Intervention

Intervention
Foto: Julia von Spinn

Die Ursachen und Hintergründe von Schulabsentismus sind vielfältig und – trotz guter Präventionsarbeit – gibt es immer wieder einzelne Schüler und Schülerinnen, die bestimmte Risikofaktoren aufweisen und klare Anzeichen von schulabsentem Verhalten zeigen.
Jeder dieser Fälle muss individuell betrachtet werden und ebenso individuell gestaltet sich der Umgang damit.
Wichtig sind deshalb das frühzeitige Erkennen der Warnsignale/Indikatoren von Schulabsentismus sowie eine rasche Reaktion auf solches Verhalten durch transparente Schulregeln und eine Regelung der Abwesenheiten, angemessene Managementstrategien der Schule und einen klaren Handlungsplan. Es geht darum, das Fehlen der Kinder und Jugendlichen ernst zu nehmen und als Hilferuf zu verstehen.
Die Unterstützung kann innerschulisch durch Beratungslehrpersonen, durch die Schulführungskraft, Sozialpädagogen und Sozialpädagoginnen und durch schulnahe sowie externe Hilfsangebote erfolgen.

5.1 Interventionskonzept zum Umgang mit Schulabsentismus

Das Interventionskonzept soll den Schulen als Grundlage sowie als Ergänzung zu bereits bestehenden internen Schulkonzepten dienen. Das Ziel ist es, möglichst früh zu intervenieren: sowohl bei unentschuldigtem Fehlen als auch bei entschuldigten Abwesenheiten ohne nachvollziehbarem Grund.
Für eine erfolgreiche Umsetzung ist es unabdingbar, dass dieses schulinterne Interventionskonzept allen Beteiligten bekannt ist und verbindlich wirkt.

  • Es gibt eine verbindliche Anwesenheitsdokumentation und eine zuständige Lehrperson (z. B. der Klassenvorstand), welche die Abwesenheit der einzelnen Schülerinnen und Schüler im Blick behält.
  • Es gibt eine einheitliche Entschuldigungsregelung, die alle Beteiligten kennen – auch die Schüler und Schülerinnen sowie deren Eltern. Auch die Konsequenzen bei unentschuldigten Absenzen sind allen klar.

5.2   Handlungsleitfaden

Der folgende Handlungsleitfaden ist eine empfohlene Vorgehensweise, die in Fällen von entschuldigtem und unentschuldigtem Fehlen Orientierung bieten kann. Die Angaben der Fehltage sind Richtwerte, ab wann welche Schritte sinnvoll sein können. Natürlich steht es jeder Schule frei, die Fehltage selbst festzulegen sowie den Leitfaden den eigenen Bedürfnissen und Gegebenheiten anzupassen.

Regelmäßige Anwesenheitskontrolle durch die Klassenlehrperson und schriftliche Dokumentation der Abwesenheiten mithilfe vom Klassen- und Fachregister

 

Elterngespräch

Ärzt. Attest

Einvern

Helferkonf

Protokoll