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Definitive Daten

Die Broschüre gibt ein detailliertes Bild des lokalen Produktionssystems, das sich aus 39.927 Un­ternehmen sowie 5.550 öffentlichen Körperschaften und Nonprofit-Organisationen zusammensetzt. Die Gesamtheit dieser Einheiten verteilt sich auf 51.207 Arbeitsstätten, welche 207.380 Arbeitsplätze schaffen (abhängig und unabhängig Beschäftigte). Gegenüber der Zählung von 1991 gab es ei­nen Zuwachs von 9.048 Arbeitsstätten, was auf die Zunahme der Arbeitsstätten in Unternehmen (+5.626) und in Nonprofit- Organisationen (+3.896) und auf den Rückgang der Arbeitsstätten in öf­fentlichen Körperschaften (-474) zurückzuführen ist.

Was die Beschäftigten betrifft, gab es im Zeitabschnitt 1991-2001 einen Anstieg von insgesamt 27.300 Arbeitsplätzen (+15,2%), davon 17.307 (+11,8%) in Unternehmen, 7.558 (+25,1%) in öf­fentlichen Körperschaften und 2.486 (+71,2%) in Nonprofit-Organisationen.

» Definitive Daten (Istat-Broschüre im PDF-Format)


Verbindung zur ISTAT - Datenbank

Diese Datenbank enthält Informationen über Unternehmen, öffentliche und Nonprofit- Organisationen, Arbeitsstätten und Beschäftigte, gegliedert nach Wirtschaftstätigkeit, Beschäftigunsklassen und Rechtsform. Vergleiche mit den Zählungen seit 1951 sind möglich. Die Gliederung erstreckt sich bis auf Gemeindeebene.

» ISTAT - Datenbank


Astat Publikation

Die Publikation enthält in konzentrierter Form die statistischen Informationen über die am 22. Oktober 2001 durchgeführte  Arbeitsstättenzählung und gibt einen Überblick über die Merkmale des Südtiroler Wirtschaftssystems.
Neu ist besonders der Vergleich der auf lokaler Ebene erhobenen Daten mit den Daten der Nachbarländer Trentino und Tirol um Gemeinsamkeiten und Unterschiede der drei Gebiete aufzuzeigen.

» Astat Publikation


Ziel

Ziel der Arbeitsstättenzählung ist es, das lokale und gesamtstaatliche Wirtschaftsgefüge flächendeckend zu erfassen bzw. dessen Ausmaß und Merkmale zu ergründen. Die achte Arbeitsstättenzählung wurde italienweit mit Stichtag 22. Oktober 2001 durchgeführt. Nach zehn Jahren (Arbeitsstättenzählung 1991) bzw. fünf Jahren (Zwischenzeitliche Betriebszählung 1996) konnten erstmals wieder auf kleinräumiger Ebene (Zählsprengel, Viertel und Gemeinde) Informationen zum produzierenden Gewerbe und zum Dienstleistungsbereich in Südtirol bzw. in Italien eingeholt werden. Dank der Arbeitsstättenzählung haben viele Fragen eine Antwort gefunden, so zum Beispiel, wie viele Unternehmen und Arbeitsstätten in Südtirol bzw. auf dem gesamten Staatsgebiet tätig sind, welche Rechtsformen diese Unternehmen haben und welche Tätigkeiten sie ausüben, wie viele Beschäftigte sie anstellen, welches ihre Verkaufssysteme sind und welche Ressourcen sie für die Produktionstätigkeit einsetzen. All diese Elementarinformationen sind für die Vorausplanung der Zukunft unerlässlich; sie dienen nämlich als objektive Grundlage für die gesamtstaatliche sowie lokale Wirtschafspolitik und für gezielte Unternehmensmaßnahmen.

