Anerkennung

Das königliche Dekret Nr. 1592 vom 31.08.1933 sieht vor, dass im Ausland erworbene akademische Studientitel keine gesetzliche Gültigkeit in Italien haben.

Das bedeutet, dass diese Titel nur nach der Anerkennung für verschiedene Zwecke (z.B. für die Teilnahme an Wettbewerben oder die Eintragung in die Rangordnungen der öffentlichen Verwaltung, für die Zulassung zu Staatsprüfungen) verwendet werden können.

Mit der Ratifizierung der Lissabon Konvention durch Gesetz Nr. 148 vom 11. Juli 2002 wurde in Italien das Konzept der zielgerichteten Anerkennung ausländischer Studientitel eingeführt. Die Universitäten üben diese Befugnis im Rahmen ihrer Autonomie und in Übereinstimmung mit den jeweiligen Vorschriften aus, mit Ausnahme der bilateralen Abkommen in diesem Bereich (Lissabon Konvention vom 11. April 1997, welche in Italien mit Gesetz Nr. 148/2002 ratifiziert wurde).
Die Anerkennung erfolgt daher zum Zweck des Erwerbs des italienischen Studientitels - ein Bewertungsverfahren der ausländischen Abschlusstitel des ersten und zweiten Zyklus zur Erlangung eines entsprechenden italienischen Abschlusstitels des ersten bzw. zweiten Zyklus.
Das Ziel dieser Prozedur ist die Vergabe eines italienischen Abschlusstitels, d.h. eines Titel mit Rechtskraft in Italien.

Historisch gesehen wurde dieses Verfahren als "Gleichwertigkeit" bezeichnet, auch wenn im Gesetz Nr. 148/2002 dieser Begriff nicht mehr verwendet wird. Außerdem wurde durch Artikel 9 des Gesetzes 148/2002 das vorherige Gleichwertigkeitsverfahren aufgehoben (Artikel 9: Absatz zwei und drei des Artikels 170 und des Artikels 332 des Einheitstextes der Gesetze zur Hochschulbildung laut königlichem Dekret Nr. 1592 vom 31. August 1933 sind aufgehoben.).

Es besteht außerdem die Möglichkeit der beruflichen Anerkennung (für reglementierte Berufe).