Erasmus+

Unter dem Dach von ERASMUS+ werden seit 2014 die bisherigen Programme für lebenslanges Lernen, Jugend in Aktion sowie die internationalen EU-Hochschulprogramme zusammengefasst und neu strukturiert. Für den Zeitraum 2014-2020 stehen mehr als 14 Mrd. Euro für Erasmus+ zur Verfügung. 77% des gesamten Programmbudgets sind dem Bildungsbereich zugeordnet, eine deutliche Steigerung gegenüber der letzten Programmperiode. Damit können in diesen sieben Jahren EU-weit mehr als vier Millionen Menschen – fast doppelt so viele wie im Vorgängerprogramm - von Förderungen für die allgemeine und berufliche Bildung profitieren.

Folgende Erasmus+ Projekte laufen derzeit an der Deutschen Bildungsdirektion:    
ELIS (KA2)
Innovitas (KA2)
Puls+ (KA2)
MiG (KA2)
HS-Tutorials (KA2)

Das Programm Erasmus+ steht allen Lernenden vom Kindergarten bis in den Hochschulbereich sowie Lehrkräften, Ausbilderinnen und Ausbildern in allen öffentlichen und privaten Einrichtungen offen, die in der allgemeinen und beruflichen Bildung, im Jugend- und im Sportbereich tätig sind. Bei Kooperationsprojekten soll die Einbeziehung von Unternehmen als Partner für Bildungseinrichtungen und Jugendorganisationen künftig eine stärkere Rolle spielen.

In der Antragsrunde 2019 wurde das Budget für die Schulbildung wiederum aufgestockt, weshalb die Aussichten auf eine Finanzierung der Projektvorhaben äußerst günstig sind.

Erasmus+ sieht drei verschiedene Leitaktionen (Key Actions – KA) vor:

1.Lernmobilität von Einzelpersonen (KA1)

Personen aus allen Bereichen der allgemeinen und beruflichen Bildung soll ermöglicht werden, zum Lernen ins Ausland zu gehen. Diese Leitaktion 1 umfasst:

  • die Mobilität von Schülerinnen und Schülern, Personen in der beruflichen Ausbildung und Lehrlingen für einen Studien- oder Schulungsaufenthalt oder ein Praktikum,
  • die Mobilität für das Personal im Bildungsbereich in Form eines Lehraufenthaltes oder einer Aktivität zur beruflichen Entwicklung,
  • die Mobilität für Studierende und Personal im Hochschulbereich mit der Möglichkeit an Hochschuleinrichtungen überall auf der Welt zu studieren oder zu lehren.

2. Strategische Partnerschaften

Strategische Partnerschaften sind Projekte, bei denen Schulen, Kindergärten oder andere für die Schulbildung relevante Organisationen aus verschiedenen Ländern zusammenarbeiten. Ziel einer Strategischen Partnerschaft ist das voneinander Lernen oder die Unterstützung und Implementierung innovativer Methoden und Materialien für das Lehren und Lernen. In der Regel sind dafür mindestens drei Projektpartner aus drei Programmländern erforderlich. Wenn es den Projektzielen dient, können sich zusätzlich Einrichtungen aus Partnerländern beteiligen. Eine Ausnahme bilden die

School Exchange Partnerschaften (Aktion KA229)

Kernstück dieser Projekte sind Auslandsaufenthalte der Lernenden und Lehrenden. Das Antragsverfahren wird verglichen mit den anderen KA2 Partnerschaften vereinfacht sein. Hier arbeiten ausschließlich Schulen und/oder Kindergärten aus verschiedenen Ländern zusammenarbeiten. Ziel dieser Projektart ist das voneinander Lernen, vor allem aber der Austausch, die Mobilität von Schülerinnen und Schüler und deren Lehrkräfte. Lernende können Kurzzeitaufenthalte an der Partnerschule absolvieren, aber auch längere Zeiträume an einer der Partnerschulen verbringen (2 bis 12 Monate). Dasselbe gilt für die Lehrkräfte. Diese können sich zu kurzen gemeinsamen Fortbildungen treffen oder an der Partnerschule unterrichten (ebenfalls 2 bis 12 Monate). Dafür sind mindestens zwei Projektpartner aus zwei Programmländern erforderlich, maximal können sechs Schulen oder Kindergärten an einem Projekt teilnehmen. School Exchange-Partnerschaften dauern zwischen 12 und 24 Monate. Beinhaltet das Projekt eine Langzeitmobilität (ab 2 Monate) für Schülerinnen und Schüler ist eine Projektdauer bis zu 36 Monaten möglich. Die Förderhöhe beträgt maximal 16.500,00 Euro pro Jahr und Projektpartner.

Ausführliche Informationen zu School Exchange Partnerschaften finden Sie auf folgenden Homepages:

Italienische Nationalagentur  
Österreichische Nationalagentur

3. Unterstützung politischer Reformen (KA3)

Gefördert werden sollen Aktivitäten zur Umsetzung der politischen Agenda der EU im Bereich der allgemeinen und politischen Bildung, die Anwendung der Tranparenz- und Anerkennungselemente der EU (wie Europass, Europäischer Qualifikationsrahmen, ECTS), nationale Informationszentren (NARIC, Eurydice, Euroguidance, eTwinning), der politische Dialog innerhalb sowie außerhalb der EU.

Welche Länder können teilnehmen?

Erasmus+ steht allen EU-Mitgliedstaaten sowie den EFTA-Staaten Island, Liechtenstein, Norwegen und Schweiz offen. Darüber hinaus können auch die Türkei und die frühere jugoslawische Republik Mazedonien teilnehmen. Weitere Kandidatenländer, potenzielle Kandidatenländer und Länder der europäischen Nachbarschaftspolitik können in Teilbereichen bzw. im Rahmen von entsprechenden Abkommen teilnehmen.
Ferner unterstützt Erasmus + die Zusammenarbeit mit Partnern aus Drittländern, insbesondere Nachbarschaftsländern im Hochschulbereich.


Für den Schulbereich und den Kindergarten sind im Besonderen Einreichtermine wichtig:

Leitaktion 1 (Key Action 1 - KA1) Lernmobilität von Einzelpersonen
Mobilität von Einzelpersonen in den Bereichen allgemeine und berufliche Bildung sowie Jugend

Einreichtermin: 5. Februar 2019, 12 Uhr

Leitaktion 2 (Key Action 2 - KA2) Strategische Partnerschaften in den Bereichen allgemeine und berufliche Bildung sowie Jugend
(inklusive School Exchange Partnerschaften)

Einreichtermin: 21. März 2019, 12 Uhr

Weitere Informationen zu Erasmus+ finden Sie  hier

Den ausführlichen Programmleitfaden (Version vom 26.10.2018 in Deutsch und Italienisch, Version vom 15.01.2019 in Englisch) finden Sie hier: