Hauptuntersuchung von Fahrzeugen

Ein Dienst der Südtiroler Landesverwaltung

Allgemeine Beschreibung

Warum muss die Hauptuntersuchung durchgeführt werden?

Die Hauptuntersuchung (Revision) wird sowohl von der italienischen Straßenverkehrsordnung als auch von den Richtlinien der Europäischen Union vorgesehen und überprüft:

  1. die Sicherheitsbedingungen der Fahrzeuge;
  2. die Lärmemission der Fahrzeuge;
  3. dass der Schadstoffausstoß der Fahrzeuge die vorgeschriebenen Grenzwerte nicht überschreitet.

Für welche Fahrzeuge ist die Hauptuntersuchung vorgeschrieben?

Die Fahrzeuge, die untersucht werden müssen, sind:

  1. Kraftwagen;
  2. Krafträder und Kleinkrafträder;
  3. Anhänger mit einer Gesamtmasse von über 3500 kg; Anhänger mit einer Gesamtmasse

von bis zu 3500 kg müssen zur Zeit nur dann der Hauptuntersuchung unterzogen werden,

falls sie innerhalb 31.12.1997 zugelassen worden sind und nur, wenn sie nicht bereits nach dem 01.01.1999 untersucht worden sind.

Darf das Fahrzeug nach Ablauf der Frist (Fälligkeit) benützt werden, wenn die Hauptuntersuchung schon vorgemerkt ist?

Fahrzeuge mit einer Gesamtmasse von bis zu 3500 kg (ausgenommen Taxis, Mietwagen mit Fahrer und Krankenwagen) dürfen auf keinen Fall nach Ablauf der Fälligkeit der Hauptuntersuchung am Straßenverkehr teilnehmen.

Fahrzeuge mit eine Gesamtmasse von über 3500 kg, Anhänger, Kraftomnibusse, Taxis, Mietwagen mit Fahrer und Krankenwagen dürfen auch nach dem Ablauf der Fälligkeit der Hauptuntersuchung bis zum Datum der bereits vorgemerkten Hauptuntersuchung weiterfahren, aber nur, wenn die Anmeldung zur Hauptuntersuchung innerhalb der Fälligkeit der Hauptuntersuchung vorgenommen worden ist.

Welche Kontrolluntersuchungen werden am Fahrzeug durchgeführt?

  1. Bremsvorrichtungen
  2. Lenkvorrichtung und Lenkrad
  3. Sichtverhältnisse (Rückspiegel, Scheiben, usw.)
  4. Leuchten, Rückstrahler und elektrische Anlagen
  5. Achsen, Räder, Reifen und Aufhängungen
  6. Fahrgestell und am Fahrgestell befestigte Teile
  7. Sonstige Ausstattungen (Sicherheitsgurte, Hupe, Drehzahlmesser, usw.)
  8. Umweltbelastung (Abgase, Lärm, usw.)
  9. Zusatzkontrollen für Fahrzeuge, die zum öffentlichen Personentransport bestimmt sind (Notausgänge, usw.)
  10. Fahrzeugidentifizierung (Kennzeichen, Fahrgestellnummer)

Was geschieht, wenn die Hauptuntersuchung des Fahrzeugs nicht gemacht wird?

Die Strafen, die der Bürger riskiert, der mit einem Fahrzeug fährt, das nicht innerhalb der gesetzlich festgelegten Frist der Hauptuntersuchung unterzogen worden ist, besteht im Einzug der Zulassungsbescheinigung und in einer Geldstrafe. Die Zulassungsbescheinigung wird zur Landesprüfstelle für Fahrzeuge geschickt, wo sie nach durchgeführter Hauptuntersuchung abgeholt werden kann.

Auch in diesen Fall kann die Hauptuntersuchung von Kraftwagen mit einer Gesamtmasse von bis 3500 kg bzw. mit bis zu 16 Sitzplätzen, von Krafträdern und Kleinkrafträdern, bei den ermächtigten Werkstätten vorgenommen werden.

Welche sind die Ergebnisse einer Hauptuntersuchung?

Die Ergebnisse der Hauptuntersuchung können sein:

  1. Ordnungsgemäß – die nächste Hauptuntersuchung muss innerhalb der vorher beschriebenen Fristen erfolgen;
  2. Wiederholen – eine neue Hauptuntersuchung muss so schnell wie möglich durchgeführt werden (nachdem die nötigen Reparaturen erfolgt sind); in jedem Fall darf das Fahrzeug höchstens bis zu 30 Tage ab der „Wiederholen“-Hauptuntersuchung am Straßenverkehr teilnehmen, falls die festgestellten Mängel repariert worden sind;
  3. Aus dem Verkehr gezogen – eine neue Hauptuntersuchung muss so schnell wie möglich durchgeführt werden (nachdem die nötigen Reparaturen erfolgt sind); in der Zwischenzeit darf das Fahrzeug nicht am Straßenverkehr teilnehmen (es kann nur am festgelegten Termin zur Hauptuntersuchung gefahren werden).

