Wirtschaftsförderung betrieblicher Investitionen - Bereiche Handwerk, Industrie, Handel und Dienstleistungen

Ein Dienst der Südtiroler Landesverwaltung

Allgemeine Beschreibung

Mit Beschluss der Landesregierung Nr. 607 vom 26.05.2015 sind neue Förderkriterien betreffend begünstigte Finanzierungen aus dem Rotationsfonds genehmigt worden.

Investitionen in unbewegliche Güter:

  • Erwerb einer Fläche zur Ansiedelung oder Erweiterung des Unternehmens,
  • Ankauf von betrieblichen Immobilien,
  • Errichtung von betrieblichen Immobilien,
  • Umbau/Erweiterung (konzessionspflichtige Arbeiten),
  • Kauf eines Unternehmens oder eines Betriebszweiges.

Investitionen in bewegliche Güter:

  •  Umbau (nicht konzessionspflichtige Arbeiten),
  • Maschinen, Geräte, technische Anlagen, Einrichtungen,
    Beschneiungsanlagen,
  • Transportmittel und entsprechende Ausstattungen (nur für bestimmte Tätigkeiten),
  • Sonderfahrzeuge,
  • nicht obligatorische Ausrüstungen und Sicherheitseinrichtungen für Transportmittel zugunsten von Autotransportunternehmen,
  • Spezifische Hardware und Software zugunsten von Autotransportunternehmen für kombinierten Transport,
  • Sattelauflieger, Wechselbehälter und Container zugunsten von Autotransportunternehmen für kombinierten Transport,
  • Fahrzeuge für Personentransport zugunsten von Personentransportunternehmen,
  • Ankauf von neuen und Nachrüstung von vorhandenen Transportmitteln für Autotransportunternehmen,
  • Investitionen für Energieeffizienzmaßnahmen beschränkt auf Anlagen und Maschinen.

Die Begünstigten der Finanzierungen aus dem Rotationsfonds sind Unternehmen in den Bereichen Handwerk, Industrie, Handel, Dienstleistungen sowie freiberuflich Tätige und  Selbstständige.
Für die Klassifizierung der Wirtschaftstätigkeiten wird auf die Klassifikation ATECO Bezug genommen.

Für betriebliche Investitionen kann dasselbe Unternehmen jährlich einen einzigen Finanzierungsantrag stellen.
Der Antrag ist auf den von der zuständigen Abteilung bereitgestellten Vordrucken zu verfassen und bei dem für den jeweiligen Sektor zuständigen Amt einzureichen. Er enthält Angaben zur Tätigkeit und zur geplanten Investition.
Dem Antrag müssen die Kostenvoranschläge oder Angebote beigelegt werden. Bei baukonzessionspflichtigen Arbeiten müssen das genehmigte Bauprojekt, der technische Bericht sowie die Baukonzession beigelegt werden.
Die begünstigte Finanzierung aus dem Rotationsfonds wird erst nach Hinterlegung des Genehmigungsschreibens und des Informationsberichts einer vertragsgebundenen Bank oder Leasinggesellschaft gewährt.

Dem Gesuch ist eine Stempelmarke von 16,00 € beizulegen.

Die Förderung wird in Form eines begünstigten Darlehens oder Leasings aus dem Rotationsfonds gewährt. Das Förderungsausmaß ist als Bruttosubventionsäquivalent (BSÄ) ausgedrückt und darf die vorgesehenen Grenzen für Kleinunternehmen von 20% der beihilfefähigen Kosten und von 10% für Mittel- und Großunternehmen nicht überschreiten.

Die maximale Tilgungszeit des Darlehens beträgt fünfzehn Jahre für unbewegliche Güter und zehn Jahre für bewegliche Güter; in diesem Zeitraum kann höchstens ein Jahr tilgungsfreie Zeit einberechnet werden.
Die Laufzeit der Leasingfinanzierung entspricht in der Regel jener des Leasingvertrags; diese darf aber nicht kürzer sein als in den geltenden Steuerbestimmungen vorgesehen und nicht länger als zwanzig Jahre für unbewegliche bzw. zehn Jahre für bewegliche Güter.

Die Beteiligung des Landes an den Finanzierungen darf folgende Prozentsätze nicht überschreiten:
Laufzeit bis zu 10 Jahren = max. 60%
Laufzeit bis zu 15 Jahren = max. 55%
Laufzeit bis zu 20 Jahren = max. 50%

Diese Beteiligungsquoten können durch Zuschläge im Sinne von Art. 15 der Anwendungsrichtlinien um 5% erhöht werden.

