Häufig gestellte Fragen

Muss eine Lehrperson die BEP absolvieren, wenn…

  • …die vorgeschriebenen 180 Tage Dienst (bis 31.08.17) nicht in jener Wettbewerbsklasse geleistet wurden, für die der Studientitel gültig ist?
    Ja, denn der Dienst muss innerhalb jener Wettbewerbsklasse geleistet worden sein, für welche die LP den gültigen Studientitel (und die vorgeschriebenen Ergänzungsprüfungen) besitzt.
  • …die 180 Tage Dienst (bis 31.08.2017) insgesamt verteilt auf mehrere Schuljahre (auch „gestückelt“) geleistet wurden?
    Ja, da die 180 Tage Dienst innerhalb eines Schuljahres geleistet worden sein müssen.
  • …der Dienst im Ausland geleistet wurde?
    Ja, denn der Dienst muss an Schulen staatlicher Art oder an den gleichgestellten Schulen in Südtirol oder in anderen Provinzen geleistet worden sein.
  • …das Unterrichtspraktikum nicht in Südtirol, sondern in Österreich absolviert wurde?
    Ja, denn nur jene, die das Unterrichtspraktikum im Schuljahr 2016/2017 in Südtirol absolviert haben und somit 180 Tage Dienst mit gültigem Studientitel aufweisen können, fallen in die Regelung zur Befreiung. Der Dienst im Ausland wird nicht berücksichtigt.

    Allerdings gibt es für diese Personen eine Anerkennung von Bildungsguthaben für die fachdidaktischen Module und für die Hospitationen.
    Somit sind nur mehr folgende Teile der Berufseingangsphase verpflichtend:
    1. Jahr: Modul 1 (all. Teil) und Modul Beobachten und Bewerten, Teilnahme an den Reflexionsgruppen, Führen des Portfolios, Absolvieren der Probezeit;
    Modul 0 kann im ersten oder im zweiten Jahr der Berufseingangsphase absolviert werden, es ist ebenfalls verpflichtend;
    2. Jahr: alle Teile (außer Hospitationen)

Achtung: Hat eine Lehrperson zum Stichtag wenigstens 180 Tage Dienst mit gültigem Studientitel oder mit gültiger Lehrbefähigung an einer Schule in einer anderen Provinz Italiens geleistet, wird dieser Dienst berücksichtigt.

  • …sie die Fortbildungen der BEP bereits in den letzten Jahren freiwillig besucht hat?
    Ja. Allerdings gibt es für diese Personen im ersten Jahr der Berufseingangsphase ein Bildungsguthaben für Fortbildung (durch Vorlage von einzelnen Besuchsbestätigungen bzw. des Zertifikats bei der Schulführungskraft); aufrecht bleiben folgende Teile: Teilnahme an den Reflexionsgruppen (MS und OS), Durchführen von Hospitationen, Führen des Portfolios, Absolvieren der Probezeit; für das zweite Jahr der Berufseingangsphase gibt es kein Bildungsguthaben.
  • …wenn sie heuer nicht in jener Wettbewerbsklasse unterrichtet, für die sie den gültigen Studientitel aufweist?
    Nein.
  • …wenn sie im letzten Jahr Dienst (mit gültigem Studientitel) an der italienischen oder ladinischen Schule geleistet hat)?
    Nein, denn die Bestimmung spricht von 180 Tagen Dienst an einer Schule staatlicher Art in Südtirol oder außerhalb der Provinz.
  • …wenn sie einen gültigen Studientitel besitzt, heuer allerdings Integration (ohne Spezialisierungstitel) unterrichtet?
    Ja. Allerdings gibt es für diese Personen eine Anerkennung von Bildungsguthaben für die verpflichtende Fortbildung im Bereich Integration, die sie im ersten Schuljahr der Berufseingangsphase absolvieren müssen.
    Somit sind für diese Lehrpersonen folgende Teile der Berufseingangsphase verpflichtend:
    1. Jahr: Modul 1 (all. Teil) und Modul 4, Teilnahme an den Reflexionsgruppen, Durchführen von Hospitationen, Führen des Portfolios, Absolvieren der Probezeit;
    Modul 0 kann im ersten oder im zweiten Jahr der Berufseingangsphase absolviert werden, es ist ebenfalls verpflichtend;
    2. Jahr: alle Teile

