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Eröffnungskonferenz des Kindergarten- und Schuljahres 2019/2020

Bildungsdirektor Gustav Tschenett begrüßte die Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Foto: vh

Beweglichkeit im täglichen Schulleben, die Wechselwirkung zwischen lokalem Handeln und globalem Denken sowie die Wirkkraft von Innovationen standen im Mittelpunkt der Eröffnungskonferenz des neuen Kindergarten- und Schuljahres.

»Auf einem wankenden Schiff fällt um, wer stillsteht und sich nicht bewegt.« Mit diesem Zitat von Ludwig Börne eröffnete Bildungsdirektor Gustav Tschenett das neue Bildungsjahr 2019/2020 im Rahmen der Eröffnungskonferenz im Klassischen, Sprachen- und Kunstgymnasium »Walther von der Vogelweide« in Bozen.

Die Führungskräfte aus Kindergarten und Schule kommen bei dieser Konferenz nach der Sommerpause zusammen, informieren sich über Neuigkeiten, tauschen sich aus und diskutieren über anstehende Aufgaben und Herausforderungen. »Dass wir nicht stillstehen und dass wir beweglich sind, zeigen wir tagtäglich«, bekräftigte Gustav Tschenett. Vor allem im Bildungsbereich sei Beweglichkeit das Um und Auf, es gehe um Lernen, um Innovation, schnelles Handeln und Reagieren.

Bildungslandesrat Philipp Achammer richtete in seiner Rede das Augenmerk auf zwei couragierte Schülerinnen: Greta Thunberg und Malala Yousafzai. Beide jungen Frauen hätten mit Idealismus und ihrem Drang, die Welt zu verbessern, eine kleine kulturelle Revolution losgetreten und zeigten Erwachsenen die Folgen ihres Tuns auf. Die eine setze sich dafür ein, auch während der Unterrichtszeit gegen mangelnde Handlungsbereitschaft der politischen Entscheidungsträger in globalen Fragen demonstrieren zu dürfen, die andere ist eine pakistanische Kinderrrechtsaktivistin und trete dafür ein, das alle Mädchen weltweit die Möglichkeit zum Schulbesuch haben sollten.

»Schule kann mit Sicherheit nicht die Defizite der Gesellschaft auffangen und bewältigen, die Klimakrise lösen und alle Ungleichheiten zwischen Mädchen und Buben abbauen«, so der Bildungslandesrat. Kindergarten und Schule müssten aber die Lebens- und Gedankenwelt von jungen Menschen aufnehmen – und manches Mal könnten und sollten Kindergarten und Schule auch vorausgehen.

Gastreferent Stefan Zehetmeier vom Institut für Unterrichts- und Schulentwicklung der Universität Klagenfurt sprach über das Thema »Wenn die Innovation kommt …«. Er wählte dafür die Metapher des Hühnerhauses, das in Aufruhr gerät, wenn von außen Innovationen angestoßen werden: Klopfe man von außen auf das Hühnerhaus, gehe drinnen alles durcheinander, die Hennen verließen ihren Platz und wirbelten Staub und Dreck auf, um bei wieder einkehrender Ruhe auf ihren Stammplatz zurückzukehren.

»Wir folgern daraus, dass Innovationen als etwas Bedrohliches wahrgenommen werden können, dass sie den gewohnten Arbeitsablauf unterbrechen und oft auf Widerstand stoßen«, sagte Zehetmeier. Es gehe bei Innovationen vor allem darum, diese klar zu kommunizieren, Adressaten und Beteiligte klar zu benennen und den Entwicklungen Zeit zu geben.

Am Ende der Veranstaltung wurden die Direktorinnen und Direktoren und ein Inspektor gewürdigt, die mit Ende des Kindergarten- und Schuljahres 2018/2019 am 31. August in den Ruhestand treten werden. Zugleich wurden die neuen Führungskräfte begrüßt und mit großem Vertrauensvorschuss für ihre verantwortungsvolle Aufgabe bedacht.

Musikalisch wurde die Eröffnungskonferenz vom Saxophonensemble der Holzbläser- und Pianistenwerkstatt „Colour Winds“ begleitet. Ebenso bot das Duo Klavier und Querflöte einen Ohrenschmaus, der mit viel Applaus bedacht wurde.

TS

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