Maßnahmen des Landes zur Förderung und Entwicklung des Genossenschaftswesens, Regionalgesetz vom 28. Juli 1988, Nr. 15 - RG 15/1988 Förderungen an Vertretungsverbänden, Forschungsinstituten und öffentlichen und privaten Organisationen im Bereich des Genossenschaftswesens

Ein Dienst der Südtiroler Landesverwaltung

Allgemeine Beschreibung

Der Dienst sieht Beiträge für die Verbreitung der genossenschaftlichen Grundsätze, die Durchführung von Bildungsinitiativen, Studien, Untersuchungen und Forschungsarbeiten, Informationsmaterial und Studienreise gemäß Regionalgesetz vom 28. Juli 1988, Nr. 15 vor 

Die Beiträge für die Durchführung einzelner Initiativen können gewährt werden an:

  • Vertretungsverbände des Genossenschaftswesens mit Sitz in Südtirol, die im Sinne der regionalen Gesetzgebung anerkannt sind
  • Forschungsinstitute, Universitäten, Verbände und andere öffentliche und private Organisationen

Wer die Zuwendungen oder Beiträge beantragt, muss seinen Rechtssitz oder Wohnsitz in Südtirol haben und dort seine Haupttätigkeit ausüben.

Es sind folgende Vorhaben beitragsfähig:
  •  Organisation von Informationsveranstaltungen zu aktuellen Themen der Wirtschaft und des Genossenschaftswesens,
  •  Studien, Umfragen und Forschungen oder ähnliche Aktivitäten, um das Wissen zu erweitern und um alle Aspekte der Förderung und Entwicklung des Genossenschaftswesens oder eines bestimmten Sektors zu vertiefen,
  • Organisation von Tagungen und Seminaren über  Genossenschaftsthemen,
  •  Teilnahme an Veranstaltungen, Messen und Ausstellungen zur Förderung des Genossenschaftsmodells und der genossenschaftlichen Erfahrung,
  • Vorhaben mit Schulen, um die Ideale, die Werte und Kultur des Genossenschaftsgedankens durch Praktika und den Erfahrungsaustausch zwischen den Schulen zu verbreiten,
  •  Projekte zur Verbreitung des Genossenschaftsgedankens im akademischen Bereich einschließlich Prämien und Stipendien bezogen auf Diplomarbeiten oder Forschungsdoktorate,
  •  Produktion und Verbreitung von audiovisuellen Medien, Fernsehprogrammen oder Drucksachen, Veröffentlichungen von Büchern, Forschungsarbeiten, Ergebnissen von Forschungen und Studien sowohl in Papierform als auch digital im Zusammenhang mit rechtlichen, wirtschaftlichen, finanziellen, historischen, soziologischen und kulturellen Aspekten des Genossenschaftswesens,
  • Erfahrungsaustausch mit Behörden und Organisationen auf nationaler, EU- oder internationaler Ebene, die im Bereich der Genossenschaften operieren oder diese fördern.

Für jedes Vorhaben ist ein Mindestbetrag von 3.000,00 Euro und ein Höchstbetrag 100.000,00 Euro zulässig.

Die Anträge müssen auf eigenen, von der zuständigen Landesverwaltung bereitgestellten Vordrucken abgefasst, in ein PDF-Format umgewandelt, digital unterzeichnet oder mit qualifizierter elektronischer Unterschrift und durch eine einzige PEC-Mitteilung dem zuständigen Landesamt übermittelt werden. 

In jedem Fall muss der Antrag vor Beginn des Vorhabens übermittelt werden, andernfalls wird er abgelehnt.

Dem Gesuch müssen beigelegt werden:

  • Bericht über den Antragsteller:
    • Ursprung und wichtigste Ereignisse des Antragstellers
    • ausgeübte Tätigkeit
      • Standort
      • angebotene Dienstleistungen
      • Nutznießer der Dienstleistungen (Privaten, Unternehmen, andere)
  • Bericht über die Initiative
    Beschreibung des Prjektes mit besonderer Bezugnahme auf:
    • Gegenstand des Projektes
    • Beschreibung des Projektes (innovative Aspekte hervorheben)
    • Endergebnisse in technischer Hinscht
    • Durchführungsphasen und Dauer des Projektes
    • Angabe des Projektverantwortlichen
  • detaillierter Kostenvoranschlag
  • Kopie aller Kostenvoranschläge

Akten und Dokumentation der Initiative müssen mit dem Landeslogo und der Angabe, dass die Inititative vom Amt für die Entwicklung des Genossenschaftswesens unterstützt worden ist, versehen sein.

Die vorgesehenen Stempelgebühren bezüglich des Förderungsansuchens sind zu entrichten. Davon befreit sind die vom Gesetz vorgesehenen Ausnahmen.

Nicht beitragsberechtigte Kosten sind Mehrwertsteuerbeträge, die keine Ausgabe für den Antragsteller darstellen.

Die für Studienreisen zulässige Ausgabe beschränkt sich auf die Teilnahme von nicht mehr als drei Personen je Initiative.

Für die Vorhaben kann ein Beitrag bis zu 60 Prozent der zugelassenen Ausgaben gewährt werden.

Es können mehrere Anträge pro Jahr eingereicht werden.

Die Anträge müssen vor Durchführung des Vorhabens eingereicht werden; die Ausgabenbelege einschließlich Akontorechnungen sowie Zahlungen, die vor Einreichdatum des Antrags ausgestellt oder getätigt wurden, haben den Ausschluss von der Förderung des gesamten Vorhabens zur Folge.

Vom Beitrag ausgeschlossen sind die Übertragung von Gütern und die Erbringung von Dienstleistungen zwischen der Genossenschaft und ihren Verwaltern/Verwalterinnen bzw. ihren Mitgliedern, deren Ehepartnern/Ehepartnerinnen oder in eheähnlicher Gemeinschaft Lebenden, Verwandten und Verschwägerten bis zum dritten Grad, zwischen einer Genossenschaft und assoziierten oder verbundenen Gesellschaften sowie zwischen verschiedenen Gesellschaften mit denselben Gesellschaftern und Gesellschafterinnen oder Verwaltern/Verwalterinnen.

RECHNUNGSLEGUNG:
Die Rechnungslegung muss innerhalb 31. Juli des auf die Beitragsgewährung oder auf die Anlastung der Ausgabe folgenden Jahres, falls letztere später erfolgt, eingereicht werden. Verstreicht die genannte Frist erfolglos, so wird der Beitrag widerrufen. Aus schwerwiegenden und gerechtfertigten Gründen kann das zuständige Amt eine Fristverlängerung bis zu einem weiteren Jahr gewähren, nach deren Ablauf der Beitrag automatisch als widerrufen gilt.

(Letzte Aktualisierung Dienstleistung: 01.08.2019)

Zuständige Einrichtung

Amt für die Entwicklung des Genossenschaftswesens
Landhaus 10, Crispistraße 15, 39100 Bozen
Telefon: 0471 41 49 30
Fax: 0471 41 49 39
E-Mail: gen@provinz.bz.it
PEC: gen.coop@pec.prov.bz.it
Website: http://www.provinz.bz.it/arbeit-wirtschaft/genossenschaften/

Parteienverkehr:

Montag bis Freitag: von 9.00 Uhr bis 12.00 Uhr.

Donnerstag von 8.30 bis 13.00 und 14.00 bis 17.30 Uhr. 

 

Termine

Der Antrag darf nur eine einzige Initiative betreffen und ist vor deren Beginn einzureichen.