Darf eine Lehrperson die BEP absolvieren, wenn…

  • …der Arbeitsvertrag erst nach dem 05.09. beginnt?
    Nein. Der Arbeitsvertrag muss als Dienstantritt spätestens den 5. September 2017 (Unterrichtsbeginn) und eine voraussichtliche Dauer bis 30. April 2018 vorsehen.
  • …keine Aussicht auf Verlängerung oder Bestätigung des derzeitigen Vertrags besteht?
    Nein.
  • …der Arbeitsvertrag weniger als 50% vorsieht?
    Nein.
  • ...sie nicht in ihrer Wettbewerbsklasse unterrichtet (oder bei mehreren Arbeitsverträgen die in Summe: weniger als 50% in ihrer Wettbewerbsklasse)?
    Nein.
  • …sie sich in Elternzeit befindet?
    Nein.
  • …sie zwar den gültigen Studientitel besitzt, aber nicht die Voraussetzungen erfüllt, wie z.B. Auftrag zu mind. 50%, Arbeitsvertrag von Unterrichtsbeginn bis 30. April, usw.?
    Nein.
  • …sie keinen gültigen Studientitel besitzt (und Berufseinsteiger/in ist)?
    Nein, das kann personell im Moment nicht abgedeckt werden.
  • ... sie den gültigen Studientitel zu Unterrichtsbeginn nicht besitzt, sondern erst im Oktober das Studium abschließt?
    Nein, alle Voraussetzungen müssen spätestens zu Unterrichtsbeginn erfüllt. sein.

Fragen zum 2. Jahr der Berufseingangsphase:

  • Muss der Auftrag auch im 2. Jahr zu wenigstens 50% bestehen?
    Ja, denn die Regelung bezieht sich auf die gesamte Berufseingangsphase (2 Jahre) und spricht von einem Auftrag zu wenigstens 11 Wochenstunden in der Grundschule oder 9 Wochenstunden in der Mittel- und Oberschule; hier könnte es in einem zweiten Moment evtl. noch eine Nachbesserung geben.
  • Kann das 2. Jahr der BEP auf Grund einer Abwesenheit (Mutterschaft, Dienst im Ausland u.Ä.) auch zu einem späteren Zeitpunkt absolviert werden?
    Ja, bei Wiedereinstieg in den Beruf.
  • Muss der Arbeitsvertrag auch im 2. Jahr von Unterrichtsbeginn bis voraussichtlich wenigstens 30. April dauern?
    Ja, für diesen Zeitraum werden Verlängerungen und Bestätigungen des bestehenden Supplenzvertrages berücksichtigt. Neue Supplenzverträge, auch an einer anderen Schuldirektion, werden hingegen nicht berücksichtigt.
  • Müssen im 2. Jahr die Praxisreflexionen und der Abschlussnachmittag besucht werden?
    Ja, der Besuch ist verpflichtend.
  • Muss im 2. Jahr das Portfolio weitergeführt werden?
    Ja. Am Ende des Schuljahres findet ein Abschlussgespräch mit der Schulführungkraft und ggf. dem Tutor/der Tutorin statt.
  • Ist am Ende des 2. Jahres der Berufseingangsphase ein Bewertungsgespräch vorgesehen?
    Bei bestandener Probezeit im 1. Jahr, führt die Schulführungskraft am Ende des 2. Jahres der Berufseingangsphase ein Abschlussgespräch mit der Lehrperson und bestätigt den Abschluss der Berufseingangsphase.
    Im 1. Jahr bewertet die Schulführungskraft die Probezeit aufgrund der vorliegenden Elemente (Begleitung, eigene Beobachtungen, dokumentierte Unterrichtsbesuche, Bericht des Tutors/der Tutorin, Portfolio der beruflichen Entwicklung, Bewertungsvorschlag des Dienstbewertungskomitees). Bei negativer Bewertung der Probezeit im 1. Jahr, wird die Probezeit  im 2. Jahr der Berufseingangsphase erneut bewertet.

