Maßnahmen des Landes zur Förderung und Entwicklung des Genossenschaftswesens, Regionalgesetz vom 28. Juli 1988, Nr. 15 - Beiträge für die Gründungskosten einer Genossenschaft

Ein Dienst der Südtiroler Landesverwaltung

Allgemeine Beschreibung

Der Dienst sieht einen Beitrag für die Gründung von einer genossenschaftlichen Körperschaft vor.

Das Beitragsgesuch ist beim Amt für die Entwicklung des Genossenschaftswesens innerhalb von zwölf Monaten ab Gründung der Genossenschaft einzureichen.

Der Beitrag für die Gründungskosten der Genossenschaft wird im Ausmaß von 50% der zulässigen Ausgaben unter Anwendung der De-minimis-Regelung gewährt.

    - Rechtssitz in Südtirol
    - Haupttätigkeit in Südtirol ausüben
    - Aktiv-Meldung im Handelsregister

Die für die Genossenschaftsgründung effektiv bestrittene Ausgabe sind zulässig.
Unter diese Ausgaben fallen:
-mit der Gründung verbundene Notarkosten samt Steuern,
-Beratungskosten für die Formulierung des Gründungsaktes,
-Kosten für die erste Aktivierung der zertifizierten E-Mail-Adresse (PEC) und der digitalen Unterschrift.

Die Mehrwertsteuer kann als förderungsfähige Ausgabe zugelassen werden, falls der Begünstigte nicht mehrwertsteuerpflichtig ist und die Mehrwertsteuer einen Kostenfaktor darstellt.

Die Förderung wird als De-minimis-Beihilfe gemäß den Verordnungen (EU) Nr. 1407/2013 und 1408/2013 (für Investitionen in der Landwirtschaft) der Kommission vom 18. Dezember 2013, veröffentlicht im Amtsblatt der Europäischen Union L 352/1 und L 352/9 vom 24. Dezember 2013, gewährt.

Die Anträge müssen auf eigenen, vom zuständigen Landesamt bereitgestellten Vordrucken abgefasst werden, digital unterzeichnet, in PDF-Format durch eine einzige PEC-Mitteilung dem zuständigen Landesamt übermittelt werden.

Dem Antrag muss folgende Unterlagen in PDF-Format beiliegen:

- Honorarnoten, mit Aufschlüsselung der vom Notar „im Namen und auf Rechnung" getätigten Vorauszahlungen, die auf den Rechnungen und Honorarnoten angeführt sind (ex Art. 15, DPR 633/72);
- - Rechnungen (falls in zusammenfassender Form abgefasst, müssen sie durch eine vom Rechnungssteller unterzeichnete Erklärung ergänzt werden, aus welcher die einzelnen Posten und Preise hervorgehen, aus denen die Gesamtsumme zusammengesetzt ist).

- Zahlungsbestätigungen
• Falls zutreffend: Zahlungsnachweis für die bestrittenen Spesen der Honorarnote vom Notar vonseiten eines Genossenschaftsmitglieds; Zahlungsnachweis für die Rückerstattung dieser Rechnungsrechnungssumme vonseiten der Genossenschaft an das genannte Mitglied
• Nachweis für die Einzahlung des Steuerrückbehalts (Mod. F24) für jede Honorarnote; bei Sammelbelegen muss die Genossenschaft für die genaue Rückverfolgbarkeit der einzelnen Zahlung eine detaillierte Auflistung bereitstellen (z.B. bei IRPEF-Zahlungen mittels F24)

Die Ausgabenbelege müssen
• ordnungsgemäß im Sitz der Genossenschaft aufbewahrt werden und sind Gegenstand von Kontrollen;
• den bestehenden gesetzlichen Steuerbestimmungen hinsichtlich Mehrwertsteuer, Steuervorabzug, Stempelgebühr, Steuernummer, usw. entsprechend ausgestellt sein;
• auf die Genossenschaft lauten;
• quittiert sein (z.B. Belege der Bank- oder Postüberweisung, Nachweis der allfälligen Steuerzahlungen wie F24)

• bei homebanking muss der Zahlungsbeleg mit dem Status „Zahlung durchgeführt“ beigelegt werden (Ausdruck erst nach 48 Stunden);
• Kontoauszug mit Zahlung markiert
• Zahlungsbestätigung der Bank
• bei Sammelbelegen muss die Organisation für die genaue Rückverfolgbarkeit der einzelnen Zahlung eine detaillierte Auflistung bereitstellen (z.B. bei IRPEF-Zahlungen mittels F24);
• auf Honorarnoten über 77, 47 Euro, die nicht der MwSt. unterliegen, muss von Seiten des Freiberuflers eine Stempelmarke zu 2,00 Euro angebracht werden (außer Onlus);
• die Zahlungen müssen per Bank, Post oder in Form von anderen rückverfolgbaren Zahlungen, lautend auf der begünstigten Genossenschaft, getätigt werden;
• Kompensationen oder ausgleichende Verrechnungen sind nicht zulässig. 

Die vorgesehenen Stempelgebühren bezüglich des Förderungsansuchens sind zu entrichten. Davon befreit sind die vom Gesetz vorgesehenen Ausnahmen.


Die Zuwendungen werden im Höchstausmaß von 50 Prozent der zulässigen Ausgabe ausgezahlt und dürfen keinesfalls den Betrag von 5.000,00 Euro überschreiten.

Nebenkosten wie die Sozialbeiträge (z.B. Fürsorgekasse 4% oder Steuereinbehalt 20%) sind beitragsfähig.
Außerdem kann die Mehrwertsteuer als förderungsfähige Ausgabe zugelassen werden, wenn der Begünstigte nicht mehrwertsteuerpflichtig ist und die Mehrwertsteuer einen Kostenfaktor bildet.

Für weitere Informationen bitten wir Sie, die Webseite der für diesen Dienst zuständigen Institution zu besuchen.

(Letzte Aktualisierung Dienstleistung: 01.08.2019)

Zuständige Einrichtung

Amt für die Entwicklung des Genossenschaftswesens
Landhaus 10, Crispistraße 15, 39100 Bozen
Telefon: 0471 41 49 30
Fax: 0471 41 49 39
E-Mail: gen@provinz.bz.it
PEC: gen.coop@pec.prov.bz.it
Website: http://www.provinz.bz.it/arbeit-wirtschaft/genossenschaften/

Parteienverkehr:

Montag bis Freitag: von 9.00 Uhr bis 12.00 Uhr.

Donnerstag von 8.30 bis 13.00 und 14.00 bis 17.30 Uhr. 

 

Termine

Das Gesuch ist beim Amt für die Entwicklung des Genossenschaftswesens innerhalb von zwölf Monaten ab Gründung der Genossenschaft einzureichen.