Die Arbeitsstättenzählung beschränkt sich auf die Erfassung der:
 
Identifikationsmerkmale der Arbeitsstätten der Unternehmen und Organisationen ohne Erwerbszweck, wobei zwei Stichtage herangezogen werden, nämlich

  •     der Stichtag der Zählung, damit die Daten mit den Informationen der Volkszählung
        ergänzt werden können, und
  •     der 31. Dezember 2000, um einen Abgleich mit den vorherigen und zukünftigen
        Daten des ASIA-Archivs (Archiv der tätigen Unternehmen) zu erlauben

ausgeübten Wirtschaftstätigkeiten, wobei die Informationen der Archive auf ihre Richtigkeit hin kontrolliert werden.

Die Erfassung gezielter und spezifischer Aspekte des Wirtschaftssystems wird hingegen den Stichprobenerhebungen überlassen.

Die Durchführung der achten Arbeitsstättenzählung unterscheidet sich von den vorhergehenden Zählungen, insofern als man auf bereits zur Verfügung stehende Daten zurückgreifen konnte. Die Personaldaten der Arbeitsstätten wurden diesmal den bereits bestehenden Verwaltungsarchiven entnommen, in denen die Daten verschiedener Verwaltungsquellen enthalten sind. Dank dieser Datenbanken wurden die Unternehmen entlastet, zumal sie nur mehr auf wenige Fragen antworten mussten. Die eigenen Daten brauchten nämlich bloß überprüft und gegebenenfalls berichtigt oder ergänzt zu werden.


Erhebungsbereich

Das Arbeitsstättenblatt wurde sowohl den Großunternehmen als auch den kleinen Werksstätten verteilt. Es diente der Erfassung von Nischentätigkeiten wie auch von hoch spezialisierten Arbeiten. In jeder Gemeinde wurde Folgendes erfasst:
A.  Anzahl der wirtschaftlich-rechtlichen Einheiten und deren Arbeitsstätten, die gemäß Gesetz Nr. 580 vom 29. Dezember 1993 in geltender Fassung im  entsprechenden Verzeichnis eingetragen waren, insbesondere:

  •    die Betriebe, die ihre (auch handwerkliche) Tätigkeit im produzierenden Gewerbe,
       im Handel, im Verkehr und in der Nachrichtenvermittlung, in Einkommen,
       Versicherungen und anderen Dienstleistungen ausüben
  •    die Betriebe, die in der Forstwirtschaft, Fischerei oder - im Zusammenhang mit
       landwirtschaftlichen Betrieben - in der Verarbeitung tätig sind
  •    die selbstständig Beschäftigten und Freiberufler
  •    die öffentlichen Organisationen ohne Erwerbszweck
  •    die privaten Organisationen ohne Erwerbszweck


B. Wichtigste Merkmale (Wirtschaftstätigkeit, Beschäftigte, Bruttofläche) der einzelnen wirtschaftlich-rechtlichen Einheiten und deren Arbeitsstätten.


Oberstes Ziel der Arbeitsstättenzählung ist es, mit peinlicher Genauigkeit die "Arbeitsstätten samt deren Wirtschaftstätigkeiten" zu ermitteln, die für die Schätzung der wichtigsten wirtschaftlichen Gesamtgrößen (Wertschöpfung, Beschäftigung) auf kleinräumiger Ebene von wesentlicher Bedeutung sind.


Zwischenzeitliche Betriebszählung 1996

Im Laufe des Jahres 1998 hat das Landesinstitut für Statistik (ASTAT) für ISTAT eine zwischenzeitliche Betriebszählung durchgeführt, die sich auf den 31.12.1996 bezieht.
Die Ergebnisse dieser Zählung werden vom Landesinstitut für Statistik für alle Interessenten im PDF- oder CSV- Format ( die Daten sind im Textformat dargestellt und die Felder werden durch einen Beistrich getrennt) zur Verfügung gestellt. Das CSV- Format ermöglicht es, die Daten mit anderen Softwareprogrammen, z.B. mit Excel, zu verarbeiten und analisieren.

