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Option und Erinnerung

Südtiroler Oberschulklassen präsentieren spannende Projektergebnisse

Modell des Optionszuges mit den Waggons: Vergangenheit, Gegenwart, Zukunft (Fotografin: Sylvia Plunger )

Anlässlich des 75-Jahr-Jubiläums des Optionsabkommens arbeitete die Universität Innsbruck (Prof. Eva Pflanzelter) an einem Projekt zur Erinnerungskultur an die Option. Mittels durchgeführter Interviews mit Zeitzeuginnen und Zeitzeugen aus Nord-, Ost- und Südtirol wurde untersucht, wie die Vermittlung der Optionsthematik gelingen kann. Die Universität suchte die Zusammenarbeit mit Schulen und wandte sich an den Bereich Innovation und Beratung, welcher das Projekt im Hinblick auf die Zusammenarbeit mit den Schulen unterstützte.

Zwei Oberschulklassen (Realgymnasium Brixen, Gymme Meran) erhielten Einblick in eine Sammlung von 60 Video-Interviews mit Zeitzeugen. Die Schülerinnen und Schüler erhielten ausgewähltes Videomaterial zu bestimmten Themen bzw. Erinnerungsorten der Option und machten sich Gedanken darüber, wie die Erinnerung an die Option im öffentlichen Raum thematisiert werden könnte. Ihre innovativen Vorschläge präsentierten sie Anfang März auf der Abschlussveranstaltung des Projekts „Option und Erinnerung" an der Bildungswissenschaftlichen Fakultät in Brixen:

  • Das RG Brixen (Prof. Tobias Lechthaler) stellte die Frage, was würde geschehen, wenn sich die politische Lage in Italien dramatisch verschlechterte und es erneut zu einer Option käme? Das Ergebnis dieser düsteren Zukunftsvision hielten die Schülerinnen und Schüler in Form von selbst inszenierten und gedrehten Video-Zeitzeugeninterviews fest, die - so das Konzept - in einer noch fernen Zukunft aufgenommen, auf das „Optionsjahr 2015" zurückblicken.
  • Das Gymme Meran (Prof. Johannes Kofler) entwarf ein Modell von drei Optionszügen, wovon einer die Vergangenheit, einer die Gegenwart und einer die Zukunft darstellt. Der Vergangenheitszug enthält Erinnerungsstücke an die Option, die in den Video-Zeitzeugeninterviews vorkommen: eine Puppe, ein Heimatlied, usw.; der Gegenwartszug nimmt Bezug auf die gegenwärtige Situation mit Migrationsströmen aus aller Welt; der Zukunftszug stellt Fragen im Hinblick auf künftige Entwicklungen.

Die Projektvorschläge der beiden Oberschulklassen wurden von den Projektmitarbeitern der Universität Innsbruck sowie von den Studierenden an der Bildungswissenschaftlichen Fakultät in Brixen mit großem Interesse aufgenommen. Nach Einschätzung von Walter Pichler vom Bereich Innovation und Beratung zeugen sie von einer ernsthaften Auseinandersetzung mit der Geschichte Südtirols, die den Bogen zur Gegenwart und  Zukunft schlagen konnte.

Für Fragen zum Geschichtsprojekt wenden Sie sich bitte an Walter.Pichler@schule.suedtirol.it

WP

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