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Architektur: Bedeutende Anerkennung für neues Schülerheim Fürstenburg

Nach der Würdigung bei der Architekturbiennale lobt nun auch die Architektenkammer in ihrer Fachzeitschrift das moderne Design des Schülerheims Fürstenburg.

Außenansicht des neuen Heimes der Fachschule Fürstenbugg

Wegen seiner zukunftsorientierten modernen Architektur wurde das neu errichtete Schülerheim der Fachschule für Land- und Forstwirtschaft Fürstenburg in Burgeis bereits bei der Architekturbiennale 2016 in Venedig bei der Prämierung von Werner Tscholl zum Architekten des Jahres präsentiert.

Viele lobende Worte für die architektonische Gestaltung des Neubaus unter Regie des Landes gibt es nun auch vom „Istituto Nazionale di Archittetura“. Das Gremium listet das Schülerheim im „Yearbook 2017“ der nationalen Architektenkammer auf und  hat es als einziges Projekt aus Südtirol in die Publikation „100 progettisti italiani 2017“ aufgenommen. Diese Publikation sammelt die wichtigsten Projekte von Architekten, Designern und Projektanten, die den italienischen Architekturstil in der Welt bekannt machen. Sie ist somit eine wertvolle Sammlung für alle Interessierten und schlägt ein neues Kapitel der moderne Architekturgeschichte in Italien auf.

Besonders erfreut über die Anerkennung ist man in der Abteilung Hochbau des Landes, wo das Projekt der Fürstenburg in Auftrag gegeben wurde. „Für uns alle ist es eine große Ehre, dass dieses für die Schulwelt bestimmte Gebäude so eine große Aufmerksamkeit erfährt und dies aus mehreren Gründen“, erklärt Hochbaulandesrat Christian Tommasini. Einmal mache es das Vinschgau um ein neues architektonisches Juwel reicher, zum anderen sei es der Beweis dafür, dass eine öffentlich-private Partnerschaft sehr erfolgreich sein kann und schließlich unterstreiche das Projekt die Wichtigkeit von schulischen Neubauten für das Land, sagt Tommasini.

Das Gestaltungskonzept des Schülerheims leitet sich von den wichtigsten historischen Bauten in unmittelbarer Nähe des Bauplatzes ableitet, wie zum Beispiel von Marienberg, der Fürstenburg oder dem Widum von Burgeis, deren Erscheinungsbild von alternierendem Schwarz-Weiß geprägt ist.

Beim Neubau des Schülerheimes der Fürstenburg, das im Sommer 2016 fertiggestellt wurde, handelt es sich um ein PPP- Projekt (public-private-partnership also eine öffentlich-private Partnerschaft), das in enger Zusammenarbeit zwischen der "Fürstenburg GmbH" – zu dem sich die Firmen Volcan GmbH, Veba Invest GmbH und Wohnbau GmbH zusammengeschlossen hatten –  und dem Land Südtirol verwirklicht wurde. Es ist das erste seiner Art. Das Schülerheim hat 56 Schlafzimmer – 49 davon sind Doppelzimmer mit Dusche und WC, ein Doppelzimmer ist für Schüler mit Beeinträchtigungen ausgestattet. Zudem gibt es eine Küche, einen Speisesaal, eine Bibliothek und einen Mediensaal, aber auch vier Schulzimmer für die Fachschule. Insgesamt umfasst das Heim 11.000 Kubikmeter, von denen 9000 oberirdisch errichtet wurden. In das neue Schulgebäude hat das Land rund 10,5 Millionen Euro investiert.

MU

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