis zu den geleisteten Arbeitstagen. Für aufgenommene Personen mit Teilzeitarbeitsvertrag wird das Steuerguthaben im Verhältnis zu den geleisteten Stunden gewährt.

Gesetzesgrundlage: Interministerielles Dekret 9. Jänner 2001, M.D. 25. Februar 2002, Rundschreiben NISF Nr. 134/2002, Rundschreiben NISF Nr. 11/2004, Gesetz Nr. 193/2000, in geltender Fassung; M.D. Nr. 87/2002, Mitteilung des Finanzministeriums – Agentur für Einnahmen 11. Juni 2002, Nr. 182/E; Notverordnung vom 31. August 2013, Nr. 101, in geltender Fassung, Interministerielles Dekret 24. Juli 2014;

  • Sozialgenossenschaften

Begünstigte: Sozialgenossenschaften, deren Aufgabe die Eingliederung von benachteiligten Personen ist (die so genannten Sozialgenossenschaften des Typs B), und die im Landesverzeichnis der Sozialgenossenschaften eingetragen sind.

Beitragsermäßigung: Vollständige Übernahme der Pflichtversicherungs- und Vorsorgebeiträge. Die Begünstigung wird auch auf den Anteil angewandt, der zu Lasten des Arbeitnehmers geht. Die entsprechenden Beitragssätze werden auf Null reduziert. Davon ausgenommen ist die Aufnahme von Inhaftierten, eingewiesenen Personen oder Personen, die für eine Tätigkeit außerhalb der Anstalt zugelassen wurden. Hierfür wurde die Beitragsbegünstigung vom Ministerialdekret des Justizministeriums mit zweijähriger Gültigkeit festgelegt.

Gesetzesgrundlage: Artikel 6, Absatz 1 und Artikel 4, Absatz 3bis, Gesetz 8. November 1991, Nr. 381, in geltender Fassung, Mitteilung des Arbeitsministeriums Nr. 4/2008, Rundschreiben NISF Nr. 296/1992;

 

Andere Begünstigungen

  • Aufnahme von Landwirten ("Berggesetz")

Begünstigte: Betriebe und Arbeitgeber aller Tätigkeitsbereiche, die in Berggebieten tätig sind (sämtliche Gemeinden in der Provinz Bozen werden als Berggebiete eingestuft).

Beitragsbegünstigung: Die Aufnahme in Teilzeit oder eine saisonale Beschäftigung von Landwirten, die in Berggebieten ihren Wohnsitz haben und die in den entsprechenden Berufsverzeichnissen eingetragen sind, sieht eine völlige Befreiung von den Sozialbeiträgen vor, vorausgesetzt, dass der Arbeitnehmer innerhalb seines landwirtschaftlichen Betriebs seinen Wohnsitz hat und den Betrieb selbst bearbeitet.

Gesetzesgrundlage: Artikel 18, Absatz 1, Gesetz 31. Jänner 1994, Nr. 97, in geltender Fassung, Rundschreiben NISF 16. Mai 1994, Nr. 154;

  • Verträge auf bestimmte Zeit als Ersatz von Personal in Mutterschaft oder Elternzeit
  • 

Begünstigte: Arbeitgeber mit weniger als 20 Beschäftigten und Betriebe, in denen selbständige Arbeitskräfte beschäftigt sind und die Personal auf bestimmte Zeit aufnehmen, oder die Personal, das ihnen für die Zeit der Abwesenheit der Arbeitskräfte infolge von Mutterschaft, Vaterschaft oder Elternzeit zugewiesen wurde, beschäftigen.

Beitragsermäßigung: Übernahme von 50% der Sozialbeiträge bis zum Erreichen des 1. Lebensjahres des Kindes oder für 1 Jahr bei Adoption oder Anvertrauung. Diese Begünstigung wird auch im Falle eines Leiharbeiters gewährt. In diesem Fall verrechnet der begünstigte Betrieb die entsprechenden Beträge mit der Leiharbeitsfirma. Dieselbe Begünstigung steht für höchstens 12 Monate auch für Personal als Ersatz von selbstständigen Arbeitnehmerinnen zu.

Gesetzesgrundlage: Artikel 4, Gesetz 26. März 2001, Nr. 151, in geltender Fassung;

  • Reduzierung der Einkommenssteuer für Forscher
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Begünstigte: Dozenten und Forscher mit Universitätsabschluss oder einem Abschluss, der diesem gleichgestellt ist, die sich seit mindestens zwei Jahren dauerhaft im Ausland aufhalten und dort Forschungs- oder Unterrichtstätigkeit bei Universitäten oder anerkannten Forschungseinrichtungen betrieben haben.