Jährliche Höchstgrenze für Investitionen:
Kleinunternehmen mit weniger als 50 Beschäftigten: 1.200.000,00 €
Mittlere und Großunternehmen: 2.000.000,00 €  

(Letzte Aktualisierung Dienstleistung: 01.04.2016)

Zuständige Einrichtung

35. Wirtschaft
Landhaus 5, Raiffeisenstraße 5, 39100 Bozen
Telefon: 0471 413651 Sonja Ballweber - Handwerk/Artigianato
0471 413617 Veronika Schorn - Handwerk/Artigianato
0471 413617 Miriam Thaler - Handwerk/Artigianato
0471 413705 Claudia Busellato - Industria/Industrie
0471 413757 Irene Enderle - Handel/Commercio
0471 413768 Astrid Götsch - Handel/Commercio
0471 413749 Monika Reichhalter - Handel/Commercio
0471 413747 Alexandra Larcher - Dienstleistungen/Servizi
0471 413743 Regina Rassler - Dienstleistungen/Servizi
Fax: 0471 413659 Handwerk/Artigianato
0471 413707 Industrie/Industria
0471 413647 Handel und Dienstleistungen/Commercio e Servizi
E-Mail: handwerk@provinz.bz.it Förderungen Handwerk
amt-fuer-industrie@provinz.bz.it Förderungen Industrie
handelsfoerderungen@provinz.bz.it Förderungen Handel und Dienstleistungen
PEC: wirtschaft.economia@pec.prov.bz.it
Website: http://www.provinz..bz.it/wirtschaft

Parteienverkehr:

Montag, Dienstag, Mittwoch, Freitag: von 9.00 Uhr bis 12.00 Uhr

Donnerstag: von 8.30 Uhr bis 13.00 Uhr und von 14.00 Uhr bis 17.30 Uhr

Das Amt für Handwerk führt einen Beratungsdienst in folgenden Bezirksgemeinschaften des Landes durch.

  • Pustertal jeden 1. Donnerstag im Monat
    14.30 - 16.30
    BZG Pustertal
    Bruneck - Kapuzinerplatz 3/f
    Tel. 0474 412939
  • Wipptal jeden 2. Mittwoch im Monat
    14.30 - 16.30
    Gemeinde Sterzing - Neustadt 21
    Tel. 0472 723700

Termine

Die Finanzierungsanträge müssen vor Beginn der Investition eingereicht werden, bei sonstiger Ablehnung des Förderungsantrages. Bei Bauarbeiten, die erst nach erfolgter Baubeginnmeldung bei der zuständigen Gemeinde beginnen dürfen, muss der Antrag vor Vorlage dieser Meldung eingereicht werden. In alle anderen Fällen muss der Antrag vor Ausstellung der  Ausgabenbelege eingereicht werden.

Bei Erwerb einer Fläche zur Ansiedlung oder Erweiterung eines Unternehmens muss der Antrag wie folgt eingereicht werden:

  • vor Unterzeichnung der einseitigen Verpflichtungserklärung bzw. des Ansiedlungsvertrages, falls eine Fläche im Sinne der Artikel von 46 bis 51 des Landesgesetzes Nr. 13/1997, sowie des Artikels 23 Absatz 5 des Landesgesetzes Nr. 10/2013, von der öffentlichen Körperschaft dem Begünstigten übertragen wird,
  • vor Abschluss des Kaufvertrages, falls Private eine Fläche erwerben.

Ausgabenbelege wie zum Beispiel Akontorechnungen oder Zahlungen, die auch nur zum Teil vor Einreichdatum des Antrags ausgestellt oder getätigt wurden, bewirken den Ausschluss von den Förderungen der gesamten entsprechenden Investition.

Bei Investitionen für den  Ankauf, den Neubau und die Erweiterung von Betriebsimmobilien, einschließlich Erwerb von Gewerbeflächen gelten folgende Regelungen:

  • Der Höchstbetrag der Beteiligung des Landes an der Finanzierung wird um 10 Prozentpunkte reduziert.
  • Die Baubeginnmeldung betreffend das Vorhaben, für das eine Finanzierung beantragt wird, muss innerhalb von sechs Monaten nach Stellung des Finanzierungsantrags an die zuständige Gemeinde vorgelegt werden.
  • Der Ankauf der Immobilie oder der Erwerb von Gewerbeflächen muss innerhalb von sechs Monaten nach Antragstellung erfolgen.

Diese Regelung gilt nicht im Falle von neuen Unternehmen, Unternehmesnachfolge und Unternehmensübernahme im Sinne vom Art. 17 der Anwendungsrichtlinien.