Genehmigung für den Bau von Wasserspeichern (technischer Teil)

Ein Dienst der Südtiroler Landesverwaltung

Allgemeine Beschreibung

Die staatlichen Gesetze (im besonderen das Gesetz vom 21. Dezember 1994, Nr. 584 - nur in italienischer Sprache-) und die Landesgesetze (Landesgesetz vom 14. Dezember 1990, Nr. 21) sehen mit dem Ziel der Gewährleistung der öffentlichen Unversehrtheit (Sicherheit der Gebiete und der Bevölkerung talseits der Stauanlagen und der Wasserspeicher) die Genehmigung der Ausführung und des Betriebes solcher Bauwerke seitens Landesamtes vor.

Der Dienst richtet sich somit an Besitzer und/oder Betreiber von Wasserspeichern jeglicher Nutzungsart (z.B. Trinkwasser, Stromerzeugung, Bewässerung und/oder Frostschutz, Beschneiung, Bergbau, Brandschutz, Erholung) und entsprechender Dimensionen.   

Unter dem Abschnitt notwendige Dokumente werden die erforderlichen Unterlagen für die technische  Überprüfung und den Erlass der Baugenehmigung von Staudämmen und Speicher, die in Landeskompetenz fallen, nämlich 5.000 m³ < VSpeicher <= 1.000.000 m³, HStaudamm <= 15 m aufgelistet.

Je nach vorgesehener Nutzung sind weitere spezifische Genehmigungen seitens verschiedener Behörden und Ämter erforderlich.

Für kleinere als oben genannte Abmessungen liegt die Kompetenz bei den Gemeinden; bei größeren unterliegen die selben Funktionen der italienischen Generaldirektion für Stauanlagen (Direzione Generale Dighe=DGD) mit Sitz in Venedig (Fondamenta S.Severo Castello n. 5016, 30100 Venezia, Tel. 041 2410739, Fax. 041 2410742, ridvenezia@mit.gov.it.

Erforderliche Unterlagen (laut Landesgesetz vom 14. Dezember 1990, Nr. 21) für die technische Überprüfung und den Erlaß der Baugenehmigung von Staudäm­men und Speichern, die in Landeskompetenz fallen.

5.000 m³VSpeicher < 1.000.000 m³, HStaudamm < 15 m

  1. VORPROJEKT
    Gesuch für die Überprüfung des Vorprojektes, unterschrieben vom Eigentümer oder Betreiber;
    Vorprojekt (Art. 3, Abs. 1, des Landesgesetzes vom 14. Dezember 1990, Nr. 21 )
    die drei Kopien mit sämtlichen Anlagen müssen von einem Projektanten mit Berufsbefähigung und vom Eigentümer oder Betreiber unterschrieben einge-reicht werden.
    Das Vorprojekt muß folgende Teile enthalten:
    1. allgemeiner technischer Bericht
    2. hydraulischer Bericht
    3. hydrologischer Bericht
    4. geologischer Bericht
    5. geotechnischer Bericht
    6. Studie der Risikozonen durch Überschwem-mung, im Falle eines Dammbruches mit Lage-plan der möglichen Überflutungszonen
    7. Pläne: mindestens Übersichtsplan, Lageplan mit Darstellung  der Nutzungs-, Ableitungs- und Ablaufbauwerke, Hauptschnitt, Längsprofil, Regelquerschnitte und Plan der wichtigsten Zusatzbauwerke
    8. Fotodokumentation
      Das Amt für Stauanlagen holt für die vom Ge­setz vorgesehenen Fälle die Genehmigung bei der Militärbehörde ein. Zudem fordert es weitere für notwendig erachtete (geologisches, hydrologisches, Wildbachverbauung usw.) Gutachten an.
  2. AUSFÜHRUNGSPROJEKT
    Gesuch (auf Stempelpapier) zur Genehmigung des Ausführungsprojektes, unterschrieben vom Eigentümer oder Betreiber

    Ausführungsprojekt (Art. 3, Abs. 2, des Landesgesetzes vom 14. Dezember 1990, Nr. 21):

    Die drei Kopien mit sämtlichen Anlagen müssen von einem Projektanten mit Berufsbefähigung und vom Eigentümer oder Betreiber unterschrieben eingereicht werden.

    Die erforderlichen Dokumente werden Fall für Fall aufgrund des Vorprojektes angefordert, je nach Eigenschaften der Bauwerke und den Auswirkungen für die darunter liegenden Gebiete, bezugnehmend  auf das Dekret des Presidenten der Republik vom 1. November 1959, Nr. 1363 und Dekret des Ministeriums 26.06.2014 (in italienischer Sprache).

    Die Gesetzestexte, die Dekrete und die geltenden Ministerial-Rundschreiben (technische Normen) sind auf dieser Internetseite abrufbar: www.registroitalianodighe.it

  3. AUSFÜHRUNG DER ARBEITEN

    Gesuch zur Bewilligung der Ausführung der Arbeiten (Art. 4, Abs. 2, des Landesgesetzes vom 14. Dezember 1990, Nr. 21), die in den genehmigten Projekten vorgesehen sind.

    Das Gesuch muß vom Eigentümer oder Betrei­ber unterschrieben sein. Es muß das Datum des voraussichtlichen Arbeitsbeginnes sowie den Namen des Bauleiters enthalten.

  4. BAUABNAHME

    Übermittlung der erforderlichen Unterlagen: Schlußbericht des Bauleiters (mit Anlagen betreffend die durchgeführten Materialproben und Untersu-chungen in Bauphase und nach Erstfüllung des Beckens, mit Angabe des Datums des Arbeits-abschlusses), Endstand der Arbeiten mit verschie-denen Plänen.

    Die Bauabnahme wird von einer Kommission vorgenommen, die im Sinne des Art. 5 des Landesgesetzes vom 14. Dezember 1990, Nr. 21 ernannt wird.

    Im Falle einer positiven Bauabnahme wird die Unbedenklichkeitserklärung für den Betrieb des Bauwerkes ausgestellt.

Dem Ansuchen ist eine Stempelmarke von 16,00 € beizulegen.

Stauanlagen im Dienste von großen Ableitungen: stellvert. Amtsdirektor Dr. Ing. Fabio De Polo (Fabio.DePolo@provinz.bz.it)

Die Zuständigkeiten sind in vier Zonen unterteilt.

Aktualisierung der Dokumentation: Geom. Daniel Macrì (Daniel.Macri@provinz.bz.it)

Montag: 9.00 - 12.00 Uhr
Donnerstag: 9.00 - 12.00 Uhr, 14.00 - 17.30 Uhr

An allen anderen Tagen nach Vereinbarung.

(Letzte Aktualisierung Dienstleistung: 16.07.2018)

Zuständige Einrichtung

Amt für Stauanlagen
Cesare-Battisti-Straße 23, 39100 Bozen
Telefon: 0471 41 43 80
Fax: 0471 41 43 89
E-Mail: stauanlagen@provinz.bz.it
Website: http://www.provinz.bz.it/sicherheit-zivilschutz/wildbach

Parteienverkehr:

Montag: 9.00 - 12.00 Uhr
Donnerstag: 9.00 - 12.00 Uhr, 14.00 - 17.30 Uhr

An allen anderen Tagen nach Vereinbarung.