Tierzucht - Verbesserung der Tierzucht (De-minimis)

Ein Dienst der Südtiroler Landesverwaltung

Allgemeine Beschreibung

Begünstigte 

Im Landesverzeichnis der landwirtschaftlichen Unternehmer (LAFIS) eingetragene einzelne oder zusammengeschlossene landwirtschaftliche Unternehmen

Förderbare Vorhaben

Beihilfen werden gewährt für: 

  • den Ankauf von Zuchtebern im Rahmen eines Qualitätsfleischprogrammes
  • die Haltung von Zuchtstieren in öffentlichen Sprungstellen
  • die 100-Tage-Leistungsprüfung von Erstmelkkühen, die von Zuchtteststieren abstammen

Die betreffenden Tiere müssen im Herdebuch bzw. im anagrafischen Register eingetragen sein.

Höhe der Beihilfe

  • bis zu 500 Euro pro Tier für den Ankauf von Zuchtebern
  • bis zu 400 Euro pro Jahr für die Haltung von Stieren in öffentlichen Sprungstellen
  • bis zu 200 Euro pro Tier für den Nachweis der 100-Tage-Leistungsprüfung von Erstmelkkühen

Stehen im betreffenden Haushaltsjahr nicht die Mittel für die Auszahlung der Beihilfen an die Antragstellenden zur Verfügung, so wird die Höhe der Beihilfen proportional vermindert.

Ankaufsbeihilfe für Eber

  • die Zuchteber müssen im Zeitraum vom 1. März bis 28. Februar des darauffolgenden Jahres angekauft werden.

Stierhaltungsbeihilfe

  • der Stier muss im öffentlichen Deckeinsatz gestanden haben bzw. Kühe anderer Tierhalter belegt haben;
  • in der Sprungstelle muss in den vergangenen zwölf Monaten für mindestens acht Monate ein Zuchtstier im Einsatz gestanden sein;
  • dem Beihilfeantrag muss ein ärztliches Zeugnis des Stieres beigelegt werden. Das ärztliche Zeugnis darf nicht älter als 12 Monate sein;
  • alle Belegungen müssen ordnungsgemäß bei der Vereinigung der Südtiroler Tierzuchtverbände gemeldet sein.

Beihilfe für die 100-Tage-Leistungsprüfung von Erstmelkkühen

  • die Erstmelkkühe müssen von einem Zuchtteststier abstammen, der von der Zuchtkommission des Herdebuchs oder des anagrafischen Registers zugelassen ist.

De-Minimis-Beihilfe

Die genannten Beihilfen werden im Sinne der Verordnung (EU) Nr. 1408/2013 über die De-Minimis-Beihilfen im Agrarsektor gewährt. Diese sieht vor, dass Unternehmen, die in der Primärerzeugung landwirtschaftlicher Erzeugnisse tätig sind, im laufenden und in den beiden vorangegangenen Haushaltsjahren maximal bis zu 15.000 Euro De-Minimis-Beihilfen erhalten können. Der Antragsteller muss in diesem Sinne erklären, ob bzw. welche De-Minimis-Beihilfen er im Dreijahreszeitraum erhalten hat.

(Letzte Aktualisierung Dienstleistung: 03.01.2019)

Zuständige Einrichtung

Amt für Viehzucht
Landhaus 6, Brennerstraße 6, 39100 Bozen
Telefon: 0471 - 415090
0471 41 50 91
E-Mail: viehzucht@provinz.bz.it
PEC: viehzucht.zootecnia@pec.prov.bz.it
Website: http://www.provinz.bz.it/landwirtschaft/

Termine

Die Beihilfeanträge müssen jeweils innerhalb 28. Februar eines jeden Jahres bei der Landesabteilung Landwirtschaft eingereicht werden.

Zum Zeitpunkt der Gesuchsabgabe müssen sämtliche Voraussetzungen erfüllt sein (z.B. Abschluss der 100-Tage-Milchleistungsprüfung).