Archiv bis 2012

  • "Freier schaffen den Markt" - Gegen Frauenhandel und Zwangsprostitution (2004)

    Im 21. Jahrhundert ist eine neue Form der Sklaverei entstanden: der Frauenhandel. Nach Schätzung der Vereinten Nationen werden allein in Europa Jahr für Jahr 500.000 Mädchen und Frauen verschleppt und zur Prostitution gezwungen. Frauenhandel ist heute das lukrativste, expansivste und risikoärmste Geschäft der organisierten Kriminalität. Die Frauen werden von einem Menschenhändler an den nächsten verkauft, quer durch Europa, bestellt von Zuhältern, verkauft an den Endverbraucher: den Freier. Und in jeder Etappe bringt die Frau ihren Händlern neuen Profit. Auch in Südtirol werden Frauen zur Prostitution gezwungen. Obwohl wir es oft nicht wahrhaben wollen - die modernen Sklavinnen und ihre Peiniger sind mitten unter uns. Der Landesbeirat für Chancengleichheit nimmt das internationale Jahr gegen Sklaverei und Menschenhandel zum Anlass, darauf aufmerksam zu machen, dass diese Verbrechen auch in Südtirol stattfinden.
    Die Kampagne wurde von dem Grafikstudio M.D. aus Bozen ausgearbeitet. Anzahl der Plakate: 3.000 Großplakate 70x100, 5.250 Plakate A4, 10.500 Postkarten. Plakatierung: In 24 Gemeinden Südtirols werden 2.200 Großplakate vom 25. November bis 23 Dezember plakatiert.

     
  • Brottütenaktion "Gewalt gegen Frauen kommt nicht in die Tüte" (2003)

    Der Landesbeirat organisierte in Zusammenarbeit mit dem Verband für Kaufleute und Dienstleister eine Brottütenaktion. Es wurden 100.000 Papiertüten in zwei verschiedenen Größen mit der Aufschrift "Gewalt gegen Frauen kommt nicht in die Tüte" bedruckt. Die Tüten wurden in ganz Südtirol an die Bäckereien und Aspiag Despar Geschäfte verteilt. 56.000 Tüten wurden an 350 Verkaufsstellen der Bäcker (pro Verkaufsstelle 160 Tüten) ausgeliefert. 44.000 Tüten an die Aspiag - Despar.

     
  • Fairplay at Home (2003)

    Damit die Chancengleichheit zwischen Frauen und Männern erreicht werden kann, ist es unumgänglich, dass die Männer die Vereinbarkeit von Beruf und Familie auch zu ihrem Thema machen. Sie müssen im Haushalt und bei der Kinderbetreuung vermehrt Arbeit und Verantwortung übernehmen. Der Landesbeirat für Chancengleichheit möchte mit der Initiative "Fairplay-at-home" an die Plakatkampagne "Die Hälfte den Männern", welche 2001 durchgeführt wurde, anknüpfen. Wie damals soll "Fairplay-at-home" die öffentliche Diskussion anregen, sensibilisieren und somit das Bewusstsein für eine gerechtere Aufteilung der bezahlten und unbezahlten Arbeit zwischen Frauen und Männern schaffen. Mit Postkarten und einem Fragebogen sollen Paare angeregt werden, bewusst über die Arbeitsteilung in ihrer Beziehung zu reflektieren. Weiters sollen die politischen Verantwortlichen darauf aufmerksam gemacht werden, dass es für eine gerechte Aufgabenteilung zwischen den Geschlechtern flankierende Maßnahmen braucht. Ein ausreichendes familienergänzendes Kinderbetreuungsangebot, flexible Arbeitszeitmodelle und genügend Teilzeitstellen auch für Männer sind dafür unumgänglich. Konzept und Idee der Kampagne "Fairplay-at-home" wurden vom Eidgenössischen Gleichstellungsbüro von Frau und Mann in Bern übernommen.

     
  • Fahnenaktion "Frei leben ohne Gewalt" (2002)

    In Anlehnung an eine Aktion der Frauenorganisation Terre des Femmes in Deutschland organisiert der Landesbeirat für Chancengleichheit eine Fahnenaktion. 170 Bannerfahnen, mit der Aufschrift "Nein zu Gewalt an Frauen - Frei leben ohne Gewalt" werden in Zusammenarbeit mit verschiedene Institutionen, Organisationen und politischen VertreterInnen, am 25. November, an öffentlichen und privaten Gebäuden in Südtirol gehisst. Es wurden 100 Fahnen mit deutscher, 50 mit italienischer und 20 mit ladinischer Aufschrift angefertigt. Die Interessierten konnten diese im Frauenbüro abholen. Ein herzlicher Dank an alle Organisationen und Institutionen, insbesondere an alle engagierten Frauen, die sich daran beteiligen.

     
  • Die Hälfte den Männern (2001)

    Die effektive Gleichstellung der Frau in der Gesellschaft, sprich ihr Einzug in Entscheidungspositionen in Politik, Wirtschaft und Verwaltung kann nur mit der gleichzeitigen Übernahme der halben Familienarbeit durch die Männer einhergehen. Deshalb ist es dringend nötig, dass im Zuge einer effizienten Gleichstellungspolitik auch über die Rolle der Männer in dieser Gesellschaft gesprochen wird. Der Landesbeirat für Chancengleichheit ist überzeugt, dass auch viele Männer unter den rigiden Rollenzwängen dieser Gesellschaft leiden und dass ein Engagement um diese Zwänge zu lockern, im Sinne vieler Männer ist.

     
  • Wir wählen Frauen (2000)

    Anlässlich der Gemeinderatswahlen führt der Landesbeirat für Chancengleichheit eine Plakatkampagne durch. Wie in allen Entscheidungspositionen sind die Frauen auch in den Gemeinden nicht angemessen vertreten. 6000 Großplakate, in den größten Gemeinden Südtirols plakatiert, sollen darauf aufmerksam machen und mit dem Slogan "Wir wählen Frauen" darlegen, dass zum Nutzen einer gerechteren Gesellschaft, die Präsenz von Frauen in der Politik notwendig ist.

     
  • "Nein zu Gewalt gegen Frauen" (1999)

    Das Jahr 1999 erklärt die europäische Union zum Jahr "Gegen Gewalt an Frauen". Der Landesbeirat für Chancengleichheit nimmt dies zum Anlass um mit einer Plakatkampagne auch in Südtirol auf Männergewalt gegen Frauen und Mädchen aufmerksam zu machen. Im Zeitraum vom 15. Dezember 1999 bis 15. Jänner 2000 werden in den größten Gemeinden Südtirols Großplakate mit vier verschiedenen Motiven plakatiert. Ziel der Kampagne ist es Öffentlichkeit herzustellen, Themen zu enttabuisieren, zum Nachdenken anzuregen und vor allem den Umgang mit Männergewalt gegen Frauen und Mädchen zu verändern, um die gesellschaftliche Duldung der Männergewalt herabzusetzen und die Bereitschaft zum Gegenhandeln zu fördern.