» Ergebnisse der zwischenzeitlichen Betriebszählung 1996


Glossar

Arbeitsstättenzählung
Arbeitsstätte: Die Arbeitsstätte ist eine Wirtschaftseinheit oder ein Teil davon und befindet sich in einem geografisch genau definierbaren Ort. In diesem Ort (bzw. ausgehend von diesem Ort) leisten eine oder mehrere Personen (als Teil- oder Vollzeitarbeit) Wirtschaftstätigkeiten für dieselbe Wirtschaftseinheit. Nach dieser Definition, zählen folgende Orte zu Arbeitsstätten, vorausgesetzt, dass mindestens eine Person darin arbeitet: Agentur, Gasthof, Ambulatorium, Bar, Grube, Lager, Zollamt, Wohnung, Garage, Amt, Labor, Magazin, Bergwerk, Geschäft, Werkanlage, Krankenhaus, Restaurant, Schule, Produktionsanlage, Freiberuflerbüro, Büro usw.

Auf Rechnung bezahlte Teilhaber und Mitglieder des Verwaltungsrates: Darunter sind die Teilhaber, die Inhaber und Verwaltungsmitglieder einer Wirtschaftseinheit gemeint, deren Leistung auf Rechnung vergütet wird.

Aufgelöste Arbeitsstätte: Aufgelöst sind die Arbeitsstätten dann, wenn sie ihre Produktionstätigkeit endgültig eingestellt haben. Es sind Einheiten, die weder Personalressourcen noch Kapitalgüter einsetzen. Eine Einheit, die keine Produktionstätigkeiten mehr ausübt und deren gesamtes Personal in die (ordentliche oder außerordentliche) Lohnausgleichskasse überstellt ist, darf nicht als aufgelöst, sondern als nicht mehr tätig eingestuft werden. In folgenden Fällen handelt es sich nicht um Auflösungen, sondern vielmehr um Änderungen der meldeamtlichen Angaben: Übersiedlung in einen anderen Firmensitz; Wechsel der Geschäftsführung; Ableben des Unternehmers, sofern von einer Erbschaft gefolgt; Auflösung; Vermietung des Unternehmens.

Ausschließlich oder vorwiegend ausgeübte Wirtschaftstätigkeit: Darunter ist jene Wirtschaftstätigkeit zu verstehen, die von der Arbeitsstätte vorwiegend ausgeübt wird. Wenn mehrere Tätigkeiten in ein und derselben Arbeitsstätte ausgeübt werden, gilt jene Tätigkeit als die vorwiegende, welche die höchste Wertschöpfung aufweist. Sollte diese Information fehlen, sind die nachstehenden Elemente in der folgenden Reihenfolge als Kriterium zur Bestimmung der vorwiegenden Wirtschaftstätigkeit heranzuziehen: Personalausgaben, jährliche Bruttoeinkommen, durchschnittliche Jahresanzahl an Beschäftigten. Nachdem die vorwiegend ausgeübte Wirtschaftstätigkeit ermittelt worden ist, wird die zweitwichtigste Tätigkeit als die Nebentätigkeit angesehen. Beispiel: Eine Bäckerei, die Brot bäckt und neben den Eigenprodukten auch andere Produkte vermarktet, muss anhand obiger Kriterien die vorwiegend ausgeübte Wirtschaftstätigkeit von der Nebentätigkeit unterscheiden.
Bei den Genossenschaften sind jene mitarbeitenden Genossenschaftsmitglieder zu berücksichtigen, die für die geleistete Arbeit kein vertraglich geregeltes Entgelt, sondern eine der erbrachten Leistung entsprechende Vergütung und einen Anteil der Erträge des Unternehmens erhalten.

