Lehrvertrag

Voraussetzung für einen Lehrvertrag der traditionellen Lehre

Ein Arbeitgeber oder eine Arbeitgeberin kann mit einem jungen Menschen, der bei seiner Einstellung mindestens 15 Jahre und noch nicht 25 Jahre alt ist und falls minderjährig die Mittelschule positiv abgeschlossen hat, ein Lehrverhältnis der traditionellen Lehre (Lehre zum Erwerb einer Qualifikation und eines Berufsbildungsdiploms) eingehen.

Hier finden Sie ein Muster für den Lehrvertrag der traditionellen Lehre.

Voraussetzung für einen Lehrvertrag zum Erwerb des Diploms der staatlichen Abschlussprüfung

Das Modell „Matura über einen Lehrvertrag“ wurde für die Sektoren Handwerk und Industrie in eigenen Kollektivverträgen verankert. Das Höchstalter für diesen Lehrvertrag ist auf 24 Jahre festgelegt.

Dieser spezielle Vertrag sieht alle Vorteile eines traditionellen Lehrvertrags vor: Begünstigungen bei den Sozialabgaben und eine progessive Entlohnung des Lehrlings (1. Jahr 70%, 2. Jahr 80%).

Der Arbeitgeber oder die Arbeitgeberin hat die Pflicht, den Lehrling für den Schulbesuch und die Prüfungen freizustellen.

Umgekehrt hat der Lehrling die Pflicht, die Schule zu besuchen und dafür auch Freizeit (z.B. Samstage) zu investieren.

Hier finden Sie ein Muster für den Lehrvertrag zum Erwerb des Diploms der staatlichen Abschlussprüfung sowie für die Vereinbarung zwischen Arbeitgeber und für Berufsschule und für den Individuellen Ausbildungsplan. Sowohl die Vereinbarung als auch der individuelle Ausbildungsplan sind integreirender Bestandteil des Lehrvertrags.

Meldung des Arbeitsverhältnisses

Als Arbeitgeber sind Sie verpflichtet, die Einstellung eines Lehrlings spätestens einen Tag vor Arbeitsbeginn dem Amt für Arbeitsmarktbeobachtung zu melden. Diese sogenannte Einheitsmeldung des Arbeitsverhältnisses erfolgt telematisch über das System ProNotel2.

Dabei werden auch alle Daten erfasst, die das Amt für Lehrlingswesen und Meisterausbildung für die Einschreibung der Lehrlinge in die Berufsschule benötigt. Bitte achten Sie bei der Meldung über ProNotel2 darauf, dass Sie folgende Felder richtig ausfüllen:

  1. Sprache Berufsschule
  2. Beginn und Ende der Ausbildung
  3. Studientitel

Diese Angaben sind für das Amt für die Einschreibung in die Berufsschule wichtig. Dem Amt muss keine Kopie des Lehrvertrages geschickt werden!

Verkürzung der Lehrdauer - Bildungsguthaben

Als Arbeitgeber können Sie mit dem Lehrling eine Verkürzung der Lehrzeit vereinbaren. Voraussetzung dafür ist, dass der Lehrling die schulische Ausbildung abgeschlossen hat und das Ausbildungsziel vorzeitig erreicht.

Für bestimmte Bildungsguthaben (z.B. Abschluss von Berufsfachschulen) hat die Landesregierung im Einvernehmen mit den Sozialpartnern Kriterien für die Verkürzung beschlossen. Diese sollten Sie als Arbeitgeber berücksichtigen.

Eine verkürzte Lehrdauer kann bereits im Lehrvertrag festgelegt oder auch im Nachhinein zum Zweck der Zulassung zur Lehrabschlussprüfung vereinbart werden. Die nachträgliche Verkürzung der Lehrdauer muss der Berufsschule, an der der Lehrling die Lehrabschlussprüfung ablegen möchte, mit dem folgenden Formular mitgeteilt werden: Mitteilung über die Verkürzung der Lehrzeit.

Lehrlinge, die bereits einschlägige berufstheoretische Kenntnisse oder eine höhere Allgemeinbildung haben, können ganz oder teilweise von der Berufsschulpflicht befreit werden. Die Entscheidung darüber trifft der Direktor oder die Direktorin der Berufsschule.

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