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Das ist Südtirol

Abtrennung von Österreich

1918

Der Erste Weltkrieg endet und mit dem Friedensvertrag von St. Germain wird der südliche Teil des österreichischen »Kronlandes « Tirol Italien zugeschlagen. Die neue Grenze zwischen Österreich und Italien verläuft am Brenner.

1922

Mit dem Marsch auf Rom übernehmen die Faschisten die Macht in Italien, für Südtirol beginnt damit eine Phase der Zwangsitalianisierung. Von Benito Mussolinis Regime gefördert, wandern zehntausende Italiener nach Südtirol ein, der
Gebrauch der deutschen Sprache wird untersagt, deutsche Schulen werden geschlossen, deutschsprachige Beamte und Lehrer entlassen oder zwangsversetzt.

1939

Hitler und Mussolini einigen sich auf eine »Lösung« des Südtirolproblems. Die Menschen in Südtirol werden vor die Wahl gestellt, ihre Heimat zu verlassen und ins Deutsche Reich umgesiedelt zu werden oder italienische Staatsbürger zu bleiben, allerdings unter Aufgabe der eigenen Identität. Es beginnt eine massive, auch von den Nationalsozialisten geförderte Kampagne zugunsten der Umsiedlung, der letztendlich rund 86 Prozent aller Südtiroler und Südtirolerinnen folgen. Die Kriegsereignisse sorgen allerdings dafür, dass schließlich »nur« rund 75.000 Südtiroler auch tatsächlich ihre Heimat verlassen.