Beschäftigte: Dazu zählen alle selbstständig oder unselbstständig Beschäftigten (Teilzeit- oder Vollzeitbeschäftigte, Beschäftigte mit Arbeits- und Ausbildungsvertrag), die in der Arbeitsstätte arbeiten, auch wenn sie vorübergehend abwesend sind (wegen Urlaub, Krankenstand, Dienstenthebung, Überstellung in die ordentliche oder außerordentliche Lohnausgleichskasse usw.). Das in die Mobilitätsliste eingetragene Personal darf bei der Berechnung der Angestellten und folglich der Beschäftigten nicht berücksichtigt werden.

Beschilderung: Worte, die am Arbeitsort angebracht sind, um einen Hinweis über die dort ausgeübte Tätigkeit zu geben.

Bruttofläche: Fläche, auf der sich die Gebäude, Lager, Hallen, Werkstätten usw. befinden. Ausgeschlossen sind die Parkplätze, Terrassen, Gärten, Vor- und Innenhöfe.

Ehrenamtliche Mitarbeiter: Im Sinne des Gesetzes Nr. 266 aus dem Jahr 1991 arbeiten die ehrenamtlichen Mitarbeiter in der Organisation, der sie angehören, freiwillig, unentgeltlich und ausschließlich für Solidaritätszwecke. Sie dürfen für ihre Leistung auf keine Weise bezahlt werden, auch nicht vom Leistungsempfänger. Die ehrenamtliche Arbeit widerspricht jeglicher Form des untergeordneten Arbeitsverhältnisses oder der selbstständigen Arbeit sowie jedem vermögensrechtlichen Verhältnis mit der Organisation, der man angehört (aus: Le organizzazioni di volontariato in Italia, 1997). Als Beispiele dafür seien die Freiwillige Feuerwehr, das Weiße Kreuz usw. genannt.

Eigentum: Rechtstitel, auf dessen Grundlage man das Recht hat, über die Immobilien gänzlich zu verfügen.
Einkaufsorganisationen: Vereinigung zwischen Großhändlern oder zwischen Einzelhändlern und/oder Geschäftsleuten (einer oder mehrerer Warengruppen), wobei jeder davon seine vermögensrechtliche Selbstständigkeit beibehält, die vor allem darauf ausgerichtet ist, gemeinsam Einkäufe und Verkäufe zu tätigen.

Einzelhandel: Darunter ist die Tätigkeit jener Erwerbspersonen gemeint, die aus beruflichen Gründen im eigenen Namen und auf eigene Kosten Waren kaufen und diese auf privaten festen Verkaufsflächen oder über andere Vertriebsarten, direkt dem Endverbraucher weiterverkaufen.

Firmenbezeichnung: Identifikationsmerkmal der Wirtschaftseinheit. Die Firmenbezeichnung bezieht sich auf die letzte rechtlich gültige Bezeichnung, die ein Unternehmen abgeben muss, sobald es sich in das Firmenregister der Handelskammer einträgt oder sobald es vom Finanzministerium die Steuernummer zugewiesen bekommt.

Franchising: Vertraglich geregelte Kooperation zwischen rechtlich und wirtschaftlich selbstständigen Unternehmen. Laut Vertrag gewährt ein Unternehmen - der so genannte Franchisegeber - einem anderen Unternehmen - dem Franchisenehmer - das Recht, zu bestimmten Bedingungen und gegen Entgelt die Marke und den Handelsnamen, der in einer Beschilderung wiedergegeben wird, zu verwenden. Dabei werden Beistand und regelmäßige Beratung angeboten.

Freiwillige Zusammenschlüsse: Vertikale Integrationsformen, die durch eine Satzung geregelt sind. Sie sind gekennzeichnet durch ein Gemeinschaftssiegel zwischen einem oder mehreren Groß- und Einzelhändlern oder Gewerbebetreibern, die sich trotz ihrer vermögensrechtlichen Autonomie zusammenschließen, um gemeinsam den Absatz anzukurbeln und die Produktivität der einzelnen Arbeitsstätten zu verbessern.

