Beiträge an Kleinunternehmen für betriebliche Investitionen - Ausschreibung 2020

Allgemeine Beschreibung

Auch im Jahr 2020 fördert die Südtiroler Landesregierung über ein Wettbewerbsverfahren Klein- und Kleinstunternehmen für den Ankauf von beweglichen Gütern.

Ziel dieser Beihilferegelung ist die Unterstützung der betrieblichen Investitionen von Kleinst- und Kleinunternehmen, die in Südtirol eine wirtschaftliche Tätigkeit ausüben und betrifft die Sektoren Handwerk, Industrie, Handel und Dienstleistungen. Der Tourismussektor ist von diesen Beihilfen ausgeschlossen.

Die Beihilfe wird in Form eines Verlustbeitrags im Ausmaß von 20% der zulässigen Kosten gemäß Artikel 17 der Verordnung (EU) Nr. 651/2014 gewährt.

Der Beitrag ist nicht mit anderen Förderungen wie z.B. „Neues Sabatini“ kumulierbar.

Es kann nur ein Beitragsantrag pro Unternehmen bis zum 1. Juni 2020 übermittelt werden.

Die Investitionen müssen sich auf operative Betriebsstätten beziehen, die in Südtirol angesiedelt sind.

Die Auswahl der Anspruchsberechtigten erfolgt durch ein Wettbewerbsverfahren.

Beihilfefähig sind folgende Investitionen in materielle oder immaterielle Vermögenswerte laut Artikel 17 Absatz 3 Buchstabe a) der obgenannten EU-Verordnung zur Errichtung einer neuen Betriebsstätte, zur Erweiterung einer bestehenden Betriebsstätte, zur Diversifizierung der Produktion einer Betriebsstätte durch neue, zusätzliche Produkte oder zu einer grundlegenden Änderung des gesamten Produktionsprozesses einer bestehenden Betriebsstätte:

  • Einrichtungen,
  • Hardware,
  • Software,
  • Maschinen und Anlagen,
  • Arbeitsfahrzeuge (keine Fahrzeuge zur Personenbeförderung),
  • Geräte,
  • Sonderfahrzeuge für die Müllentsorgung, Reinigung und Entleerung, Straßenreinigung und Schneeräumung, Rettungs- und Abschleppdienst sowie Fahrzeuge, die als fahrende Werkstätten oder chemische Labors verwendet werden und für Bestattungsdienste,
  • Fahrzeuge zur Personenbeförderung: nur für Handelsagenten und Vertreter, die im Verzeichnis der Handelskammer eingetragen sind, sowie für die Tätigkeiten Beförderung in Taxis und Verleih von Mietwagen mit Fahrer,
  • Fahrzeuge für den Warentransport: nur für Unternehmen, die Handel auf öffentlichen Flächen ausüben.

Ersatzinvestitionen sind nicht zulässig!

Die Investitionen müssen sich auf das Jahr 2020 beziehen und darunter versteht man:

a) die Bestellung, Lieferung und Rechnung 2020 oder
b) die Bestellung und Anzahlung 2020 und die Lieferung und Endrechnung 2021 oder
c) die Bestellung, Anzahlung und Lieferung 2020 und die Endrechnung 2021.

Die Bewertung des Beitragsantrages erfolgt mittels Angabe folgender Schwerpunkte mit einer max. Zuordnung von 120 Punkten (siehe Art. 10 der Richtlinien):

  • Güter für die technologischen und digitalen Transformationsprozesse der Unternehmen aufgrund des Modells „Unternehmen 4.0“;
  • Förderungen für Forschungs- und Entwicklungsprojekte genehmigt in den letzten fünf Jahren;
  • Nutzung bestehender Baukubatur;
  • Einzelhandelstätigkeit in Vierteln oder peripheren Zonen, die keine historischen oder städtischen Zentren in Gemeinden mit mehr als 10.000 Einwohnern umfassen, oder Handelsbetriebe, die einen „Nahversorgungsdienst“ ausüben;
  • Strukturschwäche;
  • Wachstum (formalisierte Kooperation, neue Messeteilnahme 2017-2019 außerhalb Südtirols oder Nutzung des Services „Export Coach“ der IDM Südtirol Alto Adige 2017-2019);
  • Auflösungsquote von Unternehmen bis zu 9 Beschäftigten;
  • Frauenunternehmen;
  • „Neues Unternehmen“;
  • Zertifizierungen/Qualifizierungen (ISO-Zertifizierung, SOA-Zertifizierung; Zertifizierung „audit familieundberuf“, Legalitätsrating, Meisterbrief oder Handelsfachwirt, Diplom eines mindestens dreijährigen Universitäts- oder Hochschulstudiums, bestehender Lehrvertrag).

