Studienbeihilfe für Ober- und Berufsschüler in Südtirol Schuljahr 2017/2018

Ein Dienst der Südtiroler Landesverwaltung

Allgemeine Beschreibung

Alljährlich stellt das Land Studienbeihilfen für Besucher und Besucherinnen der Ober- und Berufsschulen in Südtirol bereit. Die Beihilfen werden über öffentliche Wettbewerbe vergeben. Dabei werden die wirtschaftliche Situation der Antragsteller und Antragstellerinnen und jene deren gesetzlichen Vertreter berücksichtigt.

Wo ist der Antrag erhältlich?

  • in den zuständigen Schulen;
  • im Amt für Schulfürsorge, Zimmer Nr. 205.

Den Antrag um Studienbeihilfe können jene Schülerinnen und Schüler einreichen, welche

  • im Schuljahr 2017/2018 in eine Sekundarschule II. Grades, eine Kunstschule, einen von der Autonomen Provinz Bozen angebotenen Lehrgang des Zweiten Bildungsweges, einen bestehenden Vollzeitkurs der Berufsausbildung oder eine Land-, Hauswirtschaftsschule - Mindestdauer fünf Monate - in Südtirol eingeschrieben sind und besuchen (Besucher und Besucherinnen eines Berufsbildenden Kurses sowie des Musikkonservatoriums müssen in der Woche mindestens 16 Unterrichtsstunden besuchen);
  • EU-Bürger/-innen sind;
  • Bürger/-innen sind, die nicht der Europäischen Union angehören, die ihren Wohnsitz in Südtirol haben;
  • im Schuljahr 2017/2018 für dasselbe Studium keine anderen finanziellen Zuwendungen zu Lasten von öffentlichen oder privaten Körperschaften oder Anstalten, die öffentliche Beiträge erhalten, beziehen bzw. keinen bereits finanzierten Heimplatz in Anspruch nehmen, andernfalls können die Antragsteller/-innen die eine oder die andere Fördermaßnahme wählen;
  • im Jahre 2016 ein bereinigtes Einkommen gemäß Artikel 5, 6, 7 und 8 der Wettbewerbsausschreibung von höchstens 25.000,00 Euro erzielt haben.

Welches Einkommen und Vermögen muss angegeben werden? Wie wird das bereinigte Einkommen berechnet?
Zur Feststellung der wirtschaftlichen Bedürftigkeit werden das erklärte Einkommen bezogen auf das Jahr 2016 und das zum Zeitpunkt der Gesuchstellung vorhandene Vermögen des/der Antragsteller/-in und seiner/ihrer Eltern berücksichtigt, auch wenn Eltern und Antragsteller nicht auf demselben Familienstandsbogen aufscheinen.

Sind die Eltern gerichtlich getrennt oder geschieden, so werden Einkommen und Vermögen des/der Antragsteller/-in sowie des erziehungsberechtigten Elternteils berücksichtigt.

Lebt der erziehungsberechtigte Elternteil seit mindestens 31.05.2015 mit einer Person in eheähnlicher Lebensgemeinschaft oder ist er zum Zeitpunkt der Gesuchstellung mit dieser verheiratet, unabhängig vom Familienstandsbogen, so wird auch deren Einkommen und Vermögen berücksichtigt.

In Abweichung von Absatz 1 werden das Einkommen und das Vermögen der Eltern des/der Antragsteller/-in nicht berücksichtigt, wenn der/die Antragsteller/-in:

  • Vollwaise ist;
  • verheiratet ist;
  • gerichtlich getrennt oder geschieden ist;
  • eigene zu Lasten lebende versorgungsberechtigte Kinder hat;
  • falls zutreffend, dass der/die Antragsteller/-in bis zum Beginn der/des Schule/Kurses Schuljahr 2017/2018 mindestens 36 Monate einer Erwerbstätigkeit (selbständig oder nicht selbständig) nachgegangen ist und im genannten Zeitraum ein Gesamtbruttoeinkommen von mindestens 33.000,00 Euro erzielt hat. Nicht berücksichtigt werden die Zeit der Arbeitslosigkeit;

Ist der/die Antragsteller/-in Vollwaise, so werden sein Einkommen und Vermögen berücksichtigt. Ebenso berücksichtigt wird das Einkommen und Vermögen des Erziehungsberechtigten, sofern dieser für den Unterhalt des/der Antragsteller/-in aufkommen muss. Ist der/die Bewerber/in Halbwaise, so werden sein Einkommen und Vermögen berücksichtigt. Ebenso berücksichtigt wird das Einkommen und Vermögen des Elternteils oder des Erziehungsberechtigten, der für den Unterhalt des/der Bewerbers/in aufkommen muss.