Gesamte Verkaufsfläche: Fläche, die ausschließlich für den Verkauf bestimmt ist. Dazu zählt auch die Fläche, auf der sich Bänke, Gerüste u.Ä. befinden. Nicht als Verkaufsfläche zu bezeichnen sind jene Flächen, die für Lager, Abstellräume, Verarbeitungsräume, Büros und Dienstleistungsbereiche ausgewiesen sind.

Leiharbeiter: Personal mit Verträgen, über die eine Arbeitsvermittlungsagentur (Verleihfirma) einen oder mehrere von ihr angestellten Arbeiter (Arbeiter auf Zeit) einem anderen Unternehmen (Entleihfirma) zur Verfügung stellt, damit dieses dann seinen vorübergehenden Betriebserfordernissen gerecht werden kann.

Miete: Dadurch wird jemandem die Möglichkeit gewährt, gegen einen Mietzins zeitweilig über die Immobilie zu verfügen.

Mitarbeiter mit Vertrag über geregelte und fortwährende Zusammenarbeit: Dieses Personal hat kein untergeordnetes Arbeitsverhältnis inne. Die Arbeitsleistung ist beruflicher oder künstlerischer Natur und erfolgt für eine befristete Zeit einheitlich und fortwährend. Das Entgelt wird im Voraus festgelegt und periodisch ausgezahlt.

Nicht tätige Arbeitsstätte: Nicht tätig ist eine Arbeitsstätte, wenn sie am Stichtag der Zählung (22. Oktober 2001) vorübergehend die eigene Produktionstätigkeit eingestellt hat. Die Gründe dafür können unterschiedlich sein, nämlich: zufällige Ereignisse (wie Brand oder Erdbeben), Raumsanierungen, wirtschaftliche Probleme usw.

Öffentliche Körperschaften: Wirtschaftseinheiten, deren oberstes Ziel es ist, nicht-marktbestimmte Güter und Dienstleistungen zu erzeugen oder den Gewinn/Reichtum auszuschütten. Die wichtigsten Ressourcen bestehen aus Pflichteinhebungen bei Haushalten, Unternehmen und Organisationen ohne Erwerbszweck oder aus zinslosen Zahlungen von Seiten anderer Einrichtungen der öffentlichen Verwaltung.

Private oder öffentliche Non-Profit-Organisationen: Öffentliche oder private Wirtschaftseinheiten mit oder ohne Rechtspersönlichkeit, welche marktbestimmte oder nicht-marktbestimmte Güter und Dienstleitungen erzeugen. Auf Grund der geltenden Gesetze oder ihrer Satzung dürfen sie weder die Gewinnanteile noch die Erträge oder andere nicht zum Arbeitsentgelt gehörende Bezüge an die Gründer oder Teilhaber zahlen.

Saisonale Produktionsstätte: Produktionsstätte, in der die Tätigkeiten nur für eine bestimmte Zeit im Jahr ausgeübt werden (z.B. Leitung einer Schutzhütte, des Hallen- oder Freibades).

Selbstständig Beschäftigte: Darunter fallen die Inhaber eines Unternehmens, die sich direkt an der Geschäftsführung des Unternehmens beteiligen, und deren Verwandten oder Verschwägerten, die ohne vertraglich geregeltes Entgelt die Arbeit leisten. Im Falle von Genossenschaften versteht man unter Inhaber die Personen, die als "Verwalter" von Personengesellschaften und als "bevollmächtigte Verwaltungsräte" oder "alleinige Verwalter" für Kapitalgesellschaften arbeiten.

Steuernummer: Jede Wirtschaftseinheit bekommt eine Steuernummer zugewiesen, damit sie alle Vorhaben tätigen kann, die im Art. 6 der Dekrete des Präsidenten der Republik Nr. 784 und 955 aus dem Jahr 1976 enthalten sind. Die Steuernummer einer natürlichen Person setzt sich aus 16 Zeichen (Buchstaben und Zahlen) zusammen, die eines Rechtssubjektes hingegen aus elf Zahlen.