Steuerbegünstigung: Wenn diese Personen sich in Italien niederlassen, wird ihr Einkommen für die Dauer von maximal drei Jahren einer begünstigten Besteuerung von 10% an direkten Steuern unterworfen. Außerdem wird das Einkommen nicht für die Berechnung der IRAP berücksichtigt.

Gesetzesgrundlage: Artikel 17 der Notverordnung vom 29. November 2008, Nr. 185, umgewandelt mit Gesetz vom 28. Jänner 2009, Nr. 2, in geltender Fassung;

 

  • Beihilfen für die Einstellung von hochqualifiziertem Personal
  • 

Begünstigte: Unternehmen, die hochqualifiziertes Personal mit einem untergeordneten Arbeitsverhältnis einstellen. Als hochqualifiziertes Personal gilt Personal mit einem Fachlaureat in technisch-wissenschaftlichen Disziplinen, wie Architektur, Biologie, Biotechnologie, Chemie, Design, Pharmazie, Physik, Informatik, Ingenieurwesen, Mathematik, Wissenschaften und Technologien, Statistik. Ebenso gültig ist ein Doktorat in den genannten Bereichen, welches an einer italienischen Universität oder an einer ausländischen Universität erworben wurde, sofern dieses gemäß geltender Gesetzgebung als gleichwertig anerkannt ist. In beiden Fällen ist eine wenigstens fünfjährige einschlägige Berufserfahrung notwendig.  

Beitragsförderung: Für die Einstellung von hochqualifiziertem Personal sind Beihilfen bis zu 50% der Personalkosten unter Anwendung der De-minimis Regelung vorgesehen.  

Gesetzesgrundlage: Landesgesetz vom 13. Dezember 2006, Nr. 14, Beschluss der Landesregierung vom 21. Oktober 2013, Nr. 1604 und vom 26. August 2014, Nr. 978;

  • Aufnahme von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern im Rahmen von Solidaritätsverträgen zur Erweiterung des Beschäftigungsstandes

Begünstigte: Alle Arbeitgeber

Wirtschaftliche Begünstigung: Bei Abschluss eines Betriebsabkommens mit den vertretungsstärksten Gewerkschaften, das die allgemeine Reduzierung der Arbeitszeit der Belegschaft mit gleichzeitiger unbefristeter Aufnahme von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern vorsieht, bekommt der Betrieb folgenden Beitrag:
- 15% der gezahlten Entlohnung der neu aufgenommenen Personen für die ersten 12 Monate
- 10% vom 13. bis zum 24. Monat
- 5% vom 25. bis zum 36. Monat

Gesetzesgrundlage: Artikel 2 der Notverordnung vom 30. Oktober 1984, Nr. 726, umgewandelt mit Gesetz vom 19. Dezember 1984, Nr. 863, in geltender Fassung;

  •  Beschäftigungsförderung und Stabilisierung von Beschäftigungsverhältnis-sen durch Senkung der Steuerbemessungsgrundlage der regionalen Wertschöpfungssteuer IRAP
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Begünstigte: Alle Arbeitgeber, die IRAP-steuerpflichtig sind

Wirtschaftliche Begünstigung: Jene Arbeitgeber, die vom 25. September 2013 bis zum 31. Dezember 2016 neue Mitarbeiter unbefristet aufnehmen, oder bereits bestehende Beschäftigungsverhältnisse in unbefristete Arbeitsverträge umwandeln, können einen Steuerabsetzungsbetrag in Höhe der entsprechenden Personalkosten geltend machen. Der genannte Steuerabsetzungsbetrag darf dabei nicht bereits aufgrund staatlicher Normen in Abzug gebracht worden sein. Die Begünstigung steht zu:
- sofern das unbefristet aufgenommene Personal vor Beginn des neuen Arbeitsverhältnisses seit mindestens 6 Monaten ohne Beschäftigung war;
- sofern im Falle der Umwandlung von befristeten in unbefristeten Arbeitsverhältnissen, die Personen jünger als 29 Jahre bzw. älter als 55 Jahre alt sind.
Dauer der Begünstigung: Der Abzug wird für drei Jahre ab dem Zeitpunkt der Aufnahme des Personals oder dem Zeitpunkt der Umwandlung des Vertrages gewährt. Bedingung ist, dass das Arbeitsverhältnis nicht die Merkmale der Arbeit auf Abruf oder einer nicht kontinuierlichen Tätigkeit aufweisen darf.

Gesetzesgrundlage: Artikel 21/bis, Absatz 13/quater, Landesgesetz 11. August 1998, Nr. 91, in geltender Fassung; 

 

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