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Grün und groß die Smaragdeidechse

Zwei Smaragdeidechsen-Männchen

Smaragdeidechsen sind mit ihrer leuchtend grünen Färbung die auffälligsten unter den heimischen Eidechsen. Während die Weibchen an Hals und Kehle weiß gefärbt sind, fallen die Männchen mit ihrer Blaufärbung an der Kopfunterseite auf. Eine weitere Besonderheit ist der Schwanz, er ist doppelt so lange wie der Körper. Sehr häufig verlieren sie aber den Schwanz bei Streitereien oder durch misslungene Attacken von Räubern. Der Schwanz wächst dann zwar nach, wird aber nicht mehr so lang wie der ursprüngliche.

Noch nicht ausgewachsene Smaragdeidechse Smaragdeidechsen brauchen vier Jahre bis sie erwachsen sind. Sie schlüpfen im frühen Herbst mit einem Gewicht von 1g aus dem Ei und sind hellbraun gefärbt. Der Anfang ist für die kleinen Eidechsen am schwierigsten, die meisten sterben schon innerhalb des ersten Jahres. Während sich ihre Färbung in den darauffolgenden Jahren immer mehr ins Grüne wandelt, müssen sie weiterhin sehr vorsichtig sein, denn Smaragdeidechsen haben eine ganze Reihe von Feinden z.B. Krähen, Füchse und Igel aber auch Hühner und Katzen.

Männchen mit blaugefärbtem Kopf Ihr Jahr verläuft ungefähr so: Im Frühjahr verlassen sie nach fünf bis acht Monaten Winterruhe ihr Quartier. Nach der Paarung legen die Weibchen ca. zehn Eier, woraus im September die kleinen Smaragdeichsen schlüpfen. Ab Oktober gehen sie wieder in die Winterruhe. Davor müssen sich aber die Jungtiere noch ausreichend Reserven anfressen. Auf ihrem Speisezettel stehen Spinnen und  Insekten wie Heuschrecken, Grillen, Käfer, aber sie lieben auch süße Früchte wie Brombeeren, Weintrauben oder Erdbeeren. Smaragdeidechsen können wenn sie ein wenig Glück haben bis zu 12 Jahre alt werden.

Smaragdeidechse auf einer TrockensteinmauerSie leben vor allem auf trockenen Böschungen und Wiesen, in Weinbergen und Laubwäldern. Beobachten könnt ihr sie am besten, wenn sie sich auf Steinen und abgestorbenem Holz sonnen. Eine Angewohnheit, die sie mit allen wechselwarmen Tiere gemeinsam haben, denn sie brauchen Sonne, um Energie zu „tanken“. In solchen Momenten sind sie auch für ihre Räuber gut sichtbar, deshalb sollte es in der Umgebung immer genügend Versteckmöglichkeiten geben. Dafür eignen sich vor allem dichte Büsche und Trockensteinmauern.