Maßnahmen des Landes zur Förderung des Genossenschaftswesens, Landesgesetz vom 8. Jänner 1993, Nr. 1 - Beiträge für die Einstellung von hochqualifiziertem Personal von Sozialgenossenschaften

Ein Dienst der Südtiroler Landesverwaltung

Allgemeine Beschreibung

Der Dienst sieht Förderungen zu Gunsten von Sozialgenossenschaften und besonderen Arten von Arbeitsgenossenschaften für die Aufnahme von hochqualifiziertem Personal vor.

Die Maßnahmen des Landes fördern Projekte, die von Genossenschaften eingereicht werden, die im Genossenschaftsregister Südtirols eingetragen sind, in Südtirol ihren Sitz haben und vorwiegend dort tätig sind.
Die vorgesehenen Fördermassnahmen können von folgenden Genossenschaftstypen beansprucht werden:

  • Sozialgenossenschaften (Typ "A" und "B");
  • Produktions- und Arbeitsgenossenschaften, an denen sich mindestens 60 Prozent der Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen beteiligen, die infolge eines Konkurses oder eines anderen Insolvenzverfahrens, wegen endgültiger Betriebsschließung oder eines erheblichen Personalabbaues entlassen worden sind;
  • Produktions- und Arbeitsgenossenschaften, die einen Betrieb übernehmen und die zu mindestens 60 Prozent aus Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen bestehen, welche mindestens ein Jahr für den zu übernehmenden Betrieb gearbeitet haben; 
  • Genossenschaften, die unternehmerische Tätigkeiten mit Innovationscharakter oder von besonderer sozialer Bedeutung ausüben;
  • Genossenschaften, die unternehmersiche Tätigkeiten ausüben, und zwar mit besonderer Berücksichtigung der beruflichen Ausbildung und Eingliederung von Frauen und Jugendlichen sowie der Weiterbildung, Umschulung und beruflichen Eingliederung von Personen mit Schwierigkeiten bei der Eingliederung in den Arbeitsmarkt. Dieser Zielsetzungen müssen aus den statutarischen Vorgaben hervorgehen und in der Tätigkeit der Genossenschaft vorwiegenden Charakter haben. 60 Prozent der Mitglieder sowie des Personals der Genossenschaften müssen Frauen, Jugendliche oder Personen mit Schwierigkeiten bei der Eingliederung in den Arbeitsmarkt sein.

Förderfähig sind befristete oder durch Projektverträge, durch gänzliche oder teilweise Zuteilung oder durch Dienstleistungsverträge geregelte Personaleinstellungen über einen Zeitraum von mindestens 12 Monaten.

Das eingestellte Personal muss ein Hochschuldiplom und eine einschlägige Berufserfahrung von mindestens drei Jahren bzw. eine Berufserfahrung von mindestens zehn Jahren besitzen.

Das eingestellte Personal muss außerdem im Rahmen von Projekten zur Stärkung und/oder Reorganisation des Betriebes eingesetzt werden.

Zum Beitrag zulässig sind die Bruttolohnkosten (einschließlich Soziallasten und Beiträge zu Lasten der Genossenschaft) einer neu eingestellten Person für einen Zeitraum von höchstens 24 Monaten.

Der Höchsbeitrag entspricht 50 Prozent der anerkannten Kosten.

"De minimis"
Die Beiträge werden im Rahmen der europäischen "de minimis" Regelung vergeben.

Die Anträge müssen auf eigenen, vom zuständigen Landesamt bereitgestellten Vordrucken abgefasst, in ein PDF-Format umgewandelt, digital unterzeichnet oder mit qualifizierter elektronischer Unterschrift und durch eine einzige PEC-Mitteilung dem zuständigen Landesamt übermittelt werden.  In jedem Fall muss der Antrag vor Beginn des Vorhabens übermittelt werden, andernfalls wird er abgelehnt.

Dem Gesuch müssen beigelegt werden:

  • Betriebsentwicklungsplan mit:
    • Ursprung und wichtigste Ereignisse der Genossenschaft;
    • ausgeübte Tätigkeit (Standort der Genossenschaft, angebotene Dienstleistungen, Nutznießer der Leistungen;
    • Finanzierungsplan;
    • geplante Investitionen (Zeitplan und Grund der Investitionen, Erwartungen);
  • Lebenslauf der eingegliederten Person;
  • Kopie des Arbeitsvertrages;
  • nur für Genossenschaften des "Typs B": detaillierter Bericht über die benachteiligten eingegliederten Personen.

Dem Ansuchen ist eine Stempelmarke von Euro 16,00 beizulegen, hierfür muss die Eigenerklärung unterzeichnet werden.

Genossenschaften ONLUS sind von der Stempelgebühr befreit.

Beibehaltung der gewährten Beiträge

Für die gesamte Dauer der Beratung muss man auch die für den besonderen Genossenschaftstyp vorgesehenen gesetzlichen Voraussetzungen einhalten (z.B.: Eingliederung von mindestens 30% benachteiligte Menschen für die Sozialgenossenschaften des Typs B).

(Letzte Aktualisierung Dienstleistung: 31.07.2019)

Zuständige Einrichtung

Amt für die Entwicklung des Genossenschaftswesens
Landhaus 10, Crispistraße 15, 39100 Bozen
Telefon: 0471 41 49 30
Fax: 0471 41 49 39
E-Mail: gen@provinz.bz.it
PEC: gen.coop@pec.prov.bz.it
Website: http://www.provinz.bz.it/arbeit-wirtschaft/genossenschaften/

Parteienverkehr:

Montag bis Freitag: von 9.00 Uhr bis 12.00 Uhr.

Donnerstag von 8.30 bis 13.00 und 14.00 bis 17.30 Uhr.

Termine

Die Beitragsgesuche sind vor der Aufnahme hochqualifiziertes Personal beim Amt für die Entwicklung des Genossenschaftswesens einzureichen.
Für die Gesucheinreichung ist die vorgesehene Modulistik zu verwenden.