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No Credit-Kampagne startet: Jeder trägt Verantwortung

Die Sensibilisierungskampagne „No Credit“ geht in die 14. Runde. Sie soll Verkehrsteilnehmer zu sicherem und vernünftigem Fahren anregen. Der Fokus liegt heuer auf den Motorradfahrern.

Der Leiter Verkehrssicherheitszentrum Safety Park Sebastian Seehauser (l.) und LR Daniel Alfreider mit dem Großplakat der No-Credit-Kampagne, das an viel befahrenen Straßen angebracht wird. (Foto: LPA/Roman Clara)

Die ersten Großplakate der heurigen No-Credit-Kampagne werden in den nächsten Tagen vom Straßendienst des Landes längs viel befahrener Straßenabschnitte angebracht.

Mobilitätslandesrat Daniel Alfreider unterstreicht: "Die Statistik sagt uns zwar, dass die Zahl der Unfälle im Straßenverkehr – und gerade jene bei Motorradfahrern – in den vergangenen Jahren leicht abgenommen hat und die Zahl der Verkehrstoten insgesamt konstant bleibt. Dennoch ist jeder Unfall und dessen Auswirkungen auf die Betroffenen und deren soziales Umfeld einer zu viel." Alfreider gibt zu bedenken, wie viel Leid und schwerwiegende Folgen ein Verkehrsunfall verursacht – egal ob im Auto, mit dem Motorrad, mit dem Fahrrad oder zu Fuß. "Gerade deshalb ist es notwendig, immer und immer wieder daran zu erinnern, dass jeder einzelne Verantwortung im Straßenverkehr trägt", sagt der Landesrat: "Das Leben gewährt keine Kredite."

2018 fast fünf Unfälle am Tag

2018 sind laut Landesinstitut für Statistik ASTAT auf Südtirols Straßen fast fünf Unfälle pro Tag passiert. Die Zahl der Verletzten belief sich dabei auf 2220, während 33 Tote zu beklagen waren. Die meisten Unfälle (nämlich 1020) passierten mit dem Pkw, während 498 der Verunglückten mit einem Motorrad oder Moped unterwegs waren. Zugenommen hat auch die Zahl der Unfälle, in die Fußgänger und insbesondere Radfahrer involviert sind.

Fäden für Verkehrssicherheit laufen im Safety Park zusammen

Seit dem heurigen Jahr laufen die Fäden für die Kampagne No Credit, aber auch für das gesamte Thema der Verkehrssicherheit, im Verkehrssicherheitszentrum Safety Park zusammen. "Wir haben mit dem Safety Park eine Einrichtung, die sich verstärkt mit dem Thema Sicherheit im Straßenverkehr auseinandersetzt. Neben der eigentlichen Kernaufgabe - den Fahrsicherheitskursen für alle Alters- und Berufsgruppen - gehören auch Maßnahmen zur aktiven Bewusstseinsbildung zum Aufgabengebiet des Safety Park", erklärt Landesrat Alfreider. Ziel sei es, alle Verkehrsteilnehmer – Kinder, Jugendliche und Erwachsene – fit für den täglichen Straßenverkehr zu machen.

Verkehrssicherheit: Ein Bündel an Maßnahmen

Zum Maßnahmenbündel gehören neben der No-Credit-Kampagne auch die Initiative S.O.S. Zebra. Sie zielt darauf ab, Fußgänger als schwächste Teilnehmer am Straßenverkehr zu schützen. "Sollte es die Coronanotlage erlauben, bieten wir im Herbst für Kinder zwischen acht und neun Jahren wieder das Projekt 'Hallo Auto' an. Damit möchten wir bei den jüngsten Verkehrsteilnehmern das Interesse am Thema Verkehrssicherheit so früh wie möglich wecken", kündigt Sebastian Seehauser, Leiter des Verkehrssicherheitszentrums Safety Park an.

LPA/san

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