Maßnahmen zum Schutz von Minderjährigen in Gewaltsituationen

Allgemeine Beschreibung

Die WHO-Definition von Kindesmisshandlung:

„Kindesmissbrauch oder -misshandlung umfasst alle Formen der körperlichen und/oder emotionalen Gewalt, sexuellen Missbrauch, Vernachlässigung oder vernachlässigendes Verhalten oder Ausbeutung zu Erwerbs- oder anderen Zwecken, die einen realen oder potentiellen Schaden für die Gesundheit des Kindes, sein Überleben, seine Entwicklung oder seine Würde zur Folge haben und im Rahmen eines
Verantwortungs-, Vertrauens- oder Machtverhältnisses ausgeführt werden.” (World report on violence and health, Weltgesundheitsorganisation, Genf, 2002)

Jeder , der von Situationen des Missbrauchs weiß oder auch nur einen Verdacht hegt, kann sich an die mit dem Schutz des Kindes beauftragte Institution wenden. Es reicht, die territorial zuständigen Dienste für Minderjährige, die Ordnungskräfte oder direkt das Jugendgericht sowie die Staatsanwaltschaft beim Jugendgericht zu informieren. Diese Institutionen leiten anschließend alle Maßnahmen in die Wege, die zum Schutz des Kindes notwendig sind.

Die Hilfeleistung für Minderjährige, die Opfer von Missbrauch sind, wird in koordinierter Form von verschiedenen soziosanitären Fachkräften, insbesondere von den Sozialassistenten/innen der Sozialsprengel gewährleistet.

  • Die Kinderrechtskonvention - genehmigt von der Generalversammlung der Vereinten Nationen in New York am 20.11.1989 - erkennt das Kind als Rechtssträger subjektiven Rechts an und sieht den Schutz desselben vor
  • Italien ratifiziert mit dem Gesetz Nr. 176 vom 27. Mai 1991 (in italienischer Sprache) die oben genannte Konvention und sieht die Durchführung vor
  • Der italienische Gesetzgeber hat mit Inkraftreten des Gesetzes Nr. 66 vom 15. Februar 1996 (in italienischer Sprache) wesentliche Änderungen eingeführt: zum einen werden Vergewaltigung, sexuelle Nötigung und Verführung Minderjähriger in ein einziges Delikt "sexuelle Gewalt" zusammengefasst, zum anderen wird dieses Delikt ein Delikt gegen die Person und ist nicht mehr nur ein Delikt gegen die öffentliche Moral.

In Südtirol gibt es mehrere Anlaufstellen für Fälle von sexueller Gewalt an Kindern und Jugendlichen; einige davon sind hier angeführt:

FAMILIENBERATUNGSSTELLEN


SELBSTHILFEGRUPPEN

  • Silberband-Selbsthilfegruppe für Opfer sexuellen Missbrauchs 
    39100 Bozen, Kolpinghaus, Spitalgasse 3
    Treffen: 14-tägig (im Sommer alle 3 Wochen),
    jeweils freitags von 19.30-21.30 Uhr,
    Auskünfte unter 0474 55 58 19 
  • 39031 Bruneck, grain-Sitzungsraum , Stadtgasse 46
    Treffen: jeden 3. Freitag von 19.00-21.00 Uhr
    Auskünfte unter 0474 55 58 19
       
    Telefonberatung: 14-tägig, jeweils freitags von 18.00-19.30 Uhr,
    Tel. 0474/556043  
  • "Leo Arbeitskreis”  
    39050 Steinmannwald, Postfach 2
    E-Mail: talita92@katamail.com  

WEITERE PRIVATE ANLAUFSTELLEN

  • Young & Direct Telefonberatung:
    Grüne Nummer (nach der ersten Einheit kostenlos): 8400-36366  persönliche Anlaufstelle:
    39100 Bozen, A.-Hoferstr. 36
    Tel. 0471 97 09 50
    E-Mail Beratung: online@young.direct.it
       
    Kummerkasten:
    39100 Bozen, Postfach 64   
       
    Telefonhilfe - Telefono amico
    39100 Bozen, Postfach 138
    Tel. 0471 28 83 28   
       
    Freundschaft und Solidarität
    39012 Meran, Vogelweidestraße 22
    Tel. 0473 22 25 71   
       
    Verein “Il Germoglio”
    Call Center Pollicino 39100 Bozen, Dantestr. 12
    Tel. 0471 32 36 69
      
       

ÖFFENTLICHE SOZIALDIENSTE - BETRIEB FÜR SOZIALDIENSTE BOZEN

Soziopädagogische Grundbetreuung der Sozialsprengel


PSYCHOLOGISCHE DIENSTE DER SANITÄTSBETRIEBE

  • 39100 Bozen, Alte Mendelstr. 49/b
    Tel. 0471 27 01 15
  • 39012 Meran, Rossinistr. 1
    Tel. 0473 25 10 00  
  • 39031 Bruneck, A. Hoferstr. 25
    Tel. 0474 58 62 20
  • 39042 Brixen, Dantestr. 51
    Tel. 0472 81 31 00

Für weitere Informationen bitten wir Sie, die Webseite der für diesen Dienst zuständigen Institution zu besuchen.

(Letzte Aktualisierung Dienstleistung: 04.11.2019)

Zuständige Einrichtung

Amt für Kinder- und Jugendschutz und soziale Inklusion
Landhaus 12, Kanonikus-Michael-Gamper-Straße 1, 39100 Bozen
Telefon: 0471 418230
0471 41 82 31
Fax: 0471 418249
E-Mail: kinderjugendinklusion@provinz.bz.it
PEC: kinderjugendinklusion.minoriinclusione@pec.prov.bz.it
Website: http://www.provinz.bz.it/sozialwesen