Kostenvergütungen zugunsten Studierender mit Behinderungen

Ein Dienst der Südtiroler Landesverwaltung

Allgemeine Beschreibung


Um Studierenden mit Behinderungen ein Studium zu ermöglichen, können folgende Förderungen ab der Inskription als ordentliche Studierende/ordentlicher Studierender gewährt werden:

  • Vergütung der Kosten für einen Betreuungs- und Begleitdienst,
  • Vergütung der Transportkosten,
  • Vergütung der Kosten für den Ankauf von studienrelevanten Hilfsmitteln,
  • Vergütung der Kosten für andere, zur Beseitigung von Barrieren in der Hochschulbildung geeignete Dienstleistungen.

Mit dem akademischen Jahr 2019/2020 wurde die Einheitliche Einkommens- und Vermögenserklärung (EEVE) als Grundlage für die Feststellung der wirtschaftlichen Lage der Antragsteller eingeführt. Insbesondere gilt die Bescheinigung zum "Faktor wirtschaftliche Lage" (FWL) als Maß für die finanziellen Verhältnisse einer jeden Familiengemeinschaft und wird als Berechnungsgrundlage für die Studienbeihilfen verwendet.

Anspruchsberechtigt sind Studierende, die eine Zivilinvalidität von mindestens 74% aufweisen, zivilblind oder gehörlos sind, und die zur Erlangung eines akademischen Titels oder Grades universitäre Einrichtungen oder Fachhochschulen in Italien oder in Ländern des deutschen Kulturraums besuchen.

Beim Besuch einer Universität in Südtirol wird außerdem vorausgesetzt, dass die Studierenden:

a) EU-Bürgerinnen und EU-Bürger sind,

oder

b) Nicht-EU-Bürgerinnen und -Bürger sind, die eine langfristige EU-Aufenthaltsberechtigung für Italien besitzen, oder Bürgerinnen und Bürger, denen laut Richtlinie 2011/95/EU der Flüchtlingsstatus bzw. der subsidiäre Schutzstatus zuerkannt wurde und die dadurch italienischen Staatsbürgerinnen und Staatsbürgern gleichgestellt sind,

oder

c) Nicht-EU-Bürgerinnen und -Bürger sind, die eine sonstige Aufenthaltsberechtigung im Einklang mit der staatlichen Gesetzgebung besitzen und ihren Wohnsitz ohne Unterbrechung seit mindestens einem Jahr in Südtirol haben.

Beim Besuch einer Universität außerhalb Südtirols gilt hingegen ein zweijähriger Wohnsitz in Südtirol Voraussetzung.

Die weiteren Voraussetzungen entnehmen Sie den Richtlinien, dieSie im Anhang finden.

Den vom Amt bereitgestellten Antragsformularen sind folgende Unterlagen beizulegen:

a) ein ärztliches Gutachten oder Nachweis über die Behinderung der/des Studierenden,

b) eine Eigenerklärung über die festgestellte Pflegestufe oder den Bezug eines Begleitgeldes,

c) Kostenvoranschläge für alle Dienste und Ankäufe, für die eine Rückvergütung beantragt wird,

d) Erklärung der/des Studierenden, aus der hervorgeht, warum und in welchem Ausmaß die Dienste und Ankäufe, für die die Rückvergütung beantragt wird, notwendig sind, um ihr/ihm das Hochschulstudium zu ermöglichen.

Zudem sind je nach Art der Kosten, für welche eine Vergütung beantragt wird, weitere Unterlagen einzureichen. Genauere Informationen dazu entnehmen Sie Artikel 18 der Verordnung.

Die Antragstellenden erklären die erforderlichen Daten unter ihrer eigenen Verantwortung. Die Landesverwaltung verzichtet größtenteils auf die Vorlage von Unterlagen, führt jedoch Stichprobenkontrollen über den Wahrheitsgehalt der Erklärungen durch. Falscherklärerinnen und Falscherklärer werden sanktioniert. In schwerwiegenden Fällen wird Strafanzeige erstattet.

Die Sondermaßnahmen für Studierende mit Behinderungen sind mit anderen Fördermaßnahmen zur Sicherung des Rechtes auf Hochschulbildung häufbar.

Die Kosten, auf die sich die gewährte Rückvergütung bezieht, dürfen von keinen anderen öffentlichen oder privaten Einrichtungen oder Körperschaften, die öffentliche Beiträge erhalten, bereits rückerstattet worden sein.

(Letzte Aktualisierung Dienstleistung: 06.12.2019)

Zuständige Einrichtung

Amt für Hochschulförderung
Landhaus 7, Andreas-Hofer-Straße 18, 39100 Bozen
Telefon: 0471 41 29 43 Cornelia Lintner
E-Mail: hochschulfoerderung@provinz.bz.it
PEC: hochschulfoerderung.dirittostudiouni@pec.prov.bz.it
Website: http://www.provinz.bz.it/bildungsfoerderung/

Parteienverkehr:

Montag, Dienstag, Mittwoch, Freitag: 09.00 - 12.00 Uhr
Donnerstag: 08.30 - 13.00 Uhr und 14.00 - 17.30 Uhr

Termine

Die Einreichtermine für das akademische Jahr 2019/2020 sind jeweils der 20. Dezember 2019 für das Wintersemester und der 31. März 2020 für das Sommersemester.