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Glaziologiecamp - mit Laptop und Steigeisen

Zweisprachiges Schülercamp am Ortler, Research Scientist Paolo Gabrielli der Ohio State University unter den Referenten

die Schülergruppe mit Paolo Gabrielli am Gletscher

Worauf lassen radioaktive Partikel in einer bestimmten Eisschicht im Gletscher schließen? Was ist der Albedoeffekt? Welche Auswirkungen hat die Klimaerwärmung auf Gletscher und Ökosysteme? Das sind nur einige der Fragen, mit denen sich die an Naturwissenschaften interessierten Schüler und Schülerinnen während des Camps auseinandersetzten.

In Vorträgen, Workshops, Exkursionen und durch eigene Forschungsaufgaben sollten die Jugendlichen Einblicke in die komplexen Zusammenhänge zwischen Klima und Umwelt erhalten. Dabei standen ihnen verschiedene Experten zur Seite.

Christian Aspmair, Geologe und Lehrer, führte in die Gesteins- und Gletscherwelt ein. Georg Niedrist, Roberta Bottarin und Alberto Scotti des Instituts für alpine Umwelt an der EURAC in Bozen, stellten im Matschertal ihr Forschungsprojekt vor, das im Rahmen des Long Term Ecological Research Network (LTER) durchgeführt wird. Dabei werden die Auswirkungen erforscht, welche der Klimawandel auf alpine Ökosysteme hat.

Die Schülergruppe konnte selbst Untersuchungen am Saldurbach vornehmen. Einen Gastauftritt hatten Schülerinnen des „Liceo F. Filzi“ aus Rovereto: sie berichteten gemeinsam mit ihrem Lehrer Matteo Cattadori von den Abenteuern ihrer Klassenreise nach Spitzbergen. Paolo Gabrielli, Gletscherforscher an der Ohio State University, stellte das Ortles-Project vor, bei dem im Jahre 2011 Bohrkerne aus dem Ortlergletscher entnommen wurden, um das Alter des Gletschers zu ermitteln.

Zum Glaziologiecamp gehört natürlich auch eine Gletscherbesteigung. Suldner Bergführer führten die Gruppe auf die Suldenspitze.

Das Glaziologiecamp, das heuer zum 6. Mal stattfand, bietet Einblicke in verschiedene naturwissenschaftliche Disziplinen und Arbeitsbereiche und hat das Ziel, die Maturantinnen und Maturanten, die bald vor ihrer Studien- bzw. Berufswahl stehen, in ihrer Entscheidungsfindung zu unterstützen.

23 Schüler und Schülerinnen der Abschlussklassen aus insgesamt 12 deutsch- und italienischsprachigen Schulen des Landes nahmen am diesjährigen Camp teil.

Organisiert wird es vom Dipartimento Istruzione e Formazione italiana und dem Deutschen Bildungsressort, Bereich Innovation und Beratung.

SH

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