Notstandshilfen im Falle von Naturkatastrophen

Ein Dienst der Südtiroler Landesverwaltung

Allgemeine Beschreibung

In welchen Fällen kann ein solcher Beitrag gewährt werden?

Bei Erdbeben, Überschwemmungen, Erdrutschen, Wolkenbrüchen, Lawinen und anderen Naturereignissen (ausgenommen Brände), wo Wohngebäude beschädigt bzw. bedroht werden.

Wer hat Anrecht auf einen Beitrag für die Ausbesserung oder den Wiederaufbau von Gebäuden in Folge von Naturkatastrophen?

  1. Wer außer der beschädigten Wohnung, nicht Eigentümer, Nutznießer   oder Wohnrechtsinhaber einer weiteren Wohnung ist, die für den Bedarf der Familie angemessen ist und keine solche in den letzten 5 Jahren veräußert hat (Erstwohnung).
  2. Wer über ein Gesamteinkommen innerhalb der IV. Einkommensstufe verfügt, so wie in Art. 58, Abs.1), L.G. Nr.13/98 vorgesehen (siehe allgemeine Infobroschüre des Amtes für geförderten Wohnbau)
  3. Wer einen Gesamtschaden (Schaden am Gebäude und Verlust von Hausrat, Kleidung und Möbel) von mindestens 4% der gesetzlichen Baukosten der Wohnung zu beklagen hat.

Das entsprechende Ansuchen muss innerhalb von 180 Tagen ab Eintreten der Naturkatastrophe eingereicht werden.

Dem Ansuchen ist ein Erhebungsprotokoll beizulegen, das von Bauamt der zuständigen Gemeinde unter Anführung der Einwände der Betroffenen anzufertigen ist.
Im Protokoll sind die Zahl und die Zweckbestimmung der Räume des zerstörten oder beschädigten Gebäudes vor dem Ereignis sowie die voraussichtliche Höhe der Bau- und Instandsetzungskosten anzugeben.
Anstelle des erwähnten Protokolls kann das Protokoll vorgelegt werden, das vom Beamten des technischen Amtes für den geförderten Wohnbau des Landes in den unmittelbar auf die Katastrophe folgenden Tagen verfasst worden ist, sofern es die erwähnten Angaben enthält.

Wer hat Anrecht auf einen Beitrag für den Verlust von Hausrat, Möbel und Kleidung in Folge von Naturkatastrophen?

Familien, die gänzlich oder teilweise Möbel, Einrichtungsgegenstände, Kleidung und Hausrat verloren haben. (Eigentümer, Mieter…)

Das Gesamteinkommen der Familie wird berücksichtigt.

Das entsprechende Ansuchen muss innerhalb 90 Tagen ab Eintreten der Naturkatastrophe eingereicht werden.

Dem Ansuchen ist ein Erhebungsprotokoll beizulegen, das von Bauamt der zuständigen Gemeinde unter Anführung der Einwände der Betroffenen anzufertigen ist.
Im Protokoll sind die erlittenen Schäden anzuführen.
Anstelle des erwähnten Protokolls kann das Protokoll vorgelegt werden, das vom Beamten des technischen Amtes für den Geförderten Wohnbau des Landes in den unmittelbar auf die Katastrophe folgenden Tagen verfasst worden ist.

Unterlagen:

  • Gesuchsformular
  • Erhebungsprotokoll, erstellt vom Gemeindetechniker bzw. Techniker des Amtes für geförderten Wohnbau
  • Vidimierter Plan der Wohnung
  • Eigentumsnachweis (Grundbuchsauszug)
  • Für Mieter: Kopie des registrierten Mietvertrages
  • Kostenvoranschlag (mit Unterschrift des Technikers):
    - detailliert
    - summarisch (bei Abbruch und Wiederaufbau)
  • Einkommen der letzten 2 Jahre

Das Vermögen der Eltern wird nicht berücksichtigt. Es ist nicht notwendig, die Erklärung über die Sprachgruppenzugehörigkeit vorzulegen, jedoch muss dieselbe im Gesuchsformular als Eigenerklärung angegeben werden.

Bei Naturkatastrophen wird bei jeglichen Beiträgen keine Bindung eingetragen.