Bis zum 31. Juli 2020 werden 3 Rangordnungen erstellt und genehmigt:

  • eine Rangordnung der Sektoren Handwerk und Industrie für Unternehmen mit bis zu 9 Beschäftigten;
  • eine Rangordnung der Sektoren Handwerk und Industrie für Unternehmen mit mehr als 9 bis 49 Beschäftigten;
  • eine Rangordnung der Sektoren Handel und Dienstleistungen für Unternehmen mit bis zu 49 Beschäftigten.

Wird das Unternehmen aufgrund der Punkteanzahl nicht zum Wettbewerbsverfahren 2020 zugelassen, so kann der Beitragsantrag im Sinne der Richtlinien (Finanzierungen über dem Rotationsfonds) bearbeitet werden. In diesem Fall muss das Unternehmen dies im genannten Antrag ausdrücklich erklären.

Dem Antrag müssen die Kostenvoranschläge für die geplanten Investitionen als PDF angehängt werden.

Der Online-Dienst kann von Unternehmen ausschließlich über

in Anspruch genommen werden.

Stempelmarke à 16,00 €

Zahlbar mittels

  • @e.bollo
  • Stempelmarke (unter Angabe Datum und einheitlichem Identifizierungskodex)
  • F23

Ausmaß des Beitrages

Mindestinvestition: 20.000,00 Euro

Höchstinvestition: 500.000,00 Euro

Der Beitrag wird nach Durchführung der Investition und aufgrund der abgerechneten und zur Auszahlung zugelassenen Ausgabe ausbezahlt. Das durchgeführte Vorhaben muss mit jenem laut Antrag übereinstimmen!

Belaufen sich die effektiven Ausgaben auf weniger als 70 Prozent der zugelassenen Ausgabe, werden sie um 25 % reduziert. Der Beitrag wird auf der Grundlage der geringeren zugelassenen Ausgaben ausgezahlt.

(Letzte Aktualisierung Dienstleistung: 03.04.2020)

Zuständige Einrichtung

35. Wirtschaft
Landhaus 5, Raiffeisenstraße 5, 39100 Bozen
Telefon: 0471 41 36 87 Irene Gruber - Handwerk
0471 41 36 17 Veronika Schorn Rassler - Handwerk
0471 41 37 09 Manuela Galvagni - Industrie und Gruben
0471 41 37 47 Alexandra Larcher Lunger - Handel und Dienstleistungen
E-Mail: wirtschaft@provinz.bz.it
PEC: handwerk.artigianato@pec.prov.bz.it Amt für Handwerk und Gewerbegebiete
industrie.industria@pec.prov.bz.it Amt für Industrie und Gruben
handel.commercio@pec.prov.bz.it Amt für Handel und Dienstleistungen
wirtschaft.economia@pec.prov.bz.it
Website: http://www.provinz.bz.it/

Termine

Der Beitragsantrag muss bis zum 1. Juni 2020 vor Beginn des entsprechenden Investitionsvorhabens eingereicht werden.

Jegliche die Investition unumkehrbar machende rechtliche Verpflichtung, die der Antragsteller vor dem Datum der Vorlage des Antrags eingeht, sowie die auch nur teilweise Ausstellung von Ausgabenbelegen wie Akontorechnungen, Kaufvorverträgen mit Anzahlung oder Ähnliches vor dem genannten Datum haben den Ausschluss von der Förderung der gesamten entsprechenden Investition zur Folge.