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Publikation zum weiblichen Unternehmertum in der Euregio erschienen

Aktuelle Forschungsarbeit befasst sich mit den Besonderheiten des weiblichen Unternehmertums in den drei Euregio-Ländern Tirol, Südtirol und Trentino

Politisch für die Chancengleichheit in der Euregio verantwortlich: Gabriele Fischer - Arno Kompatscher - Stefania Segnana

Bildungsstand, Arbeitsumfeld, Karrierechancen und Besetzung von Führungspositionen: Das sind nur einige Bereiche, welche von einer Forschungsgruppe der Universität Trient in Hinblick auf das weibliche Unternehmertum in der Europaregion untersucht wurden, und deren Ergebnisse nun einem breiteren Publikum zugänglich gemacht werden sollen.

Die Forschungsarbeit basiert auf mehreren Beschlüssen des Dreier-Landtags, mit dem Ziel die Situation der Frauen in der Wirtschaft und insbesondere in den Unternehmen der drei Euregio-Länder zu dokumentieren. Sie gibt aber auch konkrete Antworten auf diverse Fragen, wie die berufliche Laufbahn von Frauen verbessert werden kann. Dabei geht es auch darum, einen Überblick zu den Fördermaßnahmen zu geben um berufliche Karrieren zu sichern, bestehende Netzwerke sowie Mentoring-Programme für Frauen aufzulisten.

„Ich glaube, dass diese Arbeit einen wissenschaftlichen Hintergrund für die so wichtige Leistung der Frauen in der wirtschaftlichen Entwicklung der Euregio liefern kann und ich hoffe, dass aus ihrer Lektüre interessante Ideen aufgegriffen werden können, die das weibliche Unternehmertum unserer drei Regionen dabei unterstützen, noch präsenter zu werden,“ so der für die Chancengleichheit zuständige Südtiroler Landeshauptmann Arno Kompatscher.

Aus einer ersten Analyse der Forschungsarbeit geht hervor, dass kleine und mittlere Unternehmen – sogenannte KMU’s - das Rückgrat der Wirtschaft in der Europaregion Tirol-Südtirol-Trentino bilden. Diese Unternehmen hätten im Allgemeinen einen starken und positiven Bezug zu ihren Regionen, wobei Netzwerke und auch Handelsbeziehungen in stetiger Zunahme begriffen seien. „Das weibliche Unternehmertum spielt dabei – so die Trentiner Landesrätin Stefania Segnana - im Einzugsgebiet der Euregio eine wesentliche Rolle für die Entwicklung und den Zusammenhalt unserer Gebietskörperschaften und stellt auch ein grundlegendes Element für das soziale und kulturelle Wachstum dar.“ Die Euregio-Forschungsarbeit habe aufgezeigt, dass sich gerade Frauen im Führungsbereich von Unternehmen durch ein hohes Maß an Kompetenz im Bereich der Bedürfnis- bzw. Nachfrageerkennung auszeichnen.

In der Euregio gibt es bereits seit Jahren eine Arbeitsgruppe, die sich mit der Chancengleichheit und den Anliegen der Frauen auseinandersetzt. Diese Arbeitsgruppe hat, in Umsetzung des politischen Auftrags, die Universität Trient mit der Erstellung des Forschungsberichts zum weiblichen Unternehmertum in der Euregio beauftragt. Die Arbeitsgruppe, welche sich aus Barbara Poggio, Mariangela Franch und zwei Forscherinnen der Universität Trient zusammensetzte, führte basierend auf vorhandener Literatur eine detaillierte Analyse durch, um die Besonderheiten und Eigenheiten des weiblichen Unternehmertums in den drei Euregio- Ländern Tirol, Südtirol und Trentino zu erforschen.

Die Analyse mündet in einer Reihe konkreter Handlungsempfehlungen zur Stärkung des weiblichen Unternehmertums in der Euregio, welche nun in der Euregio-Publikation ihren Niederschlag finden. Damit soll ein konkreter Beitrag geleistet werden, nach wie vor bestehende Lücken zwischen Mann und Frau in der Gesellschaft sukzessive zu schließen. „Denn Gleichstellung muss aktiv gelebt werden, im Alltag, in der Arbeitswelt und im öffentlichen Leben“, untermauert die Tiroler Landesrätin Gabriele Fischer abschließend.

Die Studie „Das weibliche Unternehmertum in der Europaregion“ zum downloaden..

(ag – europaregon.info)

 

ap

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