Tätige Arbeitsstätte: Tätig ist die Arbeitsstätte dann, wenn sie am Stichtag der Arbeitsstättenzählung (22. Oktober 2001) und unabhängig von ihrer Verwaltungs- oder Rechtsstellung eine Wirtschaftstätigkeit ausübt, die auch nur für eine beschränkte Zeit im Jahr stattfinden kann, und für die Ausübung dieser Tätigkeit Produktionsfaktoren einsetzt, nämlich Personalressourcen (selbstständig oder unselbstständig Voll- oder Teilzeitbeschäftigte) und Kapitalgüter.

Unselbstständig Beschäftigte: Beschäftigte Personen, die einen Lohn oder ein Gehalt beziehen. Zu den Beschäftigten einer Wirtschaftseinheit zählen die Führungskräfte, leitenden Mitarbeiter, Angestellten, Arbeiter, das Personal mit Arbeits- und Ausbildungsvertrag, Teilzeit-Vertrag oder Saisonvertrag sowie die Heimarbeiter. Alle diese Personen müssen zu den Beschäftigten gezählt werden, vorausgesetzt, dass sie in Italien ansässig (ausgeschlossen sind also die italienischen Arbeiter, die im Ausland für italienische Unternehmen tätig sind) und im Lohnbuch des Unternehmens eingetragen sind.

Unternehmen: Wirtschaftseinheiten, die marktbestimmte Güter und Dienstleistungen erzeugen und im Sinne der geltenden Gesetze oder ihrer Satzung die Gewinnanteile an ihre (privaten oder öffentlichen) Eigentümer auszahlen dürfen. Als Unternehmen gelten auch die selbstständig Beschäftigten und die Freiberufler.
Wer kein Gehalt bezieht, sondern nur mit Provisionen vergütet wird, fällt unter die selbstständig Beschäftigten.
Wirtschaftseinheit:Organisationsgebilde, das auf die Herstellung von Gütern bzw. Erbringung von Dienstleistungen ausgerichtet ist und vor allem in Bezug auf die Zielbestimmung seiner Ressourcen über Entscheidungsfreiheit verfügt. Eine Wirtschaftseinheit übt eine oder mehrere Wirtschaftstätigkeiten in einer oder mehreren Arbeitsstätten aus.

Wirtschaftstätigkeit: Davon ist die Rede, wenn Ressourcen - sprich Anlagen, Arbeitskräfte, Produktionsprozesse, Informationsnetze, Produkte - für die Herstellung bestimmter Güter bzw. für die Erbringung von Dienstleistungen eingesetzt werden. Eine Wirtschaftstätigkeit ist gekennzeichnet durch die Zuführung von Gütern oder Diensten (Input), den Produktionsprozess und die hergestellten Produkte (Output).

Zusatztätigkeiten: Darunter sind jene Tätigkeiten gemeint, die deshalb von der Einheit ausgeübt werden, um die Herstellung der Güter bzw. die Erbringung der Dienstleistungen zu ermöglichen oder zu erleichtern. Als solche erzeugen sie Güter und Dienstleistungen, die nicht auf den Markt gebracht werden. Dazu zählen das Marketing, die Datenverarbeitung, der Transport, die Lagerung, die Instandhaltung und Reinigung, die Herstellung kleiner Geräte, die im Unternehmen eingesetzt werden, sowie die Buchhaltung und die Sicherheitsvorkehrungen, die ausschließlich für die Arbeitsstätte getroffen werden. Nicht als Zusatztätigkeiten zu bezeichnen sind die Bauarbeiten in Eigenregie, die Stromerzeugung, die Forschung und Entwicklung und die Herstellung von Zwischenprodukten.