Ist der/die Antragsteller/-in verheiratet, so werden auch das Einkommen und das Vermögen seiner/ihres Ehepartnerin/s berücksichtigt.

Lebt der/die Antragsteller/-in mit einer Person seit mindestens 31.05.2015 in eheähnlicher Lebensgemeinschaft und haben sie gemeinsame Kinder, werden auch das Einkommen und das Vermögen des/der Lebenspartners/-in berücksichtigt.

Höhe der Studienbeihilfe
Die Höhe der Studienbeihilfen liegt für Schüler/-innen, die während des Schuljahres 2017/2018 aus Studiengründen außerhalb der Familie untergebracht sind, zwischen 2.800,00 Euro und 1.300,00 Euro, wobei immer das bereinigte Einkommen berücksichtigt wird (siehe Artikel 9 der Wettbewerbsausschreibung).
Bewerber, die im Schuljahr 2017/2018 als Tagesheimschüler/-innen in einem Heim untergebracht werden und die vorgeschriebenen Vorraussetzungen gemäß Artikel 10 der Wettbewerbsausschreibung erfüllen, erhalten eine um 30% reduzierte Studienbeihilfe gemäß Artikel 9 der Wettbewerbsausschreibung. Sind die effektiven Tagesheimkosten geringer als die vorgesehene Höhe der Studienbeihilfe, wird diese entsprechend gekürzt.
Bewerber/-innen, die nicht außerhalb der Familie untergebracht sind oder nicht Tagesheimschüler/innen sind, erhalten eine einheitliche Studienbeihilfe im Ausmaß von 300,00 Euro gemäß Art. 9, Absatz 3 der Wettbewerbsausschreibung.
Für Antragsteller/-innen, die im Schuljahr 2017/2018 ein Praktikum ablegen und dessen Dauer mehr als die Hälfte des Schuljahres beträgt, wofür sie von der Landesverwaltung ein Taschengeld erhalten, wird das Ausmaß der Studienbeihilfe um 50% reduziert.

Ordnungsgemäß ausgefüllte Anträge
Die für die Gewährung einer Studienbeihilfe erforderlichen Daten werden von der/dem Antragsteller/-in unter seiner/ihrer eigenen Verantwortung erklärt.
Die Landesverwaltung führt bei mindestens 6 Prozent der Anträge nachträglich Stichprobenkontrollen über den Wahrheitsgehalt der Angaben durch, wofür von den Antragsteller/-innen auch zusätzliche Daten und Unterlagen angefordert werden können.

Dem Antrag sind in der Regel (siehe Wettbewerbsausschreibung) keine Dokumente beizulegen. Diese können im Falle einer Routinekontrolle von Seiten des Amtes für Schulfürsorge angefordert und auf ihre Richtigkeit überprüft werden. Im Falle unwahrer oder unvollständiger Angaben sind auch strafrechtliche Folgen vorgesehen.

Die Nutzung dieses Dienstes ist kostenfrei.

Antragsteller und Antragsstellerinnen aufgepasst: Schüler und Schülerinnen und Studierende, die sowohl eine Studienbeihilfe, welche besteuert wird, als auch Zuschüsse für Sprachkurse bekommen und zusammengezählt den Betrag von 2.840,51 Euro überschreiten, scheinen auf der Steuererklärung nicht mehr als zu Lasten der Eltern auf und können daher keine Abschreibungen (Arztrechungen usw.) geltend machen!

(Letzte Aktualisierung Dienstleistung: 30.05.2017)

Zuständige Einrichtung

40.1. Amt für Schulfürsorge
Landhaus 7, Andreas-Hofer-Straße 18, 39100 Bozen
Telefon: 0471 41 29 24
0471 41 29 25
0471 41 33 05
Fax: 0471 41 29 09
E-Mail: schulfuersorge@provinz.bz.it
PEC: schulfuersorge.assistenzascolastica@pec.prov.bz.it
Website: http://www.provinz.bz.it/bildungsfoerderung/

Parteienverkehr:

Montag, Dienstag, Mittwoch, Freitag: 09.00 - 12.00 Uhr

Donnerstag: 08.30 - 13.00 Uhr und 14.00 - 17.30 Uhr

Termine

Die Anträge um Studienbeihilfen für Ober- und Berufsschüler sind bis Donnerstag, 28. September 2017 bei der zuständigen Schuldirektion abzugeben.