Zulassungstitel zur Lehrtätigkeit

Zulassungstitel zur Lehrtätigkeit

Die Anstellung als Lehrperson an Schulen staatlicher Art erfolgt über Schul- und Landesranglisten.
Für die Eintragung in die Schulranglisten ist ein italienischer oder ein anerkannter ausländischer Studienabschluss mit einer Dauer von mindestens 4 bzw. 5 Jahren Voraussetzung.
Für die Eintragung in die Landesranglisten ist eine italienische Lehrbefähigung oder eine ausländische in Italien anerkannte Lehrbefähigung erforderlich.
Zuständig in Südtirol sind die Schulämter.

Die Zulassungstitel zu den Wettbewerbsklassen der Mittel- und Oberschulen sind im Dekret des Präsidenten der Republik Nr. 19/2016 und im Ministerialdekret D.M. 259 vom 9.05.2017, womit einige Änderungen vorgenommen wurden, enthalten.
Die Zulassungstitel zu den Wettbewerbsklassen der Mittel- und Oberschulen, die es nur in Südtirol gibt, sind im Beschluss der Landesregierung Nr. 1198/2016 enthalten.

Für die Zulassung zu den Wettbewerbsklassen der Berufsschulen in Südtirol ist das Amt für Personalaufnahme (Externer Link)der Autonomen Provinz Bozen zuständig.
Es gibt Wettbewerbsklassen, für welche ein fünfjähriges Hochschulstudium (Externer Link)erforderlich ist, und Wettbewerbsklassen, für welche andere Zugangsvoraussetzungen (Externer Link)vorgesehen sind.

Auf diesen Archivseiten sind Informationen zu den alten Wettbewerbsklassen (Externer Link)an Mittel- und Oberschulen und den jeweiligen Zulassungstiteln der alten Studienordnung (Externer Link)verfügbar.

Im Ausland erworbene Lehrbefähigungen zum Zwecke des Unterrichtens an Schulen staatlicher Art werden gemäß Richtlinie 2005/36/EG und 2013/55/EG anerkannt.

Beim Anerkennungsverfahren gilt der Grundsatz, dass man auf dem Anerkennungsweg nur jene Lehrbefähigungen erwerben kann, die der Antragsteller/die Antragstellerin auch im Herkunftsland (der Ausbildung) effektiv besitzt. Dieser Weg kann nur beschritten werden, sofern im Herkunftsland die volle Lehrerausbildung abgeschlossen wurde (z.B. abgeschlossenes Lehramtsstudium in Österreich oder erstes und zweites Staatsexamen in Deutschland).

Für die Erlangung der Lehrbefähigung nimmt das italienische Unterrichtsministerium eine inhaltliche Überprüfung der ausländischen Ausbildung vor. Sollten sich die Dauer oder die Inhalte der Ausbildung im Herkunftsland wesentlich von der Ausbildung in Italien unterscheiden, ist allerdings damit zu rechnen, dass das Unterrichtsministerium "Kompensationsmaßnahmen" verlangen wird, welche in Form von Eignungsprüfungen oder Anpassungslehrgängen abzuleisten sind.

Zuständig in Italien ist das Unterrichtsministerium.

Das Gesetz Nr. 107/2015 hat dem Land Südtirol die Befugnis übertragen, an Stelle des Unterrichtsministeriums in Rom die Anerkennung der in einem Mitgliedstaat der Europäischen Union erworbenen Lehrbefähigung für den Unterricht an Schulen in Südtirol vorzunehmen. Das Land kann somit die von einem Mitgliedsaat der EU ausgestellte Lehrbefähigung für die Wettbewerbsklassen anerkennen, die nur in der Provinz Bozen bestehen, oder an den deutschsprachigen Schulen in Südtirol, oder an ladinischen Schulen in deutscher Sprache unterrichtet werden.

Das Gesuch um Anerkennung der ausländischen Lehrbefähigung muss an die Deutsche Bildungsdirektion gerichtet werden.

Das Gutachten wird von der schulämterübergreifenden Kommission ausgestellt.