Antrag auf Pflegegeld

Ein Dienst der Südtiroler Landesverwaltung

Allgemeine Beschreibung

Im Rahmen der Pflegesicherung ist die Pflegeeinstufung die Maßnahme zur Feststellung des Pflegebedarfs. Diese kann zu Hause, im gewohnten Umfeld und in stationären Einrichtungen für Menschen mit Behinderung vorgenommen werden. Das Einstufungsteam bestehend aus einem Krankenpfleger/einer Krankenpflegerin und einer Sozialfachkraft erhebt landesweit anhand des Erhebungsbogens die Pflegebedürftigkeit und den Betreuungsbedarf in den fünf wichtigsten Bereichen der Grundpflege: die Körperpflege, die Nahrungsaufnahme, die Ausscheidung, die Mobilität und das psychosoziale Leben. Der Hilfebedarf für die Aktivitäten des täglichen Lebens wird in Zeiteinheiten (Stunden und Minuten) erhoben. Dabei wird als Pflegebedarf jene Zeit bemessen, in welcher gleichzeitig keine andere Tätigkeit verrichtet werden kann. Eine erhebliche Pflegebedürftigkeit liegt vor, wenn der Hilfebedarf täglich mehr als zwei Stunden Grundpflege – ohne Haushaltshilfe - im Wochendurchschnitt beträgt. Die Haushaltsführung kann in der Berechnung der Pflegezeit nur dann berücksichtigt werden, wenn in der Grundpflege ein hoher Betreuungsbedarf zum Tragen kommt.

Eine erhebliche Pflegebedürftigkeit liegt vor bei  mindestens einer pflegerelevanten Diagnose aufgrund Krankheit oder Behinderung  und einer darauf basierenden Funktionseinschränkung zumindest in einem der folgenden Bereiche: Stütz- und Bewegungsapparat, innere Organe, Sinnesorgane, Zentralnervensystem, psychische oder kognitive Fähigkeiten. Der Funktionsausfall muss erheblich und dauerhaft sein, das heißt, der Zustand der betroffenen Person muss voraussichtlich mehr als sechs Monate anhalten oder vor Antragstellung bereits seit über sechs Monaten andauern.

  1. Antrag auf Pflegegeld
  2. Ärztliches Zeugnis vom Allgemeinmediziner

Fürs ärztliche Zeugnis kann ein Entgelt eingehoben werden.

Bei der Pflegeeinstufung werden folgende Formen der Betreuung Pflegebedürftiger wahrgenommen und festgehalten:

  • die Begleitung, falls die pflegebedürftige Person aufgrund von physischen, sensoriellen oder psycho-kognitiven Beeinträchtigungen eine Begleitperson braucht;
  • die Anleitung und Steuerung von Seiten der Pflegeperson zur Durchführung einzelner Aktivitäten;
  • die Beaufsichtigung und Überwachung bei der Durchführung einzelner Aktivitäten, sodass der Pflegebedürftige selbst unter Einhaltung der Sicherheitskriterien tägliche Verrichtungen durchführen kann;
  • die Unterstützung bei der Durchführung einzelner Aktivitäten, um noch vorhandene Fähigkeiten zu erhalten, zu fördern oder wieder zu erlernen.
  • die Übernahme einzelner Aktivitäten, teilweise oder vollständig, die von der pflegebedürftigen Person nicht mehr selber ausgeführt werden können.

Für weitere Informationen bitten wir Sie, die Webseite der für diesen Dienst zuständigen Institution zu besuchen.

(Letzte Aktualisierung Dienstleistung: 28.06.2019)

Zuständige Einrichtung

24.4. Funktionsbereich Dienst für Pflegeeinstufung
Landhaus 12, Kanonikus-Michael-Gamper-Straße 1, 39100 Bozen
Telefon: 848 800 277
Fax: 0471 41 82 19
E-Mail: einstufung.valutazione@provinz.bz.it
PEC: einstufung.valutazione@pec.prov.bz.it
Website: http://www.provinz.bz.it/familie-soziales-gemeinschaft

Termine

Der Einstufungstermin wird innerhalb 30 Tagen ab der Antragstellung mündlich vereinbart.

Bei Überprüfungsbesuchen wird der Termin naturgemäß nicht vorangekündigt.

Ärztliche Zeugnisse müssen nach drei Monaten aktualisiert werden.