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Rollenbilder bei der Ausbildungs- und Berufswahl durchbrechen

Den Startschuss für die Kampagne "Umdenken öffnet Horizonte" gab heute (17. Oktober) Landesrat Philipp Achammer zusammen mit vier Südtiroler Testimonials.

LR Achammer flankiert von vier Testimonials der neuen Kampagne "Umdenken öffnet Horizonte", zusammen mit Abteilungsdirektorin Tschugguel (1.v.l.) und Amtsdirektorin Seebacher (2.v.l.). - Foto: LPA/Benischek

Es sind immer noch die klassischen Rollenklischees, die in den Köpfen vieler tief verankert sind, und die Entscheidungen der meisten Menschen lenken: Wem trauen Sie zu, das kaputte Auto sachkundig zu reparieren? Einem Mann oder einer Frau? Und wer pflegt Sie im Alter besser? Eine Frau oder ein Mann?

"Umdenken öffnet Horizonte": Die neu aufgelegte Kampagne des Landes Südtirol, in deutscher und italienischer Sprache, will zum Umdenken bewegen, den Rollenstereotypen entgegenwirken und zu einer geschlechtersensiblen Berufswahl beitragen. Gerade in der Berufswahl zeige sich, dass Jungen und Mädchen nach wie vor auf geschlechtstypische Berufe zurückgreifen, betonte Landesrat Philipp Achammer: "Aber junge Menschen müssen ihre individuellen Fähigkeiten und Fertigkeiten ohne starre Vorstellungen darüber, was ein typisch männlicher oder weiblicher Beruf ist, entfalten können."

Auf den Plakaten und Postkarten der Bewusstseinskampagne ist jeweils das Gesicht einer Frau und eines Mannes abgebildet. Darunter wird beispielsweise gefragt: "Von wem lassen Sie sich lieber nach Paris fliegen?" oder: "Vom wem lassen Sie lieber Ihre Wohnung reinigen?" Neu ist, dass erstmals Südtirolerinnen und Südtiroler als Testimonials für diese Kampagne gewonnen werden konnten. "Die 14 Testimonials haben, aufgrund ihrer nicht klassischen Berufsausübung, Vorbildcharakter", betonte Rolanda Tschugguel, Direktorin der Landesabteilung Bildungsförerung. "Sie zeigen, dass es sich lohnt, den ganz persönlichen Weg in der Ausbildungs- und Berufswahl einzuschlagen, um erfolgreich zu sein."

Landesrat Achammer hielt im Rahmen der Kampagnenvorstellung auch fest, dass den Schulen eine entscheidende Rolle zufalle, das traditionelle Rollenverständnis zu durchbrechen. "Wenn Frauen in den klassischen Männerberufen von der Gesellschaft wahrgenommen oder gar anerkannt werden, erhöht sich nicht nur ihr Berufswahlspektrum, sondern auch die Chance auf einen Arbeitsplatz", sagte der Landesrat.

Die Bewusstseinskampagne "Umdenken öffnet Horizonte" zur geschlechtersensiblen Ausbildungs-und Berufswahl ist eine Initiative des Landesamtes für Ausbildungs- und Berufsberatung und startet Ende Oktober. Amtsdirektorin Alexa Seebacher weist darauf hin, dass "Lehrerinnen und Lehrer die deutsch- und italienischsprachigen Plakate und Postkarten als didaktisches Material verwenden können, um das Thema im Unterricht anschaulich aufzugreifen."

Video- und Audiodateien zum Downloaden:
http://www.provinz.bz.it/news/de/news.asp?news_action=4&news_article_id=631533

LPA/mpi

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