Zur Landesprüfstelle für Fahrzeuge müssen folgende Fahrzeuge gebracht werden:

  1. Fahrzeuge mit einer Gesamtmasse von über 3500 kg bzw. mit mehr als 16 Sitzplätzen
  2. Anhänger

Folgende Fahrzeuge können zu den privaten Autowerkstätten gebracht werden:

  1. Kraftfahrzeuge mit einer Gesamtmasse von bis zu 3500 kg bzw. mit höchstens 16 Sitzplätzen
  2. Krafträder und Kleinkrafträder (nur bei Autowerkstätten, welche die geeignete Ausstattungen haben)

  • Bei der Landesprüfstelle für Fahrzeuge
  • Für die Vormerkung = Zulassungsbescheinigung
  • Für die Hauptuntersuchung = Zulassungsbescheinigung + Vormerkungbescheinigung

Bei der Landesprüfstelle für Fahrzeuge kann mittels Bancomat- oder Kreditkarte bezahlt werden.

Beim Schalterdienst der Abteilung Mobilität in der Rittnerstraße 12 – Bozen kann (wochentags von 8.30 bis 12.00 Uhr und am Donnerstag bis 16.00 Uhr) außerdem auch in bar bezahlt werden.

Autowerkstätten welche Hauptuntersuchungen durchführen dürfen:

Die Hauptuntersuchungen dürfen von Autowerkstätten durchgeführt werden, die vom Kraftfahrzeugamt der Autonomen Provinz Bozen dazu ermächtigt worden sind. Diese Autowerkstätten kann man durch die eigens dafür vorgesehenen Schilder, die außen angebracht werden müssen, erkennen.

(Letzte Aktualisierung Dienstleistung: 15.10.2018)

Zuständige Einrichtung

38.4.1. Landesprüfstelle für Fahrzeuge
Sigismund-Schwarz-Straße 40, 39100 Bozen
Telefon: 0471 41 34 50
0471 41 34 51
Fax: 0471 41 34 62
E-Mail: kfz-pruefstelle@provinz.bz.it
PEC: lpf.crv@pec.prov.bz.it

Parteienverkehr:

Alle Hauptuntersuchungen sind nur nach Vormerkung möglich.

Die Vormerkung kann bei der Landesprüfstelle erfolgen, und zwar von Montag bis Freitag, 8.15 - 12.00 Uhr und donnerstags auch 14.15 - 16.00 Uhr

oder beim Schalterdienst der Abteilung Mobilität, Rittner Straße 12, Bozen

Montag - Freitag: 8.30 - 12.00 Uhr
Donnerstag: 8.30 - 16.00 Uhr

Hauptuntersuchungen von Kraftwagen, Motorkrafträdern sowie für Kleinkrafträder können ab den letzten 5 Tagen des Vormonates für das darauffolgende Monat vorgemerkt werden. Die Hauptuntersuchungen werden generell montags durchgeführt.

Termine

Fahrzeuge mit einer Gesamtmasse von bis zu 3500 kg (mit Ausnahme von Kraftomnibussen, Taxis, Mietwagen mit Fahrer, atypische Fahrzeuge und Krankenwagen, Krafträder und Kleinkrafträder müssen:

  • die erste Hauptuntersuchung 4 Jahre nach der ersten Zulassung machen, und zwar innerhalb des Monats der Erstzulassung (siehe Punkt B der Zulassungsbescheinigung);
  • danach alle zwei Jahre, innerhalb des Monats der vorhergegangenen Hauptuntersuchung (siehe Kontrollabschnitt).

Fahrzeuge mit eine Gesamtmasse von über 3500 kg, Kraftomnibusse, Taxis, Mietwagen mit Fahrer, atypische Fahrzeuge und Krankenwagen, Anhänger mit einer Gesamtmasse von über 3500 kg müssen:

  • die erste Hauptuntersuchung 1 Jahr nach der Erstzulassung machen, und zwar innerhalb des Monats der Erstzulassung (siehe Punkt B der Zulassungsbescheinigung);
  • danach alle Jahre innerhalb des Monats der vohergegangenen Hauptuntersuchung (siehe Kontrollabschnitt).