Fragen zu Berufseingangsphase und Unterrichtspraktikum oder UBK

  • Können sich LP, die in den letzten Jahren freiwillig die BEP besucht haben und sich heuer im Unterrichtspraktikum befinden, Bildungsguthaben für das Unterrichtspraktikum beantragen?
    Nein, die geltenden Bestimmungen zum Unterrichtspraktikum sehen keine Anerkennung von Bildungsguthaben vor, die Fortbildungsstunden für das Unterrichtspraktikum müssen im Jahr des Praktikums (laufenden Jahr) geleistet werden. Diese Personen suchen sich in Absprache mit der SFK geeignete Fortbildungen für die Absolvierung des Unterrichtspraktikums aus.
  • Welche berufsbegleitenden Maßnahmen müssen jene Lehrpersonen, die zeitgleich mit der Berufseingangsphase den UBK/II besuchen, absolvieren?
    Sie führen das Portfolio der beruflichen Entwicklung und absolvieren die Probezeit.
  • Welche berufsbegleitenden Maßnahmen müssen jene Lehrpersonen, die zeitgleich mit der Berufseingangsphase den UBK am Musikkonservatorium absolvieren?
    Sie führen das Portfolio der beruflichen Entwicklung und absolvieren die Probezeit.
  • Müssen die Unterrichtspraktikanten und -praktikantinnen auch die Probezeit der Berufseingangs­phase absolvieren?
    Ja. Die Unterrichtspraktikanten und -praktikantinnen absolvieren das Unterrichtspraktikum und das erste Jahr der Berufseingangsphase zeitgleich. Die Probezeit und die berufsbegleitenden Maßnahmen sind zu absolvieren.
    Die Fortbildungen der Berufseingangsphase werden für das Unterrichtspraktikum anerkannt. Die Hospitationen des Unterrichtspraktikums werden für die Berufseingangsphase anerkannt. Es müssen jedenfalls 60 Stunden an Hospitationen geleistet werden. Achtung: Für das Unterrichtspraktikum muss die Praktikantin oder der Praktikant den Unterricht der Tutorin oder des Tutors oder einer anderen erfahrenen Fachlehrperson beobachten. Die Fremdbeobachtung des eigenen Unterrichts zählt für das Unterrichtspraktikum nicht als Hospitation.
  • Dauert das Unterrichtspraktikum aufgrund der Berufseingangsphase zwei Jahre?
    Nein. Die Berufseingangsphase hat eine Dauer von zwei Jahren, das Unterrichtspraktikum endet mit dem ersten Jahr der Berufseingangsphase. Die Berufseingangsphase wird im zweiten Schuljahr fortgesetzt.

Sonstiges:

  • Wer überprüft ob eine Lehrperson in der Berufseingangsphase ist?
    Die Überprüfung der Voraussetzungen für die Berufseingangsphase ist Aufgabe der Schule.
  • Bei welcher Vertragsdauer ist die Berufseingangsphase zu absolvieren?
    Der Arbeitsvertrag muss als Dienstantritt spätestens den 5. September 2018 (Unterrichtsbeginn) und eine voraussichtliche Dauer bis 30. April 2019 vorsehen.
  • Wie wird die Berufseingangsphase absolviert, wenn eine Lehrperson zwei Arbeitsverträge mit verschiedenen Schulen hat?
    Bei Aufträgen an zwei Schulen stellt diejenige Schule den Tutor, an der die meisten Stunden geleistet werden. Dort wird auch die Probezeit beurteilt. Bei Stundengleichheit sprechen sich die Schulführungskräfte ab, welche Schule die Verwaltung der Lehrperson und die damit verbundenen Aufgaben übernimmt.
  • Wer erkennt ein Bildungsguthaben an?
    Die Zuerkennung von Bildungsguthaben erfolgt durch die zuständige Schule.
  • Gibt es bei den Präsenzveranstaltungen eine Anwesenheits- und Abwesenheitsregelung?
    Der Besuch der Präsenzveranstaltungen ist verpflichtend.
    Alle Abwesenheiten sind von der Schulführungskraft über das Sekretariat der Schule vorab im Kurssekretariat der Fortbildungsakademie Rechtenthal zu entschuldigen.
    Waltraud.Moser@provinz.bz.it

Hinweise zur Rolle des Tutors im zweiten Jahr der Berufseingangsphase:

  • Ein Tutor/eine Tutorin ist zwar vorgesehen, die Aufgaben reduzieren sich aber deutlich, vor allem wenn das 2. Jahr an der gleichen Schule absolviert wird. Der Tutor bleibt Begleiter, Ansprechpartner und Berater nach Bedarf und individueller Situation; etwas wichtiger wird die Rolle, wenn das zweite Jahr der BEP an einer neuen Schule absolviert wird.
  • Im Zweiten Jahr der BEP geht es normalerweise nicht mehr um Bewertung; der Abschlussbericht des Tutors muss deshalb nicht in schriftlicher Form erfolgen, sondern kann in ein Abschlussgespräch zwischen Lehrperson, Schulführungskraft und Tutor/in eingebunden werden. In diesem Gespräch geht es um einen gemeinsamen Blick auf die Phase des Berufseinstiegs und Aspekte der zukünftigen beruflichen Entwicklung.
  • Grundsätzlich geht es in diesen ersten Jahren der verbindlichen BEP darum, Erfahrungen zu sammeln, wie Lehrpersonen gut in den Beruf hinein begleitet werden können und zu verstehen, was sie dafür brauchen. In einem zweiten Schritt ist es sicher notwendig, die rechtlichen Grundlagen auch diesen gemeinsamen Erfahrungen anzupassen.

Hinweis zum Bildungsguthaben für die Fortbildungsverpflichtung

  • Die Kursfolge „Berufseingangsphase“ für Berufseinsteigerinnen und Berufseinsteiger der Grundschule und die Seminarreihe „Der Berufseinstieg in Mittel- und Oberschule“, die vor dem Schuljahr 2017/18 fakultativ von der Pädagogischen Abteilung angeboten wurden, sind als Bildungsguthaben anzurechnen.