Formulare und Dokumente für Kindergarten und Schule

Die Verfahrensweisen des Programmabkommens gelten für Kinder, Schülerinnen und Schüler mit einer Funktionsdiagnose laut Gesetz 104/1992.

Auf Grundlage des Abkommens definiert eine Gruppe aus Fachleuten, die sogenannte Arbeitsgruppe für die institutionsübergreifende Koordinierung (GLIP), alle notwendigen Dokumente und Vorlagen, ergänzt oder ändert sie bei Bedarf ab.

 

Wie beantragen Kindergärten und Schulen eine Abklärung? Was tun die zuständigen Dienste? Welche Fristen und Termine gibt es? Der Terminplan zum Programmabkommen fasst die Termine und Vorgangsweisen für Kindergarten, Schule und Gesundheitsdiensten bei der Erstabklärung, Kontrolluntersuchungen im Rahmen der Übertritte und der Überprüfung der einjährig gültigen Diagnosen übersichtlich zusammen.

Der Antrag um Erstabklärung
Kommt es bei einem Kind, einem Schüler oder einer Schülerin zu Auffälligkeiten, nutzen die Kindergärten und Schulen zunächst ihre internen Ressourcen und entwickeln spezifische didaktische Maßnahmen. Wenn es notwendig ist, kann nach Absprache mit der Familie der Antrag zur Abklärung an den Psychologischen Dienst gestellt werden. Den Antrag um Erstabklärung können die Bildungseinrichtung direkt mit schriftlichem Einverständnis aller Erziehungsverantwortlichen die Erziehungsverantwortlichen oder die Schülerinnen und Schüler selbst stellen.

Wie lange dauert die Abklärung?
In der Regel werden als dringlich eingestufte Anträge in maximal 3 Monaten ab Antrag abgeklärt, alle anderen nach spätestens 6 Monaten.


Was enthält der Antrag um Abklärung?
Der Antrag um Abklärung enthält persönliche Daten, die spezifische Fragestellung, Beobachtungen zu Neigungen, Fähigkeiten, Kompetenzen und Schwierigkeiten des Kindes oder des bzw. der Jugendlichen in einzelnen Bereichen und Informationen zu den bisher getroffenen pädagogisch-didaktischen Maßnahmen.

Der Vordruck "Antrag um Abklärung"

Der Individuelle Bildungsplan (IBP) ist für Kinder, Schülerinnen und Schüler mit Beeinträchtigungen, spezifischen Lernstörungen, Entwicklungsstörungen
oder sozioökonomischen, sprachlichen und kulturellen Benachteiligungen vorgesehen.

Er ist
• ein wichtiges Planungs-, Arbeits- und Evaluationsinstrument des Klassenrates
• er gilt als Vereinbarung zwischen Familie, Schülerinnen und Schüler, Schule und den Gesundheitsdiensten
• er gilt als Dokumentation des Lernweges
• bildet die Basis für das konkrete Handeln im Unterrichtsalltag und für Individualisierungsmaßnahmen auch bei Prüfungen

Der Vordruck (Version 9/2015) des IBP
 

Im Funktionellen Entwicklungsprofil (FEP) wird der aktuelle Entwicklungsstand zum Zeitpunkt des Übertritts vom Kindergarten in die Grundschule und von einer Schulstufe in die nächste beschrieben. Das FEP wird nur für Kinder, Schülerinnen und Schüler mit Anrecht auf Maßnahmen laut Gesetz 104/1992 erstellt.

Der Vordruck für das Funktionelle Entwicklungsprofil (FEP)

Ein Informationsblatt erläutert, wie die Teilnahme der Vertreterinnen und Vertreter des Gesundheitsdienstes an den Sitzungen zur Erstellung des Funktionalen Entwicklungsprofil (FEP) im Kindergarten und in der Schule geregelt ist.

 

Bei Übertritten in die nächste Bildungsstufe wird die Diagnose auf Antrag überprüft. In besonderen Situationen ist eine jährliche Überprüfung notwendig.

  • im Rahmen der Übertritte am Ende der 4. Klasse Grundschule und am Ende der 2. Klasse Mittelschule (bis 30. Juni) - Vordruck "Einschätzung zur Verlaufskontrolle"
  • für die Überprüfung folgender einjährig gültiger Diagnosen (bis 15. Dezember):

    pharmakoresistente Epilepsie: Die Diagnose der pharmakoresistenten Epilepsie ist jährlich zu erneuern. Der Arzt oder die Ärztin macht Angaben über den Anfallsverlauf (Häufigkeit und Tageszeitpunkt) des letzten Jahres. Der Antrag dafür erfolgt über das vollständig ausgefüllte Formular zur „Einschätzung für die Verlaufskontrolle“.

    bei schwerer Beeinträchtigung im Sozialverhalten: Die Kontrolluntersuchung muss lediglich für jene Schülerinnen und Schüler beantragt werden, bei denen ausschließlich ein klinischer Befund mit der Diagnose „schwere Beeinträchtigung im Sozialverhalten“ diagnostiziert wurde. Sollte der Schüler/die Schülerin bereits eine Diagnose laut Gesetz 104/1992 haben, ist eine Aktualisierung nicht notwendig. Der Antrag für die Überprüfung der schweren Beeinträchtigung im Sozialverhalten erfolgt über das vollständig ausgefüllte Formular „Antrag um Überprüfung der schweren Beeinträchtigung im Sozialverhalten“.



Das diagnostische Dokument ist das einzige und verbindliche Dokument, das von der Sanität zu verwenden ist.

Für die Integration und Inklusion ist zusätzliches Personal vorgesehen: Integrationslehrpersonen und Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für Integration. Die Leitlinien für Zuweisung von zusätzlichem Personal legen den Rahmen dafür fest. 

Um pädagogische Fachkräfte und Lehrpersonen bei der Umsetzung zu unterstützen hat Maria Luise Reckla vom Pädagogischen Beratungszentrum Bozen im Jahr 2015 ein nach wie vor aktuelles Arbeitspapier mit Hinweisen für die Arbeit mit den Vordrucken verfasst Die Auflistung zu den Bereichen sind als Unterstützung und Anregung zu verstehen und erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

Hinweise für die Arbeit mit den Vordrucken