Beiträge für betriebliche Investitionen zur Entwicklung der Elektromobilität - 2020

Allgemeine Beschreibung

Das Land Südtirol sieht weiterhin Beiträge für Unternehmen zur Entwicklung der Elektromobilität vor.
Es kann ein Antrag pro Jahr und Unternehmen eingereicht werden.
Folgende Investitionen sind beihilfefähig, sofern diese im Rahmen der in Südtirol ausgeübten betrieblichen Tätigkeit durchgeführt werden und sich direkt auf diese auswirken:

  1. Der Ankauf oder die Miete folgender Fahrzeuge zur Personenbeförderung der Klasse M1 sowie zur Güterbeförderung der Klassen N1 und N2: a) reine Batterieelektrofahrzeuge BEV, H2-Brennstoffzellenfahrzeuge FCEV und Batterieelektrofahrzeuge mit Range Extender (BEV mit REX) mit einer Batteriekapazität von mindestens 15 kWh; diese letzten Fahrzeuge dürfen nicht mehr als 70 g CO2-Emissionen pro km erzeugen; b) "Plug-in-Hybridfahrzeuge" PHEV; diese dürfen nicht mehr als 70 g CO2-Emissionen pro km erzeugen.
  2. Der Ankauf oder die Miete von zwei-, drei- und vierrädrigen Elektrofahrzeugen der Klassen L1e-B, L2e, L3e, L5e und L6e oder von schweren vierrädrigen Elektrofahrzeugen der Klasse L7e.
  3. Der Ankauf von Lastenfahrrädern mit oder ohne dem elektrischen Hilfsmotor (L1e-A), mit einem zulässigen Gesamtgewicht von mindestens 150 kg und ausschließlich für den Transport von Material und Waren konzipiert.
  4. Der Ankauf und die Installation von Heimladestationen für Elektrofahrzeuge oder der Abschluss von Kaufverträgen mit Eigentumsvorbehalt. Diese Verträge haben eine Dauer von höchsten neun Jahren.

Die obgenannten Investitionen müssen "fabrikneu" sein.
Nicht beihilfefähig sind Investitionen, die Objekt einer Handelstätigkeit oder für die Vermietung bestimmt sind.
Die Förderung wird in Form eines Verlustbeitrages unter Berücksichtigung der De-minimis-Regelung gemäß Verordnung (EU) Nr. 1407/2013 gewährt.
Die Auszahlung des genehmigten Beitrages erfolgt nach Durchführung der Investition auf der Grundlage der Endabrechnung und sofern das durchgeführte Vorhaben mit jenem laut Beitragsantrag übereinstimmt.

Anspruch auf die Beiträge haben Klein-, Mittel und Großbetriebe der Bereiche Handwerk, Industrie, Handel, Dienstleistungen und Tourismus sowie Freiberufler und Selbständige.
Von diesen Förderungen sind die Tätigkeiten in den Bereichen Land- und Forstwirtschaft, Urlaub auf dem Bauernhof, Fischerei, Spiel-, Wett- und Lotteriewesen ausgeschlossen.
Der „Antrag auf Beitrag für betriebliche Investitionen zur Entwicklung der Elektromobilität“ ist ein E-Government-Dienst der Landesverwaltung. Um diesen Dienst nutzen zu können, ist die Aktivierung der digitalen Identität (SPID) notwendig.

Der Antrag muss vor Durchführung der zu fördernden Investition eingereicht werden, andernfalls wird er ausgeschlossen, und zwar: vor Ausstellung der Endrechnungen und vor Abschluss der Langzeitmiete- und Leasingverträge bzw. der Kaufverträge mit Eigentumsvorbehalt.

Der Zugriff auf den Online-Dienst ist kostenlos und erfolgt mit SPID (das ist die einheitliche digitale Identität zur Nutzung der Online-Dienste im öffentlichen Bereich).

Informationen zum SPID finden Sie in myCIVIS unter folgendem Link https://my.civis.bz.it/public/de/spid.htm.

Dem Antrag müssen folgende Dokumente im PDF-Format beigelegt werden:

  • Kostenvoranschläge für die geplanten Investitionen

Stempelsteuer von 16,00 €

Ausmaß des Beitrages:

a) 2.000 € für den Ankauf oder die Miete von reinen Batterieelektrofahrzeugen, H2-Brennstoffzellenfahrzeugen und Batterieelektrofahrzeugen mit Range Extender;

b) 1.000 € für den Ankauf von „Plug-in-Hybridfahrzeugen“.

Bei Erwerb des Eigentums an obgenannten Fahrzeugen wird der vorgesehene Beitrag unter der Bedingung gewährt, dass der Händler mindestens einen gleich hohen Preisnachlass gewährt.

Der Beitrag laut Buchstaben a) und b) wird verdoppelt, falls die Fahrzeuge von „Fahrschulen“ oder Unternehmen mit Tätigkeit „Beförderung in Taxis“ angekauft werden.

c) 30 Prozent der zugelassenen Ausgabe bis zu einem Höchstbetrag von 1.000 € für den Ankauf von zwei-, drei- und vierrädrigen Elektrofahrzeugen;

d) 30 Prozent der zugelassenen Ausgabe bis zu einem Höchstbetrag von 1.500 € für den Ankauf von Lastenfahrrädern;

e) 70 Prozent der zugelassenen Ausgabe bis zu einem Höchstbetrag von 1.000 € für den Ankauf und die Installation von Heimladestationen für Elektrofahrzeuge oder den Abschluss von Kaufverträgen mit Eigentumsvorbehalt.
 

(Letzte Aktualisierung Dienstleistung: 26.11.2020)

Zuständige Einrichtung

Amt für Handel und Dienstleistungen
Landhaus 5, Raiffeisenstraße 5, 39100 Bozen
Telefon: 0471 41 37 68 Astrid Götsch Pasquin
0471 41 37 57 Cristina Crepaldi - Handwerk Industrie Handel
0471 41 37 47 Alexandra Larcher - Tourismus
Fax: 0471 41 37 98
E-Mail: handel@provinz.bz.it
PEC: handel.commercio@pec.prov.bz.it
Website: http://www.provinz.bz.it/

Termine

Der Auszahlungsantrag wird ab Jänner 2021 über den Onlinedienst in MyCivis verfügbar sein.