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Landesbeirat für Chancengleichheit für Frauen: Bildungssystem und Kinderbetreuung in Präsenz aufrecht erhalten

Durch erneute Umstellung auf Homeschooling und Betreuung der Kleinkinder zuhause droht Überforderung der Familien. Forderung nach Stärkung der gesetzlichen Elternzeit.

Zentrales Anliegen des Landesbeirats: die Vereinbarkeit von Familie und Beruf

In seiner gestrigen Sitzung (04.11.20) sprach sich der Landesbeirat für Chancengleichheit für Frauen einstimmig für die Aufrechterhaltung der Präsenz in den Schulen aller Altersstufen und in den Kinderbetreuungseinrichtungen aus.

Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist eines der zentralen Themen des Landesbeirats für Chancengleichheit. Der Covid19-Lockdown im Frühjahr hat die Familien in Südtirol vor größte Herausforderungen gestellt, um einerseits ihrer beruflichen Beschäftigung nachgehen und andererseits das Homeschooling und die Betreuung der Kinder gewährleisten zu können.

„Der Landesbeirat ist sich bewusst, dass der Schutz der Gesundheit Priorität hat. Dennoch kann es nicht sein, dass durch die aktuellen Verordnungen und den teilweisen Lockdowns in immer mehr Gemeinden nun eine Überforderung der Familien droht, die großteils von den Frauen zu schultern ist,“ so die die Präsidentin des Landesbeirates für Chancengleichheit Ulrike Oberhammer.

Gerade in Krisenzeiten seien die Voraussetzungen zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf eminent wichtig. Unzulässig sei der in der Gesellschaft immer rauher werdende Ton gegenüber Frauen, die sowohl ihren beruflichen Verpflichtungen wie auch der Betreuung ihrer Familie gleichermaßen nachkommen möchten.

Die Präsenz in den Bildungsstrukturen ist das primäre Anliegen des Landesbeirats, für besondere familäre Anforderungen solle zudem eine Notbetreuung angeboten und die gesetzlich vorgesehene Elternzeit ausgebaut werden.

ap

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