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Chancengleichheit: Landesregierung genehmigt Programm 2021

Sensibilisierung, Wissensvermittlung und das Aufzeigen von bestehenden Ungleichheiten charakterisieren das Tätigkeitsprogramm des Landesbeirates für Chancengleichheit für Frauen 2021.

Auch 30 Jahre nach seiner Gründung macht sich der Landesbeirat für Chancengleichheit immer noch für die Beseitigung von Ungleichheiten stark - viele Veranstaltungen dazu werden heuer pandemiebedingt digital organisiert. (Foto: Frauenbü

Auf Vorschlag des zuständigen Landesrates, Landeshauptmann Arno Kompatscher, hat die Landesregierung das Tätigkeitsprogramm des Landesbeirates für Chancengleichheit für Frauen für das Jahr 2021 genehmigt. "Das Coronajahr 2020 war kein gutes für die Gleichstellungsbemühungen. Wir wollen darum dieses Jahr 2021 aktiv und bewusst dafür nutzen, bestehende Ungleichheiten zwischen den Geschlechtern anzusprechen und Gegenstrategien umzusetzen", betont Kompatscher. Bereits in Kürze beginnen darum die Vorbereitungsarbeiten für den landesweiten Gleichstellungsaktionsplan, der vom Land in enger Zusammenarbeit mit dem Landesbeirat für Chancengleichheit, den Frauenorganisationen und der Zivilgesellschaft erarbeitet werden und als strategisches Planungsinstrument fungieren soll.

Auch für Beiratspräsidentin Ulrike Oberhammer gilt es, gerade in diesem Jahr das Engagement des Beirates zu verstärken: "Wir verleihen jenen eine Stimme, die vor allem in der Krise oftmals ungehört blieben. Ungleichheiten verstärken sich in Krisenzeiten, auch innerhalb einer zivilisierten Gesellschaft wie der unseren. Wir wollen weiter darauf hinweisen und mit Maßnahmen und Aktionen dagegen steuern", sagt Oberhammer.

Einige Aktionen und Projekte des Vorjahres, die unter anderem im Rahmen des 30-jährigen Bestehens des Landesbeirates abgesagt oder verschoben werden mussten, wurden in das Jahresprogramm 2021 übernommen. Vor allem bewährte Projekte sollen 2021 wiederum umgesetzt werden. Dazu zählen neben Initiativen zum Tag der Frau am 8. März insbesondere der Equal Pay Day, der zum zehnten Mal in Südtirol ausgerichtet wird. Wichtige Bausteine des Jahresprogramms sind die Organisation der Vortragsreihe "Informierte Frauen", der Lehrgang für angehende Verwaltungsrätinnen oder auch die Sensibilisierungskampagnen gegen Gewalt an Frauen. Ebenso wird die Vergabe der Förderpreise für wissenschaftliche Arbeiten zur Situation der Frau in der Gesellschaft oder zur Chancengleichheit im Jahr 2021 fortgeführt. Als Hommage an die vor Kurzem verstorbene Pazifistin und Frauenrechtlerin Lidia Menapace werden die Preise heuer in Erinnerung an die erste Südtiroler Landesrätin vergeben. Anträge können noch bis zum 28. Februar 2021 beim Frauenbüro eingereicht werden. Mit finanziellen Beiträgen unterstützt der Landesbeirat verschiedenste Projekte von Südtiroler Frauenorganisationen.

30-Jahr-Jubiläum geht weiter

Das Jahr 2021 steht im Zeichen des 30-jährigen Bestehens des Landesbeirates für Chancengleichheit. In diesem Zusammenhang werden heuer mehrere Aktionen organisiert. So soll in einem "Best of Diplomarbeiten" im Rahmen eines Vortragsabends auf die wissenschaftlichen Arbeiten der vergangenen Jahre ebenso wie auf den Werdegang der Diplomarbeitsverfasserinnen zurückgeschaut werden. Eine für Herbst 2021 geplante Veranstaltung hat die Tätigkeit und Entwicklungen der vergangenen drei Jahrzehnte im Blick. Ein Rahmenprogramm und eine Sonderpublikation sollen die wichtigsten Ereignisse und Schritte der Südtiroler Frauenpolitik festhalten.

Eines weiteren Jubiläums wird ebenfalls in einer Publikation gedacht: 75 Jahre nach Einführung des Frauenwahlrechtes in Italien analysiert eine Studie, warum Frauen in der Politik auch heute noch unterrepräsentiert sind. Neu ist im Jahr 2021 die Organisation eines Lehrgangs zur Bekämpfung von Diskriminierung. Dieser wird in Zusammenarbeit mit der Kommission für Chancengleichheit der Anwaltskammer, dem Landesbeirat für Chancengleichheit des Trentino, der Südtiroler Gleichstellungsrätin und dem Gleichstellungsrat von Trient erarbeitet und organisiert.

Insgesamt stehen dem Landesbeirat für Chancengleichheit für sein Tätigkeitsprogramm 204.500 Euro zur Verfügung.

ap

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