Kein Anrecht hat:

  • Wer beim Bau des Gebäudes gegen die Bestimmungen des Landesraumordnungsgesetzes verstoßen hat und für das keine Baukonzession im Sanierungswege erteilt wurde
  • Wer außer der beschädigten Wohnung, Eigentümer einer weiteren angemessenen Wohnung ist oder eine solche in den letzen 5 Jahren veräußert hat
  • Wer die 4. Einkommensstufe überschreitet
  • Wenn der Schaden, am Gebäude einschließlich Hausrat, Möbel usw. geringer als 4% der gesetzlichen Baukosten ist (ausgenommen für jene, welche laut Einkommen das Lebensminimum nicht erreichen)

Wird die geschädigte Wohnung laut Artikel 79 des Landesraumordnungsgesetzes konventioniert, so treffen obgenannte Ausschlussgründe nicht zu, der Beitrag darf nicht mehr als 30% der gesetzlichen Baukosten betragen.

Mögliche Beiträge:

  1. Beiträge für die Ausbesserung oder den Wiederaufbau von Wohngebäuden, sofern sie die Merkmale von Volkswohnungen oder Wohnungen mit erhöhter Zimmerzahl besitzen

    GESUCHSEINREICHUNG INNERHALB VON 180 TAGEN NACH DER KATASTROPHE
    Höhe der Beiträge: von 30-70% der anerkannten Ausgaben
    Höchstgrenze der Beiträge:
    Die Beiträge dürfen nicht höher, als die gesetzlichen Baukosten einer Volkswohnung mit einer Konventionalfläche von maximal 160m² sein.
  2. Verlust von Möbeln/Hausrat/Kleidung/Einrichtungsgegenstände

    GESUCHSEINREICHUNG INNERHALB VON 90 TAGEN NACH DER KATASTROPHE
    Höhe der Beiträge: bis zu 50% der erlittenen Schäden
  3. Für die Durchführung von geotechnischen Sicherungsmaßnahmen von Wohngebäuden, die sich in Folge von Naturkatastrophen als notwendig erweisen

    GESUCHSEINREICHUNG INNERHALB VON 180 TAGEN NACH DER KATASTROPHE
    Höhe der Beiträge: 70% der anerkannten Kosten

(Letzte Aktualisierung Dienstleistung: 20.06.2019)

Zuständige Einrichtung

Technisches Amt für den geförderten Wohnbau
Landhaus 12, Kanonikus-Michael-Gamper-Straße 1, 39100 Bozen
Telefon: 0471 41 87 60
0471 41 87 61
Fax: 0471 41 87 79
E-Mail: wohnbaufoerderung.technik@provinz.bz.it
PEC: wohnbautechnik.ufficiotecnicoedilizia@pec.prov.bz.it
Website: http://www.provinz.bz.it/bauen-wohnen/gefoerderter-wohnbau/

Parteienverkehr:

Haupsitz Bozen:

Landhaus 12, Kanonikus - Michael - Gamperstraße 1

(Ecke Schlachthofstraße) - tel. 0471/418710/40/60

Montag, Dienstag, Mittwoch und Freitag von 09:00 bis 12:00 Uhr

Donnerstag von 08:30 bis 13:00 und von 14:00 bis 17:30 Uhr

AUSSENSTELLE:

In Übereinstimmung mit den Schulferien sind unsere Außenstellen geschlossen. Auf der Webseite der Abteilung Wohnungsbau werden die jeweiligen Schließungen der Außenstellen bekanntgegeben

Brixen:

Regensburger Allee 18 (Villa Adele)

Jeden zweiten und vierten Mittwoch des Monats

von 09:00 bis 12:00 und von 14:00 bis 17:00 Uhr

Bruneck:

Kapuzinerplatz 3

Jeden ersten und dritten Mittwoch des Monats

von 09:00 bis 12:00 und von 14:00 bis 17:00 Uhr

Meran:

Esplanade, Sandplatz 10

Jeden Dienstag von 09:00 bis 12:00 und von 14:00 bis 17:00 Uhr

Schlanders:

Schlandersburgstraße 6

Jeden ersten Mittwoch des Monats

von 09:00 bis 12:00 und von 14:00 bis 17:00 Uhr