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Südtirols Bildungslandesrat bei österreichischem Bildungsminister

Die Anerkennung des neuen Lehramtsstudiums stand im Mittelpunkt eines Treffens von Südtirols Bildungslandesrat mit dem österreichischen Bildungsminister in Wien.

Südtirols Bildungslandesrat will die Durchlässigkeit der Lehramtsstudien vorantreiben. Das Thema Lehramtsstudium, vor allem das neue österreichische Lehramtsstudium, bildete den Schwerpunkt eines Treffens zwischen Südtirols Bildungslandesrat und dem österreichischen Minister für Bildung, Wissenschaft und Forschung, Heinz Faßmann, heute (13. Mai) in Wien.

"Wir möchten nicht nur für die 770 Südtiroler Lehramtsstudierenden in Österreich Klarheit und Planbarkeit schaffen, als Landesregierung sind wir auch davon überzeugt, dass wir die in Österreich ausgebildeten Lehrpersonen an unseren Bildungsstätten aufnehmen möchten", sagte Südtirols Bildungslandesrat. Von den 770 Südtiroler Lehramtsstudierenden in Österreich studieren 562 in Innsbruck, von denen 200 im "Lehramt neu", das in Italien noch nicht anerkannt beziehungsweise gleichgestellt ist.

Im Hinblick auf die nächste Verhandlungsrunde der gemischten italienisch-österreichischen Kommission, die mit der Studientitelanerkennung betraut ist, verwies Südtirols Landesrat - auch angesichts der hohen Anzahl betroffener Studenten - auf die Dringlichkeit des Anliegens. "Nachdem es immer wieder zu Verzögerungen gekommen ist, habe ich Minister Faßmann ersucht, auf den notwenigen Notenwechsel zwischen Italien und Österreich zu drängen", berichtete der Bildungslandesrat nach dem Treffen in Wien, "Minister Faßmann hat zugesichert, dass Österreich mit allen Mitteln dafür arbeiten werden, die Verhandlungen zügig weiterzubringen."

Südtirols Bildungslandesrat brachte heute im Bildungsministerium in Wien auch das Thema der Fachhochschulen und der Anerkennung der Studientitel zur Sprache. "Ein Notenwechsel zu den Fachhochschulabschlüssen erweist sich als schwierig, da die Fachhochschulen keine Universitäten im engeren Sinne darstellen, die Studienabschlüsse sehr unterschiedlich sind und eine ein- oder gegenseitige Anerkennung sich aufwändig gestaltet",  berichtete der Bildungslandesrat nach dem Austausch in Wien. 

LPA/jw