Seniorenwohnheime - Informationen

Ein Dienst der Südtiroler Landesverwaltung

Allgemeine Beschreibung

Die 76 Seniorenwohnheime in Südtirol mit insgesamt ungefähr 4.400 Betten werden entweder als Öffentliche Betriebe für Pflege- und Betreuungsdienste (ÖBPB), von der Bezirksgemeinschaft, der Gemeinde oder privat geführt.

Neben Unterkunft und Verpflegung sorgen die Seniorenwohnheime für die soziale, krankenpflegerische, rehabilitative und ärztliche Begleitung, Betreuung und Pflege der Bewohnerinnen und Bewohner. Dabei wird vor allem auf die physische, psychische und soziale Aktivierung der Betreuten Wert gelegt, wobei der besonderen individuellen Situation der einzelnen Personen gebührend Rechnung getragen wird.

AKKREDITIERUNG:

Wer ein Seniorenwohnheim eröffnet oder führt, muss vom Land (Abteilung Soziales) "akkreditiert", also zugelassen werden. Der von der Landesabteilung Familie und Sozialwesen eingebrachte und in Absprache mit dem Sanitätsbetrieb, dem Gemeindenverband und dem Verband der Seniorenwohnheime ausgearbeitete Beschluss zielt auf die Garantie von Betreuungsqualität in den Seniorenwohnheimen ab. Neu geregelt wird die Mindestgröße einer Einrichtung. So soll es in Zukunft kein Pflege- oder Altenheim mit weniger als 40 Betten oder mehr als 150 Betten geben. Groß geschrieben wird auch die Zusammenarbeit, insbesondere zwischen kleineren Heimen. Verbundsysteme sollen die Qualität erhöhen und gleichzeitig die Wirtschaftlichkeit sichern.

Die Heime stehen pflegebedürftigen älteren Menschen, die zu Hause leben und vorübergehend (etwa wegen Krankheit, Urlaubs und zur Entlastung der pflegenden Angehörigen) nicht betreut werden können, zur Verfügung.

Ansuchen um Heimaufnahme im Seniorenwohnheim - Mit dem Beschluss vom 21. Mai 2013, Nr. 745 hat die Landesregierung "Das einheitliche Formular: Ansuchen um Heimaufnahme im Seniorenwohnheim" genehmigt. Die akkreditierten Seniorenwohnheime sind angehalten, die genehmigte Modulistik zu verwenden.  

Die Fühung von Kurzzeit- und Übergangsbetten ist mit Beschluss der Landesregierung vom 18. Dezember 2018, Nr. 1419Art. 47 und 48, geregelt.  

Siehe Anlagen (für eine eventuelle Tarifbegünstigung abhängig vom Einkommen/Vermögen):

  1. Antrag um Tarifbegünstigung
  2. Erklärung erweiterte Familiengemeinschaft
  3. Ersatzerklärung Pflegebedürftigkeit

Einen Teil der Aufenthaltskosten im Heim (Anteil für Pflege) übernimmt der jeweilige Sanitätsbetrieb. Die Heimbewohnerin bzw. der Heimbewohner und der Ehepartner zahlen den festgelegten Tagessatz und zwar im Ausmaß, wie er vom D.LH. vom 11. August 2000, Nr. 30 vorgesehen ist. Reichen ihr Einkommen und Vermögen nicht aus, den Tagessatz zu bestreiten, werden die Kinder zur Bezahlung herangezogen. Reicht auch deren Einkommen nicht aus, übernimmt die Wohnsitzgemeinde der Heimbewohnerin bzw. des Heimbewohners den ungedeckten Teil.

Für Informationen betreffend den Tarif des Dienstes wenden Sie sich an den zuständigen Sozialsprengel oder an das Landesamt für Senioren und Sozialsprengel. 

Seit 1. Jänner 2009 ist die Pflegesicherungsgesetz  auch in den Seniorenwohnheimen in Kraft getreten. Mit der Auszahlung des Pflegegeldes hat sich auch das Tagessatzsystem der Heime geändern.

Für Auskunft bzw. eine etwaige Aufnahme wenden sich Interessierte an das Seniorenwohnheim ihrer Wahl (siehe Adressen Seniorenwohnheime).  

Für weitere Informationen: Verband der Seniorenwohnheime Südtirols - Kanonikus-Michael-Gamper- Str. 10 - 39100 Bozen - Tel.: 0471 32 36 35 - Fax: 0471 32 36 46 - E.mail: info@vds-suedtirol.it - Web: http://www.vds-suedtirol.it/  

Einsprüche: Gegen die Entscheidungen der Seniorenwohnheim kann innerhalb von 45 Tagen nach Erhalt der diesbezüglichen Mitteilung bei der Sektion für Einsprüche – Abteilung Soziales Aufsichtsbeschwerde gemäß Artikel 9 des Landesgesetzes vom 22. Oktober 1993, Nr. 17 und Artikel 4 des Landesgesetzes vom 30. April 1991, Nr. 13, wegen Ungesetzmäßigkeit eingereicht werden.    

Für weitere Informationen bitten wir Sie, die Webseite der für diesen Dienst zuständigen Institution zu besuchen.

(Letzte Aktualisierung Dienstleistung: 25.07.2019)

Zuständige Einrichtung

Amt für Senioren und Sozialsprengel
Landhaus 12, Kanonikus-Michael-Gamper-Straße 1, 39100 Bozen
Telefon: 0471 41 82 51 / 52 Segreteria/Sekretariat
0471 41 82 53 Helga Mahlknecht
0471 41 82 58 Doris Lanznaster
0471 41 82 61 Helga Näckler
Fax: 0471 41 82 69
E-Mail: amt.senioren@provinz.bz.it
PEC: senioren.anziani@pec.prov.bz.it
Website: http://www.provinz.bz.it/familie-soziales-gemeinschaft/senioren

Parteienverkehr:

Montag, Dienstag, Mittwoch und Freitag: von 09.00 Uhr bis 12.00 Uhr

Donnerstag: von 08.30 Uhr bis 13.00 Uhr und von 14.00 Uhr bis 17.30 Uhr

Termine

Für die Ansuchen zur Nutzung dieses Dienstes sind keine besonderen Termine einzuhalten.