Berufseingangsphase

Der Übergang vom Studium ins Berufsleben ist eine neue Herausforderung. Deshalb ist in den ersten beiden Unterrichtsjahren eine besondere Form der Begleitung vorgesehen, und zwar für die Lehrerinnen und Lehrer der staatlichen Grund-, Mittel- und Oberschule, die mit gültigem Studientitel oder mit Lehrbefähigung und befristetem Arbeitsvertrag Dienst leisten.

Wer?

Lehrpersonen mit gültigem Studientitel oder gültiger Lehrbefähigung und befristetem Arbeitsvertrag

Befristeter Arbeitsvertrag:

  • von Unterrichtsbeginn bis voraussichtlich wenigstens 30. April
  • über wenigstens 9 bzw. 11 Wochenstunden

Von der Berufseingangsphase befreit sind all jene Lehrpersonen, die

  • bereits in ihrem ersten Unterrichtsjahr einen unbefristeten Arbeitsvertrag abschließen
    oder
  • zum Stichtag 31. August 2017 wenigstens 180 Tage Dienst mit gültigem Studientitel innerhalb eines Schuljahres an Schulen staatlicher Art oder an gleichgestellten Schulen in Südtirol oder in anderen Provinzen Italiens geleistet haben.

Eine Lehrperson leistet immer dann Dienst mit gültigem Studientitel, wenn sie einen gültigen Studientitel einschließlich der für den Unterricht vorgesehenen Ergänzungsprüfungen besitzt. Die gültigen Studientitel und Ergänzungsprüfungen für den Unterricht sind im Dekret des Präsidenten der Republik 19/2016, im Ministerialdekret 529/2017 und im Beschluss der Landesregierung 1198/2016 festgelegt.

Was?

Die Probezeit ist im ersten Jahr der Berufseingangsphase vorgesehen. Am Ende des Schuljahres bewertet die Schulführungskraft die Probezeit, sofern die Lehrperson mindestens 180 Tag effektiven Dienst geleistet hat.

In der Probezeit. wird überprüft, ob die grundsätzlichen beruflichen Kompetenzen vorhanden sind. Die Schulführungskraft bewertet am Ende des Schuljahres die Probezeit, nach Anhörung des Dienstbewertungskomitees und anhand von verbindlichen Kriterien.

Als Bewertungsgrundlagen für die Schulführungskraft dienen:

  • die dokumentierten Unterrichtsbesuche der Schulführungskraft samt Vor- und Nachbesprechung (Unterrichtsbesuche können zusätzlich auch von Mitgliedern des Dienstbewertungskomitees durchgeführt werden)
  • das Portfolio der beruflichen Entwicklung
  • der Bericht des Tutors oder der Tutorin
  • der Bewertungsvorschlag des Dienstbewertungskomitees

Bei negativer Bewertung wiederholt die Lehrperson die Probezeit im zweiten Jahr der Berufseingangsphase, eventuell auch an einer anderen Schule. Eine zweite negative Bewertung der Probezeit hat den Ausschluss aus sämtlichen Landes- und Schulranglisten für die Aufnahme in den Dienst an den deutsch- und italienischsprachigen Schulen und an den Schulen der ladinischen Ortschaften zur Folge.

Die Fortbildungspflicht umfasst:

  • Fortbildung
  • Praxisreflexion
  • Kollegiale Hospitation
  • Portfolio der beruflichen Entwicklung

Die Zusammenarbeit mit einem Tutor oder einer Tutorin ist vorgesehen.

Für den Abschluss der Berufseingangsphase führt die Lehrerin oder der Lehrer das Abschlussgespräch mit der Schulführungskraft. Ergebnis dieses Gesprächs ist die Bestätigung über den Abschluss der Berufseingangsphase.

Für die Fortbildungspflicht wird ein spezifisches Ausbildungsprogramm angeboten. Es besteht aus der aktiven Teilnahme an Fortbildungen, Reflexionsgruppen und kollegialen Hospitationen einerseits und andererseits führen die Lehrerinnen und Lehrer das Portfolio der beruflichen Entwicklung. Dafür ist insgesamt ein Zeitaufwand von 100 Stunden vorgesehen, die sich auf die zwei Schuljahre der Berufseingangsphase verteilen.

Der detaillierte Ausbildungsplan wird für jedes Schuljahr festgelegt.

Die zuständige Schulführungskraft gewährt Bildungsguthaben. Ein Bildungsguthaben erhält, wer:

  • das Unterrichtspraktikum zum Erwerb der Lehrbefähigung in Österreich und die spezifische Ausbildung vor Eintritt in Berufseingangsphase abgeschlossen hat
  • zeitgleich mit der Berufseingangsphase eine lehrbefähigende universitäre Ausbildung im Inland absolviert oder absolviert hat
  • im Rahmen der Pilotierung der Berufseingangsphase die angebotenen Fortbildungsmodule absolviert hat
  • einen Arbeitsvertrag für den Integrationsunterricht hat und die verpflichtende Fortbildung besucht
  • im Berufsbildungs- und Probejahr ist und vorab die Berufseingangsphase abgeschlossen hat (38 Stunden)
  • im darauffolgenden Schuljahr im Berufsbildungs- und Probejahr ist und das erste Jahr der Berufseingangsphase absolviert hat

Das aktuelle Ausbildungsprogramm finden Sie auf der Webseite der Pädagogischen Abteilung.

Wie lange?

In den ersten zwei Schuljahren mit befristetem Arbeitsvertrag.

Häufig gestellte Fragen und Antworten

Die Antworten auf häufig gestellte Fragen finden Sie auf der Webseite "Didaktik und Beratung".

Überblick zur Berufseingangsphase finden Sie als Anlage zum Rundschreiben Nr. 24/2019

Kontakt

Verwaltungstechnische Fragen (z.B. Pflicht, Aufschub, Dokumentation, Bildungsguthaben)

Rita Pristinger, E-Mail: rita.pristinger@schule.suedtirol.it, Tel 0471 417578 und Birgit Marini: E-Mail: birgit.marini@schule.suedtirol.it, Tel. 0471 417575, Amt für das Lehrpersonal (alle Schulstufen)

 

Inhaltliche und organisatorische Fragen

Silvia Kaser, E-Mail: silvia.kaser@schule.suedtirol.it, Tel. 0472 251573, Pädagogische Abteilung (Mittel- und Oberschule)

Petra Eisenstecken, E-Mail: petra.eisenstecken@schule.suedtirol.it, Tel. 0471/417262, Pädagogische Abteilung (Grundschule)

 

Rechtsquellen